
Liebe Leser*innen,
was haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen? Öfter das Auto zu nehmen? Während der Fahrt wieder mehr in den Rückspiegel zu schauen? Höchstens ein Mal im Monat Fahrerflucht zu begehen?
Was Sie sich für dieses Wochenende vorgenommen haben, ist klar: In die Stadt zu fahren (mit dem Auto), um die Weihnachtsgeschenke umzutauschen und sich von dem Geld Center Shocks und Benzin zu kaufen. Einer, dem diese nervige Fahrerei erspart bleibt, ist Friedrich Merz, der mit seinen Presenten mehr als zufrieden ist:

Vielleicht verbringen Sie den heutigen Tag auch damit, Myrrhe und Tannenzweige zu verbrennen und den Rauch in jede Ecke Ihres Hauses zu pusten. Dann sind unsere Powersätze für die Raunächte genau das Richtige für Sie:

»Haben wir noch Alkohol?«
»Was sind eigentlich die ›Raunächte‹?«
»Mmh, jetzt was Süßes!«
»Schön, dass die ganze Familie an Weihnachten mal wieder zusammengekommen ist!«
»Bei den vielen neuen Büchern kann ich mich gar nicht entscheiden, welches ich zuerst lesen möchte ... Was kommt denn gerade bei Netflix!?«
»Ich bin schon sooo gespannt auf die politischen Debatten 2026!«
»Wir hätten den Kindern diese Hundewelpen nicht schenken sollen!«
»Ein Jahr voller gehaltener guter Vorsätze neigt sich dem Ende zu. Diese Spritze Heroin habe ich mir jetzt verdient!«
»Prösterchen!«
Kleiner Tipp unseres Redaktionsschamanen: Wenn Sie dieses Wochenende besonders viele vierblättrige Kleeblätter, Geldscheine und Ferkel anzünden, wird das Jahr 2026 garantiert das glücklichste Ihres Lebens – riecht allerdings stark nach angesengten Schweineborsten. Oder Sie nehmen sich ein Vorbild an Putin und versuchen, Ihr Glück auf anderem Wege zu finden:

Besonders viel Glück hatte diese Woche Johannes H., der beim TITANIC-Wochenrückblick-Gewinnspiel gewonnen hat. Kolumnist Torsten Gaitzsch gratuliert mit einer personalisierten Kolumne!

Heute: Die personalisierte Tasse, d. i.: die Christmas-Aktions-Auswertungs-Kolumne, enthaltend acht Wunschbegriffe, eingereicht von Johannes H., der im Rahmen des Gewinnspiels vom 19. Dezember Waren im Wert von 41,50 Euro im TITANIC-Shop bestellt hat. (Die Wunschwörter sind die fett gedruckten.)
Was genau das »Gesetz der Anziehung« besagt, weiß ich nicht, aber ich glaube, in Bezug auf Örtlichkeiten, Orte und Ortschaften (Hausaufgabe: die Bedeutungsunterschiede zwischen diesen drei Worten Wortschaften Wörtern herausarbeiten) greift dieses Gesetz öfter, als uns lieb ist. Während einige Gegenden in der Bundesrepublik für mich wohl auf ewig weiße Flecken bleiben werden, etwa die Altmark oder der Jadebusen, zieht’s mich in letzter Zeit ständig nach München, ohne dass ich diesbezüglich nachhelfen würde. Eine Zeitlang war ich wiederholt in Köln, und mehrere Jahre bin ich fernbeziehungshalber nach Berlin gependelt. Warum ich gerade gegen letztgenannte zwei Metropolen eine herzhafte Abneigung gepflegt hatte, wurde mir nach und nach klar: Nicht irgendwelche Raumbezüge sind daran schuld, sondern Zuzüge, i. e. die Menschen, die dorthin gezogen sind. Berlin und Köln haben durchaus ihre schönen Seiten, diese werden mir aber dadurch vergällt, dass sich jeder Hanswurst was darauf einbildet. (Leipzig ist in dieser Hinsicht noch eine Stufe unerträglicher.)
Allen größeren Städten ist gemein, dass sie sich mindestens ein sehenswertes Museum halten. Nachdem ich die Münchner Pinakotheken bereits mit Gewinn durchschritten habe, hoffe ich, nächstes Jahr endlich die Glyptothek zu besuchen. Zu danken ist den überregionalen Tageszeitungen dafür, dass sie regelmäßig über Sonderausstellungen in Deutschland und darüber hinaus informieren. Auf diese Weise habe ich schon etliche kuriose Häuser kennengelernt. Wussten Sie, dass es im sächsischen Döbeln ein Museum für Gerüstbau gibt? In Feucht bei Nürnberg steht das Museum und Archiv für Raumfahrtgeschichte, mit Raumanzügen und anderen astronautischen Devotionalien.
Hört man den Ortsnamen Feucht, denkt man wohl nicht zuerst an die Erkundung des Weltalls. Aber woran denkt man? Bekanntlich wurde das englische Pendant zu »feucht«, moist, zum hässlichsten Wort der englischen Sprache gewählt. Das arme Wort! »Feucht« erscheint mir relativ neutral und ist allemal harmloser als Schnarchvokabeln wie Aufhebungsvertrag oder Werttheorie. Was soll das überhaupt sein?
Verabschiedet sich und wünscht einen gut informierten Jahresanfang:
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