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Newsletter Oktober/November 2025

Moin,

schön, dass du dich für meinen Newsletter interessierst. Hier hältst du die echte originale erste Ausgabe in der Hand!

In verschiedene Kategorien möchte ich dir Arbeiten aus meinem Studium, eigenen Projekten und vieles mehr zeigen. Ein Einblick in mein Leben als Illustrationsstudentin. Und am Ende gibt es noch ein Schmankerl für dich!

Viel Freude beim Lesen und Anschauen.

Im Oktober ging’s los in das zweite Semester meines Illustrationsstudium an der HAW, der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Nachdem ich die Semesterferien viel mit Wandern und weniger mit Zeichnen verbracht habe, war ich richtig scharf darauf, wieder Aufgaben zu bekommen. Das zweite Semester ist Teil des Grundlagenstudiums. Ich habe also festgelegte Seminare, die mich nochmal durch alle Basics führen.

Malerei

Malerei war für mich anfangs ganz schön herausfordernd. Ich fühle mich in dem Medium nicht sehr sicher und werde immer wieder mit meinen Ansprüchen und dem Scheitern daran konfrontiert. Kurze Übungen und eine Reduktion auf Formen und Farben helfen mir, die Ansprüche langsam loszulassen. Inzwischen macht es meistens echt Spaß. Ich entdecke andere Qualitäten in meinen Werken. Und dann ist es auch erstaunlich okay, wenn mal was nicht so gut klappt.

Zeichnen

Vor einigen Wochen hat mich eine Freundin gefragt, ob ich mit ihr zu einem Roller-Derby Spiel gehen möchte. Sie wusste auch nicht genau, was das ist. Nur, dass sich Frauen auf Rollschuhen umtackeln. Da war ich natürlich dabei.

Tatsächlich wird Roller-Derby vor allem von Frauen bzw. Flinta* gespielt. Auf Rollschuhen müssen bestimmte Spieler:innen eine markierte Runde fahren, um Punkte zu holen. Dabei versucht das gegnerische Team, sie davon abzuhalten. Die Helme und Schoner haben definitiv ihre Berechtigung. Wer jetzt auch neugierig geworden ist: Auf YouTube gibt es Reportagen oder auch komplette Spiele. Hier ist z. B. ein fetziges Video mit den Highlights der Championships in Montreal (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Als dann unsere Dozentin den Zeichenkurs unter das Thema „im Spiel“ gestellt hat, wusste ich schnell, was mein erstes Motiv werden würde. Für die Zeichnung habe ich mit verdünnter Aquarellfarbe und einem Schaschlikspieß gearbeitet. Die Spitze ist super für die feinen Linien, die flache Rückseite für die Schattierungen. Und ja, man muss den Spieß alle drei Sekunden neu in die Farbe tunken.

Während wir im ersten Semester noch klassisches Aktzeichnen hatten, sind wir auch hier spielerisch an die Sache gegangen. Mit Aufgaben, wie mit links zu zeichnen oder den Stift nicht abzusetzen. Besonders gerne mag ich die Zeichnung, die nur aus geraden Linien besteht (dritte von links). Die kantigen Konturen geben der Figur direkt einen eigenen Charakter.

Aufgelockert durch die Übungen konnte ich dann entspannter in die Zeichnungen mit mehr Zeit gehen. Auch hier gab es einen spielerischen Aspekt. Wir durften das Modell mit Kostümen, Perücken und Accessoires ausstatten.

Basis Illustration

Das ist mein liebster Kurs. Hier probieren wir uns als angehende Illustrator:innen aus. Als erstes sollten wir ein Theaterplakat in einem möglichst reduzierten und flächigem Stil gestalten. Die Aufgabe mochte ich sehr gerne. Ich bewundere es, wenn Illustrator:innen mit wenig Dargestelltem ganz viel Inhalt vermitteln können.

Mein Plakat zeigt eine Szene aus der Odyssee. Auf ihrer Reise treffen Odysseus und seine Leute auf die Hexe Kirke, die die Männer mit einem verzauberten Wein in Schweine verwandelt. Slay!

Eine weitere Aufgabe war die Gestaltung eines Tourplakats für eine:n Musiker:in unserer Wahl.

Flimboy habe ich vor einigen Jahren entdeckt. Mit seiner Musik verbinde ich schöne Zeiten mit lieben Menschen. Sie klingt selbstgemacht, leicht und auch ein bisschen melancholisch. Und genauso soll das Plakat auch wirken.

Hier kannst du bei Flimboy reinhören. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Neben dem Studium habe ich für die Seebrücke Hamburg Postkarten entworfen. Die zivilgesellschaftliche Organisation setzt sich für Seenotrettung und sichere Fluchtrouten ein. Zu Weihnachten kannst du als Geschenk für eine andere Person in ihrem Namen an die Seebrücke spenden. Damit du dann trotzdem noch was Physisches für unter den Weihnachtsbaum hast, gibt es diese Postkarten.

Dafür hab ich mich am Linolschnitt probiert. Nachdem ich die Entwürfe am Tablet ausgearbeitet und gespiegelt hatte, konnte ich sie auf das Linoleum übertragen und mich ans Schnitzen machen. Später bleibt die Farbe auf den Flächen, die stehen bleiben.

Animationen sind toll! In dieser Ausgabe gibt’s den kleinen Zauberer.

Ich öffne meine Skizzenbücher für euch! Meistens zeichne ich das, was ich vor mir sehe, was ich gerade im Kopf habe, Ideen und Entwürfe für Projekte und Aufgaben, oder wer mir gegenüber sitzt.

Hier zeige ich in jeder Ausgabe meine Lieblingsmaterialien. Mal sind es treue Begleiter, mal Neu- oder Wiederentdeckungen.

Neuzugang

Willkommen in meiner Sammlung! Für das Typographie-Seminar habe ich das erste Mal mit Tusche und Feder gearbeitet. Mit der breiten Plakatfeder üben wir Buchstaben zu schreiben. Es klingt wie Grundschulstoff, ist aber tatsächlich nicht so leicht! Wer gut ist, darf sogar schon Wörter schreiben. Man freut sich plötzlich über gelungene „O“s oder prächtige „B“s. Der einzige Nachteil: Die Tusche stinkt! Ich würde den Geruch als deftig-unangenehm beschreiben.

Je breiter desto besser

Mit einem breiten Pinsel lässt es sich einfach nicht so präzise malen. Das hilft mir sehr, um mehr mit Formen und Flächen zu arbeiten und den Anspruch auf Genauigkeit runterzuschrauben.

Jetzt das versprochene Schmankerl! Hier gibts in jeder Ausgabe etwas für dich. Vorlagen zum selbst kreativ werden, Anleitungen und Inspirationen.

Für diese herbstliche Ausgabe, kannst du dir meine Vorlage für ein LED-Teelichthaus herunterladen, ausdrucken und losbasteln. Die Vorlage ist im DIN-A4-Format entworfen. Viel Spaß damit!

Das war er, der erste echte Newsletter von mir. Schön, dass du dabei warst. Wenn du es nicht bis zur nächsten Ausgabe aushältst, schau doch auf meiner Website (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) oder meinem Instagram Kanal (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) vorbei.

Grüßchen

Anne