Michael ist ein erfahrener Frauenheld, der die junge Marie verführte und sitzenließ. Fünfzehn Jahre später treffen sich die beiden zufällig in Mailand wieder. Marie lässt sich erneut mit ihm ein und offenbart ihm, dass er eine Tochter hat. Doch bevor Michael erneut einfach abhauen kann, fesselt Marie ihn ans Bett. Zunächst denkt der ältere Mann noch an ein BDSM-Sexspiel, wie sie es früher immer taten, doch bald wird ihm klar, dass er Marie und seiner sechzehnjährigen Tochter Jacqueline, die auch noch verucht, ihn zu verführen, hilflos ausgeliefert ist. Das Drama muss in Mord und Totschlag enden.
Giuseppe Patroni Griffi inszenierte 1985 diesen Altmännerangsttraum. Der italienisch-spanische Film, für den der bekannte Regisseur Lucio Fulci das Drehbuch schrieb, wurde 1986 indiziert. Es ist ein sexistisches Machwerk. Wir erleben sexuelle Übergriffe am laufenden Band, Sex mit einer Minderjährigen und den allgemein respektlosen Umgang mit Frauen, hier vor allem als "Sitzengelassen werden" problematisiert. Aber mit einem "das war früher eben so", kann sich der Film nicht herausreden, denn die Männer wussten durchaus schon in den 1980er-Jahren, dass sie etwas Verwerfliches tun. Der Film handelt ja gerade von der Angst der Männer vor der Rache der Frauen. Es geht um Besitzdenken und Sexualität, doch mehr als Softsex-Klischees und widersprüchliches Verhalten der Protagonisten hat Der Käfig nicht zu bieten.
https://www.imdb.com/de/title/tt0091097/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)