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Interview: Sergei Loznitsa

Sergei Loznitsa gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Regisseuren Osteuropas. Der 1964 in Baranawitschy (damals UdSSR, heute Belarus) geborene ukrainische Filmemacher studierte zunächst Mathematik und Kybernetik, bevor er an der Moskauer Filmhochschule VGIK Regie lernte. Seit seinem Debüt hat er ein vielschichtiges Werk geschaffen, das zwischen Dokumentar- und Spielfilm oszilliert und sich konsequent mit Geschichte, Erinnerung und Machtstrukturen auseinandersetzt.

Bekannt wurde Loznitsa mit präzise komponierten Dokumentarfilmen wie Blockade (2006), Maidan (2014) oder State Funeral (2019), in denen er Archivbilder mit analytischer Strenge montiert. Parallel dazu entwickelt er eine eigenständige fiktionale Handschrift, etwa in Die Sanfte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (2017) oder Donbass (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (2018). Sein neuer Film Zwei Staatsanwälte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) führt diese Auseinandersetzung fort – ein Werk über Schuld, Moral und das Funktionieren von Macht im Schatten der Geschichte.

Anlässlich der Aufführung von Zwei Staatsanwälte auf der diesjährigen Viennale spricht Regisseur Sergei Loznitsa über die Vorlage von Georgi Demidow, das Sounddesign und die Parallelen der Geschichte zu heutigen Regimen, speziell dem heutigen Russland. Zwei Staatsanwälte wird am 18. Dezember 2025 in die deutschen Kinos kommen.

Link zum Interview (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

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