Hunderte Flugausfälle täglich erwartet - Flüge in den Nahen Osten ausgenommen - Sonderflugplan soll Hälfte aller Flüge ermöglichen
Seit den frühen Morgenstunden des Donnerstags (12.03.2026) sorgt ein großflächiger Pilotenstreik am Frankfurter Flughafen für erhebliche Beeinträchtigungen im Flugplan der Lufthansa. Die von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit initiierte Arbeitsniederlegung betrifft neben der Kernflotte auch die Frachtsparte Lufthansa Cargo sowie die Tochtergesellschaft CityLine. Deutschlandweit führt der Ausstand zu etwa 300 Flugabsagen täglich, wobei das Frankfurter Drehkreuz als zentraler Knotenpunkt besonders massiv von den Streichungen betroffen ist. Um die Auswirkungen abzufedern, setzt die Fluggesellschaft einen Notfallflugplan ein, der es ermöglicht, etwa die Hälfte aller Verbindungen und rund 60% der Langstreckenflüge durchzuführen.

Anlass für den zweitägigen Streik sind die stagnierenden Tarifgespräche, in denen es vorrangig um Gehaltsanpassungen und die Ausgestaltung der Altersvorsorge geht. Während humanitäre Flüge in den Nahen Osten gezielt vom Streik ausgenommen wurden, müssen Passagiere auf allen übrigen Routen mit langen Wartezeiten oder Totalausfällen rechnen. Die Airline rät dringend dazu, den Flugstatus digital zu überwachen und innerhalb Deutschlands verstärkt auf die Schiene auszuweichen. Es wird erwartet, dass der Ausnahmezustand bis Freitagabend anhält und ab Samstag wieder ein geregelter Flugbetrieb aufgenommen werden kann.