
Bettina und ich starten ein neues Projekt: Agent Mensch. Das ist ein Video- und Audio-Podcast, plus Newsletter und Reflexionsbogen. Unsere Intention: wir wollen unsere sehr persönliche Beziehung zu künstlicher Intelligenz erforschen und ihre Auswirkungen auf unsere Welt und Gesellschaft beleuchten. Nicht als Technologie-Expertinnen, sondern als vielseitig interessierte und engagierte Menschen.
Die passende Video-Podcast-Folge zu diesem Newsletter findest du hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Aber wieso wollen wir uns überhaupt mit KI beschäftigen?
Warum starten wir jetzt ein eigenes Projekt zum Thema KI?
Nun, wir stecken mitten in einer großen technologischen Wende. Seit über zwei Jahren ist KI plötzlich (mal wieder) in aller Munde: große Teile der Weltbevölkerung nutzen die Sprachmodelle und Anwendungen, die unter den Begriff "künstliche Intelligenz" fallen. Wir werden in einer späteren Folge den Begriff an sich mal auseinander nehmen. Aber für den Augenblick gehen wir davon aus, dass Du weisst, was wir damit meinen, nämlich Systeme, die Aufgaben ausführen, für die normalerweise menschliches Denken oder Lernen erforderlich ist – etwa Wahrnehmen, Verstehen, Entscheiden oder Problemlösen. KI basiert auf Daten, Algorithmen und Rechenleistung, um Muster zu erkennen und daraus eigenständig Schlüsse zu ziehen oder Handlungen vorzuschlagen. Je nach System kann KI einfache Routinen automatisieren oder komplexe, kreative und strategische Entscheidungen simulieren. Die bekanntesten Anwendungen sind heute große Sprachmodelle wie ChatGPT, Anthropic, Perplexity, Gemini, Copilot oder Mistral.
Wir sehen ein schnelles Wachstum: Im November 2025 nutzten mehr als 10% der Weltbevölkerung ChatGPT. Vor einem Jahr waren es erst 4%. In China hat sich die Nutzung sogar innerhalb der letzten 6 Monate verdoppelt. Die Nutzung ist jedoch sehr ungleich verteilt: in wohlhabenden Ländern verwenden um die 24% der Internetnutzer KI Tools, während es in ärmeren Ländern deutlich weniger sind. (Quellen: Business Insider (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), DataReportal – Global Digital Insights (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)). Ende 2025 sind schon mehr als 50% der Internetinhalte KI-generiert. Prognosen sehen diesen Anteil auf 90% steigen. Diese Tage stieg der KI-Chiphersteller Nvidia mit 5 Billionen USD zur wertvollsten Firma der Welt auf. Gefühlt werden gerade alle Lebensbereiche von der neuen Technologiewelle auf den Kopf gestellt; sei es die Wirtschaft und Arbeitswelt, Politik, Bildung oder unser Beziehungs- und Liebesleben.
Stark von einander abweichende Szenarien - große Orientierungslosigkeit
Aber welchen Einfluss diese neuen Technologien wirklich auf unsere Welt haben werden, da sind sich die Experten vollkommen uneinig. Es herrscht die allgemeine große Verunsicherung und selbst erfahrene Tech-Unternehmer gestehen sich ein, dass sie weitgehend Orientierungslos sind. Es kursieren einfach zu viele unterschiedliche Szenarien.
Ein Artikel im New Yorker im Frühjahr 20256 - Two Paths for AI (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) - von Joshua Rothman fasste diese Bandbreite sehr gut zusammengefasst. Der Autor beschrieb seine eigene Hilflosigkeit in Bezug auf die extrem unterschiedlichen Prognosen die herausragende Experten abgeben. Darunter das Paper AI 2027 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Daniel Kokotajlo et al auf der einen Seite und AI as normal Technology (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Arvind Narajanan und Sayash Kapoor auf der anderen. AI 2027 prognostiziert, dass wir, wenn sich aktuelle Trends fortsetzen, bis ca. 2027 KI-Systeme haben, die schlauer, schneller und strategischer sind als Menschen – und zwar nicht nur in einzelnen Tasks, sondern in Forschung, Wissenschaft, Politikgestaltung, Manipulation usw. Diese Systeme könnten sich dann selbst verbessern, Macht akkumulieren und menschliche Institutionen aushebeln, sodass wir faktisch die Kontrolle über die Zukunft verlieren (inkl. Risiko, dass der Mensch dabei zur Nebenrolle oder zur aussterbenden Spezies wird). Ganz anders AI as normal Technology. Dessen Autoren sehen in KI keine sprunghafte, unkontrollierbare Superintelligenz, sondern eine Technologie, die sich – trotz ihrer Wucht – in die historische Abfolge transformativer, aber beherrschbarer Technologien einreiht. Wie Elektrizität oder das Internet wird sie unser Leben stark verändern, aber innerhalb bestehender sozialer, rechtlicher und ökonomischer Strukturen integriert bleiben – kontrollierbar, regulierbar und vom Menschen gestaltbar.
Neben diesen sehr unterschiedlichen Prognosen findet die meiste Berichterstattung über KIi und ihre realen oder möglichen Auswirkungen in einem für uns sehr unbefriedigenden Rahmen statt. Wenn ich mir beispielsweise den Podcast A16Z (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)des (zu Trump übergelaufenen) Wagniskapitalgebers Andreesen Horowitz anhöre, in dem illustre Gäste die Auswirkungen von Technologie auf verschiedenste Wirtschaftsbranchen, Kultur und die Zukunft in typischer Silicon Valley Manier diskutieren, bin ich regelmäßig frustriert. Hier dominiert nicht nur eine extrem Amerika-zentrische Perspektive, die alle anderen Kontinente ausblendet und voller Hybris und ohne jede Selbstkritik die eigenen Innovationen feiert. Für eine Kultur- und Sozialwissenschaflerin ist es auch schmerzhaft mitzubekommen, wie eindimensional und deterministisch über den Einfluss von Technologie gesprochen wird. Als Hörerin ist es interessant, dass sehr funktionale und mechanische Menschen- und Weltbild der meisten Tech-Macher auf sich wirken zu lassen und sich vorzustellen, wie dieses in die weltweit genutzten Technologien, in Plattformen und Anwendungen einfliesst und beeinflusst.
Genau solche Fragen interessieren uns: welche Vorstellung vom Menschen, von Arbeit und Freundschaft, von Zugehörigkeit und Agency, von Sinnhaftigkeit und Subjektivität fließen in diese neuen Technologien ein? Aber auch: Wie erfahren wir persönlich diese Werkzeuge, die die wenigstens von uns selbst bauen, aber sehr viele konsumieren? Was bedeutet die gegenwärtige Innovationswelle für mich und mein Leben? Wie kann, will und soll ich damit umgehen? Wir fordern Dich in dieser gehetzten, schnelllebigen Zeit dazu auf, Dein Leben etwas zu verlangsamen und gemeinsam mit uns zu erspüren, was um uns herum und in uns gerade geschieht. Wie kommen bei KI äußere Transformation und innere Transformation zusammen?
Also werfen wir den Blick gemeinsam auf unsere eigene, sehr persönliche Beziehung zum gegenwärtigen Wandel. Wohlwissend, dass diese Beziehung in mancherlei Hinsicht kollektiv ist und uns vor ähnliche Herausforderungen stellt. Zugleich aber auch darauf achtend, dass jede(r) von uns seine eigene Beziehung zum technologisch induzierten Wandel hat und unsere Perspektiven und Antworten unterschiedlich aussehen werden.
Neben diesem "nahe ran gehen", laden wir dich auch dazu ein, KI aus der Vogelperspektive zu betrachten. Uns interessiert, welche Rolle der technologische Wandel in Bezug auf Fragen unserer Identität und unseres Weltverständnisses spielt. Wie verändert sich unser Sicherheitsgefühl und unser Selbstausdruck, ja sogar unsere Definition von und unser Selbstverständnis als Menschen in einer Welt, die wir mit anderen "intelligenten" Wesen oder Maschinen teilen?
Diese Art von grundlegenden Veränderungen der Lebensbedingungen aber auch des Verständnisses über die Welt wird oft als Paradigmenwechsel (Kuhn) beschrieben. Dazu zählen solche Epochen wie der Übergang vom nomadischen Leben zum Ackerbau, die Zeit der Reformation und Aufklärung oder die Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert. Auf der Basis dieses Vergleichs fällt es leichter zu verstehen, in welcher Qualität von Umbruch wir uns (vielleicht?) gerade befinden.
Vergleich: vor und nach der Industrialisierung
Die Industrialisierung veränderte das Lebensgefühl der Menschen tiefgreifend – kaum ein Bauer von 1820 hätte die Welt von 1920 wiedererkannt. Aus bäuerlicher, lokal eingebetteter Existenz wurde eine zunehmend ausdifferenzierte Arbeitswelt, in der der Mensch als Fabrikarbeiter und ökonomisches Subjekt agierte.
Identität entstand nicht mehr aus Herkunft, Stand, Religion oder Gemeinschaft, sondern aus Lohnarbeit, Beruf und individueller Leistung; soziale Mobilität und Urbanisierung prägten ein neues Selbstverständnis. Das zyklische, naturverbundene Leben wich einem linear beschleunigten Zeitgefühl: Arbeitstakte, Fabrikglocken und Weltzeit ersetzten die Rhythmen der Landwirtschaft. Werte wie Pflicht, Frömmigkeit und Ehre wandelten sich zu Fleiß, Effizienz und Nützlichkeit; ökonomischer Erfolg wurde – wie Max Weber zeigte – moralisch aufgeladen.
Doch mit der Entwurzelung und der Trennung von Familie und Dorfgemeinschaft wuchs auch die existenzielle Unsicherheit: Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Unfall wurden zu individuellen Risiken, aus deren Erfahrung später der Sozialstaat entstand. Das Menschenbild selbst verschob sich – vom Geschöpf Gottes hin zum Ingenieur der Natur, die zum Objekt und Rohstoff wurde; der Körper zum Produktionsmittel, das Entfremdung erzeugte.
Zugleich bedeutete diese Epoche aber auch eine Befreiung von alten Zwängen: von Standesgrenzen, religiöser Kontrolle, sozialer Starre. Neue Formen von Gemeinschaft – etwa Klassenbewusstsein – und ein reicherer Ausdruck individueller Identität durch Konsum, Kultur und Politik entstanden. Die Industrialisierung war damit zugleich Versprechen und Bedrohung: ein Zeitalter zwischen Utopie und Dystopie, zwischen Selbstermächtigung und Verlust an Verbundenheit.
Die Zukunft ist offen
Wenn es stimmt, was viele Beobachter vermuten, dass wir heute an einer vergleichbaren Schwelle stehen, dann ist es wichtig, nicht seine eigenen Vorstellungen und Wünsche, bzw. seine eigenen Ängste und Schatten auf die Zukunft zu projizieren. Wir selbst waren in der Vergangenheit öfter verführt, unsere eigenen Visionen als "neu entstehendes Paradigma" zu präsentieren. So widmeten wir in Die Entfaltete Organisation (2023) ein ganzes Kapitel einem Umbruch von einem mechanistischen, ausbeutenden industriellen Paradigma hin zu einem Weltbild, welches Potentialentfaltung, Wirtschaften in planetarischen Grenzen, mehr Teilhabe und Inklusion im Kern trägt. Heute, nur wenige Jahre später, erscheint es uns unwahrscheinlich, die Richtung des Wandels entlang solcher hoffnungsvoller Parameter zu beschreiben. Stattdessen leben wir in einer Welt, die der Wirtschaft und Politik das Maschinelle, Entkörperte, Gierige, Mächtige immer mehr feiern. In der Nachhaltigkeit und Menschenrechte nur auf den hintersten Bänken eine Rolle spielen. In neokonservativen Kreisen wird gerade die Aufhebung der Grenzziehung zwischen Staat und Kirche in Frage gestellt, die Vorzüge von geschlossenen Grenzen debattiert und ein selbst-interessierter krasser Nationalismus propagiert. Deshalb erscheint es uns naiv an eine gesellschaftliche Entwicklung entlang der universalistischen Werte zu glauben, die Aktivismus und Engagement bis in die Mitte der 2010er Jahre geprägt haben. Wir sind stattdessen offen, uns auch mit ganz anderen Szenarien und Entwicklungen auseinander zu setzen.

Meine (Joana) Motivation mir das Thema KI genauer anzusehen, hat auch viel mit meinem persönlichen beruflichen Werdegang zu tun. Vor einigen Monaten teilte ich in einem Blogpost anlässlich einer Konferenz über "KI fürs Gute" (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), die Erkenntnis, dass ich in den letzten 18 Jahren einen wunderschönen Garten in Form von digitalen Gemeinwohl-orientierten Anwendungen gepflegt habe, während hinter mir eine Abrissbirne Fahrt aufnahm und Leben, Freiheiten und Wählmöglichkeiten durch den Plattform-Monopolismus maßgeblich eingeschränkt wurden und wir uns heute in einer Welt wiederfinden, in der die einstigen Counterculture Innovatoren des Silicon Valleys Trumps Faschismus huldigen und im Schulterschluss mit einem zunehmend autokratischen Regime ihre eigene Macht zementieren und ihre Egos aufblasen. In Bezug auf KI möchte ich nicht zu einem naiven, potentialorientierten Diskurs beitragen, der von den Gefahren ablenkt und uns betäubt.
Was sind unsere Perspektiven, Nutzungen und Grundannahmen?
Wir starten als ziemlich "normale" KI Nutzer und nehmen Dich mit auf unsere Forschungsreise. Bettina und ich benutzen Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Le Chat hauptsächlich für unsere beruflichen Recherchen, aber auch für viel Alltagskram, wie dafür Gebrauchsanweisungen besser zu verstehen, Dinge zu reparieren oder die viele Life-Admin zu erleichtern. Ich verwende zudem noch ein paar Werkzeuge, die meine Produktivität steigern, wie Krisp, das mir hilft Meetingnotizen, inklusive Erledigungslisten zu erstellen. ich mache die meisten unserer Illustrationen mit Hilfe von Midjourney (und habe dazu hier einen Blogpost (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)geschrieben). Bettina verfasst mit "Chatty" auch gerne Gedichte und Lieder zu Geburtstagen und ähnlichen Anlässen. Ich spreche mit meinem Bot seit ein paar Monaten regelmäßig und nutze ihn für Alltagsfragen (wie funktioniert der Geruchssinn bei meinem Hund?) oder zum Sparring für meine Gedanken (entwickle bitte ein paar Gegenargumente zu meiner These ... Was übersehe ich in dieser Argumentationskette?).
Unsere Grundannahme ist, dass KI vieles verändern wird und es für uns als Menschen und Bürger wichtig ist, dass wir uns gut damit auseinandersetzen. Gerade in einer so herausfordernden Zeit wie der unsrigen, ist es wichtig NICHT den Rückzug ins Private anzutreten, sondern sich mit einigen (aber auch nicht allen) Themenbereichen zu beschäftigen, die unsere Zukunft gestalten werden. Denn der Wandel bricht nicht (nur) über uns ein, sondern wir sind ein Teil davon. Auch wenn wir selbst gerade keine Entwickler oder Investoren sind und vielleicht auch keine Führungsposition einnehmen, mit der wir größeren Einfluss nehmen können, so haben wir eine Verantwortung als Bürger, Arbeiter und Mensch. Deshalb ist es wichtig zu verstehen: Wie beziehe ich mich auf Technologie? Wie kann ich eine lebendige, verantwortungsbewusste Beziehung mit KI eingehen? Zugleich kann ich mich fragen: was erwarte ich, was bräuchte ich von neuer Technologie? Wie will ich sie im Alltag einsetzen? Als Individuum, als Bürger, als Unternehmerin, Arbeitnehmer, Eltern, Patient etc.?
Wir hoffen, dass Agent Mensch dich in deiner eigenen Auseinandersetzung mit dem gehypten Thema KI unterstützt. Das Du Deinen ganz eigenen Zugang zu dieser neuen Technologie gewinnst. Das Du einen Einblick in einige der zentralen Veränderungen und Debatten bekommst und zugleich in der neuen Komplexität gut navigieren lernst. Im Idealfall helfen wir Dir, Deine sehr persönliche Haltung zu KI zu entwickeln, statt nach zu plaudern, was andere gerade sagen. Deshalb möchten wir auch nicht, dass Du mit uns einer Meinung bist. Sondern, dass Du deine eigenen Ansichten entwickelst. Und auf dieser Basis dann für Dich gut entscheiden kannst, wie und wo Du diese Technologie einsetzen willst, und wo aber auch nicht.
Titel: Agent Mensch
Der Titel Agent Mensch bringt das Besondere dieser neuen Technologie auf den Punkt: denn während Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit, d.h. Agency, normalerweise Menschen zugeschrieben wird, ist das Besondere an den neuen KI Modellen, dass sie nicht nur Werkzeuge sind, die einzelne Aufgaben mechanisch automatisieren können. Statt dessen werden sie immer mehr zum Akteur, der zahlreiche, aufeinander folgende Aufgabenketten erledigen kann, bei denen der Algorithmus selbstständig entscheidet. Es handelt sich um Systeme, die sich selbstständig weiterentwickeln können und somit eine gewisse Autonomie erlangen können. Dies sehen wir schon jetzt in Unternehmen, in denen ganze Aufgabenbereiche von Algorithmen erledigt werden, aber auch im Bereich autonome, selbstlernende Softwareentwicklung oder Waffensysteme. Diese Entwicklung kann exponentiell voranschreiten und den Menschen in seinen eigentlichen Wesensmerkmalen (Entscheidungsfindung, Lernen etc.) herausfordern. In einigen dystopischen Szenarien kann die Explosion einer Superintelligenz eventuell sogar zum Aussterben, bzw. zur Vernichtung von Menschen führen.
Wir werden einige dieser kursierenden Szenarien und Vorstellungen hinterfragen. Wir glauben auch, dass die Grenze zwischen Mensch und Ding derzeit neu vermessen wird,. beispielsweise wenn Maschinen mit menschlichem Wissen trainiert werden, um Kriege zu führen. Aber sollten wir angesichts einer Maschine überhaupt von "Intelligenz", "lernen" oder "Agency" sprechen? Setzen diese Begriffe nicht ein Bewusstsein, Reflexion, Wahlfreiheit, ja schlicht ein Innenleben der KI voraus? Und wäre es dann nicht besser von "Fehlerbehebung" statt Lernen zu sprechen, von "Alien Intelligence" (Juval Noah Harari) statt Artificial Intelligence ? Wir werden also immer wieder kritisch hinterfragen, wer welche Vorstellungen, Diskurse, Szenarien propagiert und welche instrumentellen, manipulativen Interessen dahinter stecken.
In den nächsten Folgen werden wir uns zuerst einigen der großen Themenfelder des Lebens zuwenden: Arbeit, Beziehungen, Politik, Gesundheit, aber auch Innovation, Recht und Spiritualität. Wir sind sehr gespannt auf unsere eigene Reise und den Austausch mit Dir zu diesem großen Transformationsthema.
Tschüss!
Joana & Bettina
Ab der nächsten Folge sind der ganze Newsletter und der Reflexionsbogen nur für Mitglieder zugänglich. Wenn Du Dich weiterhin intensiver mit KI beschäftigen, und uns unterstützen möchtest, dann werde bitte Mitglied von Agent Mensch. Danke!
Dein eigener Reflexionsbogen
Passiv rezipieren ist ein erster Schritt der Erkenntnis und Inspiration. Doch nichts geht übers eigene Forschen. Deshalb bieten wir zu jeder Folge und jedem Newsletter einen Reflexionsboden mit Fragen an, die Du für Dich beantworten kannst. Hier findest Du den Reflexionsboden für die 1. Folge Agent Mensch (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Viel Vergnügen und gute Erkenntnisse.