Passer au contenu principal

“Mein Kind will nicht in den Urlaub fahren”

Hier auf Steady teile ich anonymisiert einige eurer langen E-Mails und meine ausführlichen, einfühlsamen und gleichzeitig pragmatischen Antworten. Ich bin kein Coach und keine Psychotherapeutin und würde euch bei entsprechenden Fragen bitten, Fachpersonal zu konsultieren. Wenn es bei euch im Alltag an kleinen Dingen hakt und ihr gern meine Einschätzung hättet, schreibt mir gern an anna [punkt] brachetti [at] posteo [punkt| de.

Liebe Anna,

In knapp zwei Monaten wollen wir für eine Woche in den Urlaub fahren (mein Mann und ich, unser 3,5-jähriger Sohn und unsere dann knapp 1-jährige Tochter). Wir werden in einem sehr familienfreundlichen Ferienpark für eine Woche in einem Ferienhaus wohnen. Wir haben bewusst einen Ort gewählt, der nicht weit von unserem Heimatort entfernt ist, um nicht so lange fahren zu müssen. Vor Ort gibt es viele kindgerechte Angebote (Spaßbad, Indoor-Spielplatz, Strand). Ich mache mir aber Gedanken, ob mein Sohn das alles so mitmachen wird. Er ist ein Kind, das auf Veränderungen und neue Situationen eher zurückhaltend reagiert. Das ist für uns total ok und wir können im Alltag damit gut umgehen. Wenn man ihm viel Zeit lässt, und keinen Druck macht, findet er sich in die meisten Situationen gut ein. Häufig kommt auch plötzlich ein Umschwung, wenn er erstmal Mut gefasst hat (zum Beispiel hat er sich neulich auf dem Spielplatz zum ersten Mal getraut, durch die große Tunnelrutsche zu rutschen, und hat dann gar nicht mehr damit aufhören wollen). Ich bin aber nicht sicher, ob er es schaffen wird, sich in diesen wenigen Tagen gut in einer sehr anderen Umgebung zurechtfinden wird und habe Angst, dass der Urlaub dadurch unentspannt wird, weil wir ihn die ganze Zeit sehr engmaschig begleiten müssen.

Vor einiger Zeit habe ich schon angefangen, ihm von unserem Urlaubsort zu erzählen: Was man dort machen kann, dass wir in einem anderen Haus wohnen werden usw. Zuerst reagierte er sehr positiv, doch seit ein paar Tagen sagt er sehr deutlich: Ich will nicht in den Urlaub fahren. Das ist typisch für ihn, er ist da sehr klar. Nun mache ich mir Sorgen. Hast du Tipps, wie wir ihn gut auf unseren Aufenthalt vorbereiten können und was wir tun können, wenn er so ablehnend reagiert?

Vielen lieben Dank und viele Grüße,

Wanda*

Sujet Neurodivergenz

1 commentaire

Souhaitez-vous voir les commentaires ?
Devenez membre de annarrative pour rejoindre la conversation.
Adhérer