Die Realität der Möglichkeiten
Von einem Zustand ausgehend besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen; alle stehen zur Verfügung. Was zur Verfügung steht, ist real. Es handelt sich dabei um verschiedene Welten: Beispielsweise befindet man sich sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite. Man nimmt sich jedoch nicht in allen Positionen gleichzeitig wahr, so wie man sich auch in der Vergangenheit und der Zukunft nicht sieht.
Dimensionale Schichtung
Diese Welten sind nicht einfach parallel angeordnet, sondern ihre Variationen sind unterschiedlich dimensioniert. Das Multisystem ermöglicht die Kombination verschiedener dimensionaler Exemplare, die strukturiert übereinander gelagert sind:
Zustand 1: Aufenthalt A – Richtung A
Zustand 2: Aufenthalt B – Richtung A
Zustand 3: Aufenthalt A – Richtung B
Zustand 4: Aufenthalt B – Richtung B
Exemplare und Einheiten
Aufenthalt A, Aufenthalt B, Richtung A und Richtung B sind Exemplare. Diese Exemplare und die daraus resultierenden Zustände von Aufenthalt und Richtung besitzen die gleiche dimensionale Größe. Ihre Einheiten und Variationen sind jedoch unterschiedlich dimensioniert.
Die Struktur der Dimensionen
Der Aufenthalt ist dimensional kleiner als die Richtung. Der Aufenthalt und die Variation seiner Exemplare befinden sich innerhalb der Richtung, während die Exemplare der Richtung innerhalb ihrer Dimension in allen Zuständen gleich sind (Einheit). Erst innerhalb einer noch größeren Dimension beginnt die Variation der Exemplare der Richtung.
Physikalische Anwendung
Auf diese Weise werden im Multisystem auch physikalische Dimensionen miteinander kombiniert: Länge, Breite, Höhe, Zeit usw. Da die Zeit hier (wie auch im Zeitraum der etablierten Physik) an vierter Stelle steht und ihre Exemplare innerhalb von 4D alle gleich sind, wird die Zeiteinheit als 4D definiert.
Messung im Vergleich zur Wahl
Um Missverständnisse bei der physikalischen Interpretation zu vermeiden, muss zwischen reiner Messung und der realen Wahl unterschieden werden:
🪷 Die Messung (Passivität): In einem herkömmlichen Koordinatensystem dient das System, um einen Punkt zu fixieren (x, y, z, t). Hier wird lediglich gemessen, wo und wann sich ein Objekt befindet.
🪷 Die Wahl (Aktivität): Im Multisystem geht es nicht um die nachträgliche Messung, sondern um das gleichzeitige Vorhandensein von Optionen. Damit Länge A und Länge B zum selben Zeitpunkt t real zur Verfügung stehen, können sie nicht denselben Punkt besetzen.
🪷 Überlagerung: Würde man versuchen, alle wählbaren Kombinationen von Länge, Breite und Höhe in ein herkömmliches Koordinatensystem zu überlagern, würden sich die Möglichkeiten gegenseitig „durchschneiden“. Sie wären nicht mehr als unabhängige Einheiten wählbar.
🪷 Unabhängige Intervalle: Das Multisystem unterscheidet sich dadurch, dass jede Dimension (Länge, Breite, Höhe, Zeit usw.) nicht nur als Linie zum Messen, sondern als Gefäß für unabhängige Intervalle fungiert.
🪷 Koordinatensystem. In diesem System ist jede Koordinate ein 0D Zustand: 0D Punkt. Das System ist lediglich ein gedankliches Hilfsmittel, um einen 0D Punkt zu messen; es kann alle möglichen Variationen der Zustände enthalten, die voneinander unabhängig sind und sich einander nicht durchschneiden, nur wenn ihre Größen 0D sind, ansonsten werden sie sich überlagern beziehungsweise durchschneiden (und nicht wählbar).
🪷 Multisystem. In diesem System ist jede Koordinate ein Zustand, der beliebig größer als 0D-Punkt ist. Im Multisystem sind alle Einheiten oder Zustände außerhalb ihrer Größen strukturell nicht überlagert und nicht einander durchgeschnitten variiert, um sie unabhängig voneinander zu wählen. Im System wird der Abstand vom Ursprung 0 bis den Wert in der Koordinatenachse berücksichtigt, da nach der Definition der “Dimensionsmengen (Opens in a new window)” die dimensionale Größen der Werte und Achsen einander entsprechen müssen.
🪷 Beispiel. Eine 4D Raumzeit (als Koordinatensystem) kann alle möglichen Variationen von den 0D Zuständen - Koordinaten (x, y, z, t) enthalten: (0, 0, 0, 0); (0, 0, 0, 1); (0, 0, 0, 2); …; (0, 0, 2, 9)... Hier nimmt man an, dass die Größe der Punkte mit Werten den Größen der Achsen entsprechen. Die Abstände vom Ursprung 0 bis zu den Werten sind gedanklich berücksichtigt; man weiß also, dass die Werte bezüglich des Ursprungs 0 bestimmt sind. Die Zeitabstände (Zeitintervalle) von 0 bis 2 (0 - 2) und von 0 bis 9 (0 - 9) überlagern sich jedoch. Daher sind sie nicht als reale, einzelne, unabhängige Zustände wählbar.
🪷 Systemgrößen. Die Gesamtkapazität bzw. Größe eines Systems lässt sich durch folgende Formeln definieren:
für Koordinatensystem: G = A
für Multisysteme: G = A * B + B
wobei A für die Anzahl der Achsen, B für die Größe der Zustände stehen.
🪷 Schlussfolgerung. Nach der Definition der “Dimensionsmengen (Opens in a new window)” werden im Multisystem für die Wählbarkeit der realen Zustände die Abstände (Intervalle als diese Zustände) vom Ursprung bis zum jeweiligen Wert berücksichtigt. Die Zustände werden in der höheren Dimension variiert, weil sie ansonsten sich wie in Koordinatensystem überlagern würden, und somit nicht unabhängig voneinander von übergeordneten (höheren) Dimension wählbar wären.
Das Multisystem ist nicht bloß ein „spektakuläres“ Gedankenspiel, sondern die notwendige physikalische Struktur, um reale Wahlmöglichkeiten (Zustände > 0D) geometrisch zu beherbergen.
Navigation: Übersicht aller Beiträge zur Theorie (Opens in a new window)