Hallo,
angeblich wünschen sich Eltern heutzutage Töchter und sind traurig, wenn die Gynäkologin auf dem Ultraschallbild einen kleinen Penis entdeckt. Vom sogenannten Gender Disappointment (klingt ja alles immer so viel wissenschaftlicher auf Englisch) schrieb schon die SZ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), die Brigitte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), die Zeit (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)und viele andere.
Kennst du das Gefühl? Erzähl mir davon, wenn du Lust hast. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Ich war nicht enttäuscht, als ich erfuhr, dass ich einen Sohn bekomme. Ich war verwirrt. In meiner Phantasie war ich immer eine Mädchenmama gewesen, die Namen meiner Töchter standen bereits fest. Für einen Jungen fehlte mir die Vorstellungskraft. Ich vermute dahinter den gedanklichen Kurzschluss: Ich bin eine Frau, ich war mal ein Mädchen, damit kenne ich mich aus.
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Denn genauso wenig wie als Jungsmama konnte ich mich damals mit einem trotzigen Kleinkind, einer Grundschülerin oder einem liebeskranken Teenager vorstellen. Ich sah mich als Mutter eines süßen, kleinen Babys. Recht viel weiter kam ich gedanklich nicht.
Ich habe diese Woche viele (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Studien (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)zum Gender Disappointment (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)durchgelesen und muss sagen: Meiner Meinung nach geben die Daten die Schlagzeile "Eltern wollen lieber Töchter als Söhne" in dieser Absolutheit nicht her.