Die junge Amerikanerin Katie Carter zieht nach New York, um dort als Model den Durchbruch zu schaffen. Als sie ein Angebot für kostenlose Testfotos annimmt, gerät sie an drei bulgarische Brüder. Einer der Drei bricht wenig später in ihre Wohnung ein, vergewaltigt sie und tötet ihren Nachbarn. Um die Taten zu vertuschen, verschleppen die Brüder Katie nach Bulgarien, wo die junge Frau von ihnen und dem Rest ihrer degenerierten Familie tagelang in einem Keller gefoltert und vergewaltigt wird. Als die Täter sie anschließend lebendig begraben wollen, gelingt Katie durch einen glücklichen Zufall die Flucht. Schwer traumatisiert, aber getrieben von blankem Hass und einem starken Überlebenswillen, nimmt sie an ihren Peinigern auf sadistische Art blutige Rache.
I Spit on Your Grave 2 ist ein US-amerikanischer Rape-and-Revenge-Film aus dem Jahr 2013 und die erste - aber inhaltlich eigenständige - Fortsetzung zu I Spit on Your Grave (2010). Wieder führte Steven R. Monroe Regie. In der Hauptrolle als Katie Carter sehen wir Jemma Dallender. Des Weiteren gehören u.a. Joe Absolom, Jawor Bacharow und Kacey Clarke zum Cast. Das Drehbuch schrieben Neil Elman und Thomas Fenton.
Die Uncut-Version von I Spit on Your Grave 2 wurde 2014 bundesweit beschlagnahmt; die FSK verweigerte dem Film die Freigabe. Erst eine um dreizehn Minuten geschnittene Fassung bekam das FSK-Label "Keine Jugendfreigabe" und war somit erst ab achtzehn Jahren freigegeben.
Große Teile der Handlung wurden im zweiten Teil der Reihe nach Bulgarien verlegt, das wie viele osteuropäische Nationen als Gruselland herhalten muss. Das erinnert ein bisschen an Eli Roths Terrorfilm Hostel (2005), der allerdings in der Slowakei spielte. Die Grundannahme des Vorgängers wird nur leicht variiert, vor allem in den Survival-Szenen, nachdem Katie fliehen konnte, zeigt sich das, was mir im ersten Teil fehlte. Hier sehen wir, wie die missbrauchte Frau in der Kanalisation und den Katakomben von Sofia überlebt. Jemma Dallender spielt ihre Rolle insgesamt ausnehmend gut.
I Spit on Your Grave 2 hat nicht mehr den rohen Charme des Vorgängers, setzt visuell in Bezug auf das konsequente Zeigen von Folterszenen Maßstäbe im Genre und wirkt professioneller. Letzteres liegt nicht nur am ausgefeilteren Plot, sondern auch am insgesamt hochwertigeren Look. Das Werk rief in mir ambivalente Gefühle von Wut, Mitleid, Ekel, Gier, Hass und Machtrausch hervor, sowas schaffen nur wahrhaft grenzüberschreitende Filme.
https://www.imdb.com/de/title/tt2537176/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)