Skip to main content

Zinsmärkte werden nervös

Monkey Monday #49

Bild KI-generiert

Die vergangene Woche lieferte ein beängstigend klares Beispiel dafür, wie sehr sich zurzeit die Geschehnisse in Geopolitik, Makroökonomie und Kapitalmärkten gegenseitig beeinflussen. Denn der Krieg im Mittleren Osten eskalierte weiter, mit den israelischen Angriffen auf das South Pars-Gasfeld und dem Gegenschlag des Iran in Ras Laffan, sowie der anhaltenden De facto-Sperrung der Straße von Hormus. Als Folge stiegen die Rohstoffpreise weiter und übersetzten sich in immer höhere Inflationserwartungen, mit dem Ergebnis, dass die wichtigsten Zentralbanken der Welt - Federal Reserve, EZB, Bank of Japan, Bank of England und andere - signalisierten, dass demnächst vermutlich eher Zinsanhebungen als -senkungen auf der Agenda stehen würden. Die Kapitalmärkte schließlich reagierten mit einem veritablen Abverkauf bei Anleihen und großer Unsicherheit auch bei Risikoanlagen wie etwa Aktien. Wieder einmal wurde allzu deutlich, dass alles mit allem zusammenhängt und sich diese Welt kaum noch deuten lässt, ohne die geopolitischen Verschiebungen - und hierbei ganz besonders die Rolle der Vereinigten Staaten unter Präsident Trump - einzubeziehen.

In diesem Monkey Monday stehen diese Verbindungen im Mittelpunkt. Wie hat sich seit Kriegsbeginn der Blick auf die globalen Folgen eines zunächst regional erscheinenden Konflikts entwickelt? Warum sind gerade Kriege in der Golfregion so problematisch für die Finanzmärkte? Und was ist, Stand heute, gut drei Wochen nach den ersten israelisch-amerikanischen Luftschlägen gegen den Iran, die wahrscheinlichste Perspektive für die weitere Dauer der Golfkrise?

0 comments

Would you like to be the first to write a comment?
Become a member of Macro Monkey and start the conversation.
Become a member