Buckelwal schwimmt vor Wismar - Experten haben sich kurz vorher ein Bild über die Lage gemacht

Der Buckelwal, der seit mehreren Tagen vor der Küste von Wismar beobachtet wird, hat sich am Montagabend (30.03.2026) wieder deutlich bewegt und ist aus seiner zuvor schwierigen Lage herausgekommen. Gegen 20:30 Uhr begann das Tier aktiv zu schwimmen und bewegt sich seitdem wieder in verschiedene Richtungen in den Küstengewässern.
Zuvor hatten Fachleute des Deutsches Meeresmuseum gemeinsam mit Teams von Greenpeace und Sea Shepherd versucht, den Wal durch gezielte Maßnahmen zur Bewegung zu animieren. Diese Versuche waren erfolgreich: Nach einer Ruhephase konnte das Tier offenbar neue Kraft sammeln und reagierte auf die Impulse durch das Begleitboot.

Dr. Till Backhaus erklärte, dass sich die Ruhe für den Wal ausgezahlt habe. Allerdings sei er zunächst in Richtung Hafen geschwommen, was als ungünstig eingeschätzt wurde. Gleichzeitig betonte er, dass der Wal zwar geschwächt, aber auf einem guten Weg sei und sich nun selbst helfen müsse.
Auch der Meeresforscher Burkard Baschek berichtete von intensiven Abstimmungen mit internationalen Expertinnen und Experten. Diese hätten empfohlen, den Wal gezielt durch Reize zu aktivieren, um seine Bewegungsfähigkeit zu unterstützen.
Von Greenpeace wurde zusätzlich erklärt, dass Einsatzkräfte gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei daran arbeiten, den Wal von Hafenbereichen fernzuhalten und seine Route zu begleiten. Sandra Schöttner betonte dabei, dass der eingeschlagene Weg ein wichtiger erster Schritt sei.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Zustand des Tieres unklar. Der Wal zeigt zwar weiterhin Lebenszeichen und ist aktiv, gilt aber noch als angeschlagen. Die Situation wird deshalb weiterhin genau beobachtet, um bei Bedarf erneut eingreifen zu können.