Nachdem ein mörderischer Schneesturm Millionen von Menschen getötet hat, kämpft eine Gruppe von Überlebenden gegen eine außerirdische Bedrohung, die von einer geheimnisvollen, unsichtbaren Macht gesteuert wird. Nach dem Todesschnee müssen die Reste der Bevölkerung sich mit kannibalistischen Alienkäfern und menschlichen Robotern herumschlagen.
Eternauta ist von Bruno Stagnaro entwickelt worden und basiert auf dem gleichnamigen Comic von Héctor Germán Oesterheld. Dieser Comic gilt als einer der Schlüsselwerke der Neunten Kunst und wird als antizipatorisches Porträt der argentinischen Gesellschaft unter der Militärdiktatur gelesen. Wir haben hier die Verfilmung eines echten SF-Klassikers vorliegen.
Die Serie ist relativ nahe am Comic, und den fand ich auch schon langweilig mit seinen strengen, manchmal fast abstrakten S/W-Panels und seinem eher zähflüssigen Plot. Die dunkel gehaltene Serie wird nur durch den weißen Schnee erhellt und zeigt wie so oft Männer beim Überleben und Kämpfen, während die Frauen schön zu Hause bleiben. Ich bin für jede Comic-Verfilmung dankbar, die keinen Superhelden-Bullshit zu bieten hat, aber Eternauta ist einfach sterbenslangweilig. Am Ende war es nur noch ein Durchquälen, ich konnte dem immer gleichen Treiben der Protagonisten irgendwann nicht mehr folgen. Als Film mit anständiger Dramaturgie hätte man hieraus sicherlich etwas machen können, als Serie fand ich das Ganze mal wieder nur unerträglich. Ich bin in Bezug auf Survival-Endzeit-Serien, wie The Walking Dead (2010) oder The Last of Us (2023) für Jahrzehnte gesättigt. Okay, die Alienkäfer sind toll und die argentinisch-US-amerikanische Serie wird ihre Fans finden, aber mir geht dieser SF-Käse nicht mehr rein. Eine zweite Staffel brauch ich nicht.
https://www.imdb.com/de/title/tt27740241/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)