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Guten Morgen,

alle 2 Jahre findet der Deutsche Krebskongress statt, von 18. bis 21. Februar 2026 war es wieder soweit. Ich spreche in dieser Folge (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) mit vier Expert:innen über Themen, die viele Betroffene beschäftigen.

Krebsmedizin 2026: Einblicke vom Deutschen Krebskongress (On tour) · Folge 37

Ich nehme dich in dieser Folge mit nach Berlin, zum nur alle 2 Jahre stattfindenden Deutschen Krebskongress, den dieses Jahr über 12.500 Teilnehmende besucht haben. Aber ich erzähle dir nicht nur vom Kongress, sondern habe auch mit 4 von der Deutschen Krebsgesellschaft ausgewiesenen Expert:innen gesprochen:

Mit Dr. Judith Büntzel geht es um komplementäre Ansätze und die Frage, wie Patient:innen selbst aktiv werden können. Dr. Jens Hoffmann erzählt von neuen Forschungsansätzen und den Stand bei Krebsimpfungen. Über Langzeitüberleben und Nachsorge am Beispiel von Hodenkrebs berichtet Prof. Carsten Bokemeyer. Und Dr. Katja Gessner klärt zur Sicherheit von Medikamenten auf, wenn Krebstherapien zunehmend als Tabletten zu Hause eingenommen werden.

Außerdem wird deutlich, wie stark Krebsbehandlung heute von Zusammenarbeit geprägt ist, Stichwort interdisziplinäre Medizin. Verschiedene Fachrichtungen arbeiten multiprofessionell zusammen, und auch Patient:innen werden zunehmend in Entscheidungen einbezogen (Shared Decision Making).

Diese Folge ist ein Überblick über wichtige Entwicklungen. Die vollständigen Gespräche mit den Expert:innen erscheinen in den kommenden Wochen als Sonderfolgen.

Drei Take-aways aus dieser Folge:

  1. Sprich offen über alles, was du zusätzlich zur Therapie machst. Viele Patientinnen und Patienten möchten selbst aktiv werden und zusätzlich etwas für ihre Gesundheit tun. Das kann sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, solche Maßnahmen mit dem Behandlungsteam zu besprechen. Auch Vitamine, Pflanzenpräparate oder Nahrungsergänzungen können Wechselwirkungen mit Krebstherapien haben.

  2. Neue Krebstherapien entstehen, aber medizinische Entwicklung braucht Zeit. In den Medien wird häufig über Impfstoffe gegen Krebs berichtet. Tatsächlich gibt es bereits vorbeugende Impfungen gegen bestimmte Virusinfektionen, die Krebs auslösen können. Therapeutische Impfstoffe gegen Tumoren werden intensiv erforscht, befinden sich aber überwiegend noch in Studien.

  3. Gute Behandlung bedeutet heute auch gute Nachsorge. Viele Menschen überleben Krebs langfristig. Deshalb rücken Themen wie Lebensqualität, Spätfolgen und Nachsorge stärker in den Fokus. Gerade bei gut behandelbaren Tumoren wie Hodenkrebs beginnt die Planung für ein langfristiges Leben oft schon während der Therapie.

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Woanders gesehen

Mikroplastik in Prostatatumoren nachgewiesen (NYU Langone Health (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Englisch), 23.02.2026) Eine Pilotstudie fand in 90 % untersuchter Prostatatumoren Mikroplastikpartikel. In Krebsgewebe lag die Menge etwa 2,5-mal höher als in gesundem Gewebe. Die Forschenden vermuten, dass Mikroplastik über Nahrung, Luft oder Haut in den Körper gelangt und chronische Entzündungen auslösen könnte. Ob dies zur Krebsentstehung beiträgt, müssen weitere Studien klären.

Überleben bei Krebs: Lebensstil spielt große Rolle (RELATUS Med (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), 17.02.2026) Studien aus Deutschland und den USA zeigen, dass ein gesunder Lebensstil das Sterberisiko von Krebspatient:innen deutlich senken kann. Besonders ein Rauchstopp wirkt sich positiv aus – selbst bei fortgeschrittener Erkrankung. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig Lebensstilfaktoren auch nach einer Krebsdiagnose bleiben.

Sport kann bei Depressionen unterstützen (Medizin Transparent (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), 04.02.2026) Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung depressive Symptome verringern kann. Der Effekt scheint in etwa mit dem von Psychotherapie oder antidepressiven Medikamenten vergleichbar zu sein. Sport kann damit eine zusätzliche Möglichkeit sein, Depression zu behandeln oder vorzubeugen.

Vom Schnittpult

Was passiert, wenn ich mit mehreren Tausend anderen Menschen in der Messe Berlin bin? Ich komme verkühlt wieder nach Hause. 🤧 Ausgezahlt hat sich mein Besuch des DKK aber auf alle Fälle, wie die Reportage beweist. Womit ich aber nicht gerechnet hatte: Dass die Berliner Viren mich derartig niederknocken. 2 Wochen Schnupfen und Husten, der noch immer nicht ganz hundertprozentig verschwunden ist, aber ich kann zumindest wieder in den Coworkingspace zum Arbeiten gehen und in die Chorprobe fahren.

Die Verkühlung hat aber wieder mal gezeigt, dass das Selbstständigsein kein Zuckerschlecken ist. So musste ich den Online-Männertreff zum Thema Metastasierung und das Online-Herrenzimmer zum Thema Onko-Reha von daheim aus moderieren, mit angeschlagener Stimme und einem Gefühl danach, als hätte mir jemand den Stecker gezogen.

Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen habe ich bei einer Kundin einen Online-Vortrag zum Thema Stressbewältigung und Resilienz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gehalten. Dazu bin ich dann sehr wohl extra in den Coworkingspace gefahren, aber nur für die Zeit des Vortrags (einfach weil ich daheim kein gutes Setting dafür habe). Mental schonen geht also schwer.

Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.

© 2026 Der Podcast wird gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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