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SUPERSUCKERS

Der Goldtopf am Ende des Rock’n’Roll-Regenbogens

Bandmitglieder von SUPERSUCKERS
Foto: Harmony Gerber

Ox-Interview von Wolfram Hanke

Vor zehn Jahren ist Eddie Spaghetti dem Tod gerade noch von der Schippe gesprungen. Beim SUPERSUCKERS-Frontmann wurde damals Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Operation, Bestrahlung, volles Programm. Alles ohne Krankenversicherung. Zum Glück hat der Sänger und Bassist überlebt. Und sobald es ging, ist das Power-Trio wieder auf die Straße gegangen, zusammen mit Gitarrist Marty Chandler und Drummer Chris von Streicher. Noch immer bezeichnen sich die SUPERSUCKERS ganz unbescheiden als „Greatest Rock’n’Roll Band in the World“ und bei ihrem neuen, zwölften Album haben die Outlaw-Country-Garage-Punks damit nicht ganz unrecht. Denn „Liquor, Women, Drugs & Killing“ gehört zu den besten Platten, die sie seit 1988 veröffentlicht haben. Im Interview erzählt Eddie Spaghetti, warum die Platte so gut geworden ist.

Das neue Album habt ihr „Liquor, Women, Drugs & Killing“ getauft. Klingt wie die Essenz der SUPERSUCKERS. Na ja, bis aufs Töten vielleicht.

Haha! Alle guten Filme behandeln diese vier Themen. Also haben wir beschlossen, darüber eine Platte zu machen. Um ehrlich zu sein, passt der Albumtitel nicht wirklich zu den Songs, denke ich. Es ist einfach ein guter Name für eine SUPERSUCKERS-Platte. Ein für diese Songs angemessener Titel wäre wahrscheinlich „Nörgeln und Beschweren“ oder „Stöhnen und Jammern“ gewesen. Weil wir uns in jedem Song eigentlich über irgendetwas beklagen, haha.

Der Sound ist auch wie die Essenz der SUPERSUCKERS, diese Mischung aus Rock’n’Roll, Punk, Twang und Country. Was war der Plan?

Wir wollten einfach richtig gute Songs schreiben. So lautet immer unser Plan, daran ändert sich eigentlich nichts. Das ist unser Ding. Das ist das, woran ich in diesem ganzen Rock’n’Roll-Zirkus wirklich Freude habe. Als ich diese Band gegründet habe, dachte ich nicht, dass wir 40 Jahre lang in irgendwelchen beschissenen Bars auftreten würden. Ich hatte damit gerechnet, dass wir irgendeine Art von Erfolg haben würden. Das ist aber nie passiert. Aber ich mache das alles immer noch gerne. Ich schreibe gerne Songs und ich habe das Gefühl, dass ich langsam besser werde. Und ich finde auch, dass die Band immer besser klingt. Dieses Album ist in meinen Augen richtig gut geworden und klingt super. Man hört sehr deutlich, dass die Musik von uns drei Jungs gespielt wird. Das ist wirklich cool.

Warum sind die SUPERSUCKERS nie größer geworden? Immerhin seid ihr seit über 40 Jahren im Geschäft.

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