Der Wettergott Shetlands hat mich erhört. Es liegt Schnee, aber die Sonne scheint. Nichts wie raus!
Erster Stopp gleich am Eingang von Lerwick: Clickimin Broch liegt im gleichnamigen Loch. Der Turm aus der Eisenzeit ragte einst 10 Meter in die Höhe. Heute sind es nicht mehr ganz so viele, aber die Anlage ist höchst beeindruckend. Denn die Mauern und ehemaligen Gebäude bilden ein kleines Labyrinth. Ein Must-see, wenn man Shetland besucht.

Ein wichtiger Teil der Geschichte der Inseln waren stets ihre Herrscher. Patrick Stewart – also nicht der von Star Trek, sondern der einstige Earl of Orkney und Shetland – unterdrückte sein Volk derart, dass er als "Black Patie" in die Geschichte einging. Sein Sitz hier war das Scalloway Castle. Die Burg wird derzeit – wie viele – überholt. Aber auch der umgebende Ort ist unheimlich sehenswert. Ein Spaziergang am Ufer entlang lässt einen die lebhafte Geschichte entdecken – auch dank der vielen spannenden Info-Tafeln an den historischen Gebäuden.

Danach habe ich mich von den braunen Hinweisschildern leiten lassen. Bin nach Hamnavoe gefahren und habe dort einen kleinen Spaziergang gemacht, um das Fugla Ness Lighthouse in der Ferne zu sehen.
Die kleinen Inseln im Westen sind per Brücken verbunden und haben einige schöne Strände. Beeindruckend ist der Minn Beach.

Auch wenn ich den Strand nicht für mich allein habe, weil er den Schafen gehört.

Das war nur der Vormittag. Zurück nach Lerwick, die Hauptstadt von Shetland erkunden. Ich lenke meine Schritte ins Museum. Eine wunderbare Ausstellung, fantastisch gestaltet mit geschwungenen Vitrinen, Nachbauten alter Gebäude, alten Booten und mehr.

Eine Zufallsentdeckung ist die Lerwick Distillery (Opens in a new window). Elizabeth Atia hat die nördlichste Whisky-Brennerei Schottlands erst vor Kurzem gegründet. Die Brennblasen und Tanks sind noch brandneu und noch wird nicht produziert.

Als Master Distiller fungiert Iain Miller, ein Urgestein aus der Speyside. Die Whiskys im Shop in Lerwick geben einen Eindruck, wie die künftigen Scotchs schmecken sollen. Außerdem soll es bald auch Gin geben.

Elizabeth schickt mich dann zur Lodberrie, die wohl interessanteste Hafenfront in Lerwick.

Ich beende den Tag mit der Runde um das Knab von Lerwick, ehe ich für den Abend einchecke. Morgen geht es wieder früh raus. Diesmal fahre ich ganz in den Norden auf die Insel Unst, wo die Wikinger wohnen.