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Kabel, Knistern, Klarheit – oder: Warum ich im Kino kein „Hä?!“ rufen muss

Ein kleiner technisch Exkurs

Technik ist ja bekanntlich nur dann sexy, wenn sie funktioniert. Und im Bereich des Hörens gilt das ganz besonders. Drei stillschweigende Helden leisten hier ganze Arbeit: Ringschleife, Telespule und Teleschleife. Namen, die klingen wie Figuren aus einem mittelmäßigen Fantasy-Roman – aber im Alltag mehr bewirken als jeder Zauberstab.

Die Ringschleife – das unsichtbare Lasso

Unter Teppichen, in Wänden oder in Kirchendecken verlegt sich heimlich ein Kabel, das die noble Aufgabe hat, Schall in ein elektromagnetisches Feld zu verwandeln. Klingt technisch, ist aber im Grunde wie ein unsichtbares Lasso: Alles, was der Redner von sich gibt, wird eingefangen – die Predigt, die Opernarie, im schlimmsten Fall auch die Vereinsansprache des 3. Vorsitzenden. Für Normalhörende bleibt die Schleife unsichtbar. Für mich ist sie der Grund, warum ich in der Kirche nicht ständig „Hä?!“ rufen muss.

Die Telespule – klein, aber göttlich

Dazu gesellt sich die Telespule – ein winziges Bauteil im Hörgerät oder Implantat. Ohne dieses zierliche Wunderwerk wäre die Ringschleife nur ein Kabel im Raum. Schalte ich auf „T“, verwandelt sich plötzlich alles in Klarheit. Plötzlich höre ich nicht mehr diffus die hustende Kirchenbankreihe, sondern nur den Redner. Ein bisschen so, als würde Gott persönlich für mich flüstern – allerdings mit der Stimme des Pfarrers, oder des ersten Bürgermeisters während der Versammlung im Bürgerhaus.

Die Teleschleife – Modeaccessoire mit Funktion

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