Liebe Reiterinnen, liebe Reiter,
Frust im Reiten ist ein merkwürdiges Phänomen: Meist schleicht er sich leise und fies an.
Er sitzt zum Beispiel in diesem Gedanken: „Eigentlich müsste es doch inzwischen besser gehen.“
Und an dieser Stelle lohnt es sich, kurz innezuhalten.
In der klassischen Reitlehre gilt ein einfacher, oft vergessener Zusammenhang:
👉 Frust entsteht dort, wo Erwartung schneller ist als Entwicklung.
Nicht, weil jemand zu wenig übt, sondern weil zwei Zeitskalen durcheinandergeraten:
die menschliche (planend, zielorientiert, gern ungeduldig)
die pferdische (körperlich, lernend, nicht verhandelbar)
Das Pferd kennt kein „Jetzt sind wir aber mal dran“. Es kennt nur: „Kann ich das gerade – körperlich und geistig – oder noch nicht?“
Wird dieser Unterschied übergangen, entsteht Spannung, aus der dann – auf beiden Seiten – Frust entsteht.
Darum geht es im neuen Podcast
🎧 Lust statt Frust – vom Umgang mit der Unzufriedenheit
In dieser Folge sprechen wir darüber,
warum Frust kein Zeichen von Scheitern ist
weshalb er oft bei sehr engagierten Reitern auftaucht
und wie man ihn als Hinweis nutzen kann, statt gegen ihn anzukämpfen
Ohne Durchhalteparolen oder „Da musst du halt durch“. Frust verliert erstaunlich viel Macht, wenn man seine Entstehung versteht.
Für alle, die tiefer schauen wollen
Im Mitgliederbereich greifen wir im Lauf des Februars das Thema als Ausbildungsfrage weiter auf:
Wo kippt Anspruch in Überforderung?
Woran erkennt man frühe Frustsignale?
Und wie kommt man zurück zu Klarheit im System Mensch–Pferd?
👉 Hier geht’s zur Takt & Talk Reitakademie auf Steady:
https://steady.page/de/podcast-mit-dem-pferd/posts (Opens in a new window)
(Transparenzhinweis aus der Praxis: Mobil läuft das Portal Steady aktuell am stabilsten über den Browser. Die App arbeitet noch an ihrer eigenen inneren Balance 😉.)
🎙 Der neue Podcast „Lust statt Frust“ ist online ab dem 5. Februar – überall, wo es Podcasts gibt.
Wir wünschen gute Gedanken beim Hören und ein bisschen Nachsicht – mit dem Pferd und mit sich selbst.
Herzliche Grüße
Dido & Christoph