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Good Luck, Have Fun, Don't Die (2025)

Ein verwahrlost wirkender Mann in durchsichtigem Plastikmantel stürzt in ein Diner in Los Angeles und behauptet, ein Zeitreisender zu sein. Er erklärt den verdutzten Gästen, dass er aus einer dystopischen Zukunft kommt, in der die Menschheit durch eine außer Kontrolle geratene echte Künstliche Intelligenz fast ausgelöscht wurde. Um die Welt zu retten, muss er eine Gruppe von Personen rekrutieren, die in dem Diner zu finden sind. Zu der bunt zusammengewürfelten Truppe gehören u.a. zwei Lehrer mit EMP-Strahlern, eine junge Frau, die allergisch gegen moderne Technologie ist, und eine Mutter, die ihren Sohn bei einem Schulamoklauf verloren hat und ihn daraufhin hat klonen lassen. Sie alle müssen nun eine gefährliche Mission antreten, um die Geburt der mörderischen KI zu verhindern.

Good Luck, Have Fun, Don’t Die ist eine Science-Fiction-Komödie von Gore Verbinski, der bekannt ist für Filme wie Ring (2002) und Fluch der Karibik (2003). In der deutsch-US-amerikanischen Zeitschleifensatire aus dem Jahr 2025 spielen Sam Rockwell, Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz, Juno Temple und Asim Chaudhry die Hauptrollen. Das Drehbuch schrieb Matthew Robinson, den ich als Regisseur des großartigen Monsterfilms Love and Monsters (2020) kenne. Für die Filmmusik zeichnet sich Geoff Zanelli verantwortlich.

Good Luck, Have Fun, Don't Die deutet auf eines der drängendsten Probleme unserer Zeit hin: die durch Technologie verursachte Entfremdung, Verrohrung und Verblödung der Menschen. Die Satire kritisiert die Aufmerksamkeitsökonomie und den Überwachungskapitalismus, wie kaum ein Film zuvor. Für mich steht Verbinskis Werk in der Tradition von Idiocracy (2006), ist aber insgesamt düsterer. Vor allem in den Rückblenden switcht der ansonsten recht klamaukige Film zu wahrhaft bedrückenden Visionen von digitalisierten Menschen, mit Werbung implementierten Zoomer-Klonen und dummen Smartphone-Zombiekindern. Hier werden nicht nur die Gefahren der Künstlichen Intelligenz aufgezeigt, sondern die gesamte mediale Ablenkungs- und Verblödungsmaschinerie aus Social Media, TikTok-Reels, Videospielen und Streaming-Serien hinterfragt.

Good Luck, Have Fun, Don't Die ist dabei eine einzige große Remineszens an bekannte Filme. In der Anfangssequenz im Diner verbeugt sich Gore Verbinski vor Harold Ramis´ Und täglich grüßt das Murmeltier (1993) und Quentin Tarantinos Pulp Fiction (1994). Dann geht es Schlag auf Schlag und die Zeitreisefilme Terminator 2: Tag der Abrechnung (1991) und 12 Monkeys (1995) sind an der Reihe, persifliert zu werden. Und im Finale gibt es mehr als offensichtliche Hinweise auf I, Robot (2004), The Creator (2023) und The Electric State (2025).

Auch wenn mir das letzte Drittel des Films mit der AI-Slop-Riesenkatze und dem exzessiven SciFi-Erklärungsgeschwafel etwas zu wirr war, ist Verbinskis überdrehte Technologiewarnung ein gelungener Mindfuck und ein wahres Hommagenfeuerwerk an Filmklassikern und zeitgenössischen Werken.

https://www.imdb.com/de/title/tt1341338/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film