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Die Initialzündung für mich war der Afrika-Cup 1992 im Senegal!

Es ist Mittwoch, der 3. Juni 2026, und du liest den STOFFKUNDE-Trikot-Sondernewsletter zu meinem Trikot-Podcast. Gast in meiner letzten Interviewfolge der ersten Staffel ist der Afrika-Experte Daniel Haas. (Opens in a new window)

Daniel kennt ihr bereits aus vergangenen Ausgaben der STOFFKUNDE. Immer wenn es um das Thema Afrika, den Nahen Osten oder Asien geht im Bereich Trikots, kann ich auf seine Unterstützung zurückgreifen. Auch bei meinem ersten Buch „Bundesliga-Trikots“ hat er mir mit Trikots von Eintracht Braunschweig, dem Klub seiner Heimatstadt, zur Verfügung gestanden.

Im Podcast heute dreht sich jedoch alles um das Thema Afrika, auch mit Hinblick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft.

Seine Faszination für das Thema Afrika-Cup begann eher durch Zufall Anfang der Neunzigerjahre vorm Fernseher.

Die Initialzündung, der Startpunkt für mich war der Afrika Cup 1992 im Senegal, der im Januar da stattgefunden hat. Ich hatte da meinen eigenen ersten Fernseher zu dem damaligen Zeitpunkt, den hatte ich mir im Vorjahr von meinem Konfirmationsgeld gekauft und hatte den in meinem Zimmer stehen. Ich bin dann beim Durchzappen einfach da hängen geblieben. Damals gab es einen Sender namens Sportkanal, der den Afrika-Cup live übertragen hat. Ich war von Anbeginn fasziniert von der ganzen Szenerie, von den Eindrücken, von der Euphorie. Ich hatte so ein Spiel live noch nie gesehen von der Atmosphäre her. Ich kannte Bundesligaspiele natürlich, das war aber nicht vergleichbar. Da war von der Geräuschkulisse her alleine dieses, und werde es immer in meinem Gedächtnis behalten, dieses dumpfe Trommeln 90 Minuten ununterbrochen während jedes Spiels. Du hast immer diese akustische Begleitung im Hintergrund gehabt und relativ schnell war ich dann auch drin einfach zu sagen ich habe jetzt da ein Live-Spiel geguckt, ich gucke jetzt einfach alle weiteren auch.

Sich damit zu beschäftigen, was die Teams so tragen, kam erst ein wenig später bei den weiteren Afrika-Cups. Beim Afrika-Cup 1992 gab es noch eine extreme Adidas-Dominanz.

Elf von zwölf Teams spielten in Adidas. Die einzige Ausnahme beim 92er Afrika Cup war tatsächlich Kenia. Die haben in Trikots von einem Hersteller namens Orbit Sports gespielt. Aber selbst dieses Trikot hatte dann auf skurrile Art und Weise doch auch wieder ein Adidas-Bezug, denn das Trikot war eine 1 zu 1 Kopie des ikonischen Deutschland-Trikot von der WM 1990 in Italien. Kenia hatte das natürlich mit den Farben schwarz rot grün in den berühmten Zacken. Schon beim beim nächsten Afrika Cup 1994 in Tunesien war das nicht mehr so diese nahezu hundertprozentige Adidas-Dominanz, weil schon da kamen plötzlich andere Hersteller auf die Bildfläche.

Mit dem Sammeln angefangen hat Daniel jedoch erst viele, viele Jahre später.

Zwischen dem generellen Beginn des Interesses 1992 und dann einem wirklich nachweisbar ersten Afrika Cup Matchborn Trikot, was eigentlich erst ins Jahr 2017 zurückgeht, liegt eine sehr lange Zeit. Davor hatte ich gar keins. Für viele mag das vielleicht komisch anmuten, weil man wahrscheinlich sagen würde, naja, der muss doch irgendwie schon seit Jahrzehnten da Trikots haben und so. Ne, das ist tatsächlich erst neun Jahre her.

Tijani Babangida, seines Zeichens ehemaliger Nigerianischer Nationalspieler, teilgenommen am Afrika Cup 2000 in Ghana und Nigeria und 2002 in Mali, hat seine private oder Teile seiner privaten Sammlung über Classic Football shirts verkauft und da bin ich im Prinzip ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde wenn man so will, an zertifizierte, nachweisbare, aus wasserdichter Quelle stammender Matchborn Trikots des Afrika Cups Feld gekommen.

Mittlerweile befinden sich um die 100 Trikots in seinem Besitz. Und seine Trikot-Expertise hat er sich auch erst in den letzten zehn Jahren richtig angeeignet.

Also ich wusste viel in der Theorie, aber es ist natürlich unschätzbar wertvoll sprichwörtlich am Stoff sich die Expertise zu holen. Man kann zum Beispiel viel in der Theorie über Ausrüster recherchieren anhand von Fotos und so weiter aber so ein original Trikot in der Hand zu halten, das ist eine ganz andere Dimension, weil du findest dort Details die du auf Fotos, egal wie hochauflösend oder wie gestochen scharf sie noch sein mögen, nicht findest.

Daniel teilt dieselbe Leidenschaft wie ich, sich auch für die Ausrüster der Trikots zu interessieren. Und in Afrika kam es in der Vergangenheit sehr häufig vor, dass Mannschaften mitten im Turnier den Ausrüster wechselten.

Gerade die Afrika Cups der 90er Jahre bis in die frühen Nullerjahre hinein haben immer mindestens ein, wenn nicht zwei Beispiele an Ländern, die in unterschiedlichen Spielen mit unterschiedlichen Ausrüstern gespielt haben. Was zum Beispiel von einer Euro im Vergleich unvorstellbar wäre, dass ein europäisches Land dort im ersten Vorrundspiel mit Ausrüster A spielt und im zweiten Vorrundspiel plötzlich mit einem anderen Trikot von anderen Ausrüster aufläuft.

Doch die großen afrikanischen Fußball-Nationen haben mittlerweile lange Verbindungen zu Ausrüstern wie Adidas oder Puma.

Bleiben wir beim Thema Puma. Die haben lange Kontinuitäten mit afrikanischen Nationalmannschaften. Neben Ägypten natürlich Ghana und die Elfenbeinküste. Das sind Puma-Dauervertreter, die spielen beide seit 2005 in Puma. Lange Zeit war das gefühlte Verständnis, dass Kamerun das Flaggschiff von Puma in Afrika ist. Doch diese Partnerschaft ist nun auch schon seit dem Jahr 2018 beendet. Still und klammheimlich sind mittlerweile die Elfenbeinküste und Ghana länger mit Puma unterwegs als Kamerun. Wenn man jetzt hier noch mal ein, zwei Jahre drauf packt bei beiden, dann haben die Kamerun ganz locker überholt.

Und wir sprachen natürlich auch über die bevorstehende WM, bei der mit Kap Verde bei den Teams und Capelli Sport bei den Ausrüstern jeweils ein Neuling die große Bühne betreten wird.

Kap Verdde hat einen stetigen fußballerischen Aufschwung genommen. Die haben sich 2013 in Südafrika erstmalig überhaupt für den Afrika Cup qualifiziert und sind auf Anhieb bis ins Viertelfinale gekommen. Dann haben sie in den Folgejahren immer wieder beim Afrika Cup gespielt. Der logische Schritt ist jetzt diese erste WM Teilnahme. Es ist zudem eine Premiere auch für den Ausrüster von Kap Verde: Capelli Sport.

Beim Stichwort Capelli wird vielleicht gerade beim einen oder anderen hier in Deutschland es klingeln, denn Capelli ist durchaus in deutschem Fußball eine feste Größe, wenn auch nicht in der ersten und auch zweiten Bundesliga. Sie haben extrem viele Dritt- und Viertligisten unter Vertrag. Capelli hatte oder hat ein weiteres Betätigungsfeld zudem in der Karibik. Dort statten sie sehr viele karibische Nationalmannschaften aus. Trinidad und Tobago, St. Kids and Nevis, St. Lucia, Grenada, wie sie alle heißen, haben irgendwann alle mal zum Zeitpunkt X mit Capelli gespielt oder tun es noch.

Daniel hat keinen eigenen Instagram-Kanal oder eigene Website. Von daher ist dieser Podcast-Auftritt neben seiner Unterstützung für meine Artikel ein eher seltener öffentlicher Auftritt. Wenn ihr interessante Trikots habt, die ihr ihm anbieten wollt, dann schreibt mir gerne eine Mail, ich leite sie an Daniel weiter.

Im Newsletter vom Dezember 2025 habe ich zum Beispiel eine Trikotgeschichte zum Afrika-Cup wiederveröffentlicht, die so auch schon im Zeitspiel-Magazin vor vier Jahren erschienen ist.

https://steady.page/de/stoffkunde/posts/1d442a0d-67e9-43a7-a184-defff3cbd02e (Opens in a new window)

Zudem wird im kommenden Zeitspiel-Magazin (Opens in a new window) im Juni/Juli eine Kolumne mit Trikots von Daniel enthalten sein. Dann jedoch von Saudi-Arabien, Katar und Südkorea. Ein weiteres Trikot-Interessengebiet, das Daniel sich in den letzten Jahren angeeignet hat.

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Auf der Plattform Hyfe gibt es ebenfalls zahlreiche Sammler, die Trikots von afrikanischen Nationalmannschaften präsentieren.

https://app.hyfe.digital/item/namibiagoalkeeper2024 (Opens in a new window)https://app.hyfe.digital/item/nigeria_home_2022 (Opens in a new window)https://app.hyfe.digital/item/uganda_home_2001 (Opens in a new window)

Und das könnt ihr auch. Meldet euch noch heute bei Hyfe (Opens in a new window) an, und stellt eure Sammlung online und tauscht euch mit anderen Sammlern aus.

Über 400 Trikotsammler sind dort schon registriert und haben über 6.000 Trikots hochgeladen. Speziell für Sammler, die den Aufwand der Erstellung einer eigenen Website scheuen oder sich auf Social Media nicht wohlfühlen, ist Hyfe eine spannende Alternative. Und für alle anderen, die überall präsent sein wollen, sowieso.

In der letzten Woche hatte ich Chris und Gunnar von Hyfe als Gäste im Podcast. (Opens in a new window) Nach der Folge heute mit Daniel hört im Anschluss gleich mit rein und ihr erfahrt alles zu dieser Trikot-Community-Plattform, was ihr wissen wollt.

Das war die letzte Interviewfolge der 1. Staffel vom STOFFKUNDE-Trikot-Podcast. Am Montag erscheint der letzte reguläre wöchentliche Newsletter vor der Sommerpause. Eventuell spreche ich zusätzlich noch in einer Einzel-Podcastfolge zu euch. Mit einem kleinen Rückblick auf das erste STOFFKUNDE-Jahr und einem kurzen, noch recht ungewissen Blick in die Zukunft.

Bis nächste Woche
Herzlichst, euer Steve

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