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Ein stiller Morgen

Ich liebe diese Stunde am Morgen.

Sie ist von einer Qualität, die sich jeder Ökonomie entzieht. Kein Begehren von außen, kein impliziter Auftrag, kein leises Drängen, funktionieren zu müssen. Niemand will etwas von mir. Und ich will – ausnahmsweise – auch nichts von mir selbst.

Ich muss nicht interagieren, nicht interpretieren, nicht mit gespannter Aufmerksamkeit Bedeutungen aus Fragmenten destillieren. Kein konzentriertes Hören, kein Kombinieren, kein Konstruieren von Sinn aus halben Sätzen und flüchtigen Blicken. Kein inneres Antreten zum Dienst.

Ich sitze hier.

Mit Kaffee.

In meiner Stille.

Das Wiesel ist heute ungewöhnlich seelig.

Dieses sonst so wendige, fordernde, vorwärtsdrängende Wesen gibt sich der Ruhe hin, als hätte es begriffen, dass Wachheit nicht immer Bewegung braucht. Es lässt los. Es verzichtet. Es ruht – nicht widerwillig, sondern einverstanden.

Und die Büffelin?

Sie ist ganz in ihrem Element.

Erdet uns mit ihrer schieren Präsenz, mit Wärme, mit einer Ruhe, die nicht träge ist, sondern klar. Eine Ruhe, die nichts verschleift, sondern ordnet. Sie sitzt da wie ein stilles Versprechen: Du musst jetzt nichts beweisen.

Diese Stille ist kein Mangel.

Sie ist ein Raum. Ein inneres Gelände, das mich zu sich zieht, ohne mich zu vereinnahmen. Ein Ort, an dem Gedanken nicht antreten müssen, sondern sich zeigen dürfen. Gefühle nicht analysiert, sondern wahrgenommen werden. Auch der Körper findet hier einen Anfang, der nicht schmerzt.

Eine Stunde. Das genügt.

Mehr wäre Luxus, weniger wäre Raubbau.

Dann schalte ich meine CI ein.

Und die Welt kehrt zurück – rund, bunt, vielschichtig. Aber auch

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