heute geht es um eine besondere Situation. Eine Krebsdiagnose ist da, aber die Krankheit ist noch nicht „ausgebrochen“. Keine Therapie, aber regelmäßige Kontrollen. Kein akuter Leidensdruck, aber eine permanente Ungewissheit. Was macht das mit dem Alltag? Mit Beziehungen. Und mit der Art, wie man auf das eigene Leben blickt?
In der heutigen Folge (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) spreche ich mit Martin über genau diese Situation. Über das Leben mit einer schwelenden Diagnose und darüber, was Halt geben kann, wenn medizinisch vorerst nur beobachtet wird.
Krebs, aber noch nicht ausgebrochen – Martin und Morbus Waldenström (Gespräch) · Folge 34
Was bedeutet es, mit Krebs zu leben, wenn er medizinisch noch nicht behandelt werden muss? Wenn Laborwerte auffällig sind, der Körper aber kaum Symptome zeigt. Und wenn zwischen „alles ist stabil“ und „es könnte sich verändern“ viel Raum für Unklares bleibt.
Martin lebt mit der Diagnose Morbus Waldenström. Eine seltene Form von Blutkrebs, die bei ihm derzeit beobachtet wird, ohne zu behandeln. Er erzählt, wie er mit dieser Unsicherheit umgeht, warum Freundschaften für ihn wichtiger geworden sind und welche Rolle Ruhe, Hobbys und klare Grenzen im Alltag spielen.
Eine Folge über Warten, Einordnen und darüber, wie Leben auch dann gelingen kann, wenn nichts entschieden ist.
Drei Learnings aus der Folge:
Ungewissheit ist eine eigene Belastung. Auch ohne Therapie kann eine Krebsdiagnose den Alltag prägen. Regelmäßige Kontrollen und das Wissen um eine mögliche Veränderung erzeugen psychischen Druck, der ernst genommen werden sollte.
Beobachten heißt nicht harmlos. „Noch keine Behandlung“ bedeutet nicht, dass es sich um etwas Gutartiges handelt. Die medizinische Situation ist komplex und verlangt nach klarer Information und realistischer Einordnung.
Stabilität entsteht im Alltag. Freundschaften, feste Routinen, Hobbys und bewusste Pausen helfen, mit der Unsicherheit zu leben. Nicht als Strategie gegen die Erkrankung, sondern als Unterstützung für die eigene Lebensqualität.
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Quellen und Links
Leukämie (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (DocCheck Flexikon)
MGUS (Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (DocCheck Flexikon)
Martins Facebook-Gruppe „Spaziergänge in vergangene Zeiten“ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
einfach erklärt: Morbus Waldenström (Lymphoplasmozytisches Lymphom) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Kompetenznetz Maligne Lymphome)
Morbus Waldenström (Lymphoplasmozytisches Lymphom, Immunozytom, MW, Waldenströms Makroglobulinämie) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (DocCheck Flexikon)
medizinische Detailinfos: Morbus Waldenström (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (onkopedia leitlinien)
klinische Studien zu Morbus Waldenström bei German Lymphoma Alliance e.V. (GLA) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und European Consortium for Waldenström’s Macroglobulinemia (ECWM) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
PTBS, Posttraumatische Belastungsstörung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Gesundheit.gv.at (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre))
Invaliditätspension und Rehabilitationsgeld (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Arbeiterkammer Österreich)
Behindertenpass (Österreich) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Sozialministeriumservice)
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Konservierungsstoffe und Krebsrisiko: Neue Studiendaten (science.ORF.at (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), 08.01.2026) Zwei große Beobachtungsstudien mit Daten von über 100.000 Personen zeigen einen Zusammenhang zwischen bestimmten Konservierungsstoffen und einem erhöhten Risiko für Krebs und Diabetes. Besonders Natriumnitrit (E250) in Fleisch- und Wurstwaren war mit einer höheren Prostatakrebsrate verbunden, Kaliumsorbat (E202) mit einem gesteigerten Diabetesrisiko. Für Einzelne bleibt das Risiko gering, auf Bevölkerungsebene seien die Effekte jedoch relevant. Fachleute raten, verarbeitete Lebensmittel möglichst selten zu essen.
Alkoholentzug senkt Krebsrisiko deutlich (Springer Medizin (nur mit Login) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), 23.07.2024) Eine große französische Kohortenstudie zeigt: Bei alkoholabhängigen Menschen lässt sich das Risiko für alkoholassoziierte Tumoren (Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Dickdarm, Leber und weibliche Brust) durch Entzug oder Abstinenz um rund 40 Prozent senken. Der Effekt zeigte sich bei mehreren Krebsarten und in allen sozialen Gruppen. Die Ergebnisse unterstreichen das hohe Präventionspotenzial von Alkoholreduktion, sowohl individuell als auch auf Bevölkerungsebene.
Studie: Schwarzinger M et al.: Alcohol rehabilitation and cancer risk: a nationwide hospital cohort study in France. Lancet Public Health 2024; 9: e461–69; https://doi.org/10.1016/S2468-2667(24)00107-5 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
© 2026 Der Podcast wird gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
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