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Männerhass: Die einzig richtige Antwort auf unsere Realität

Auch Männer müssen Männer hassen.

Am 8. März feierten wir mit zehntausenden Frauen und Allys den feministischen Kampftag. Einen Tag später, am 9. März, folgt die Eilmeldung, dass es einen mutmaßlichen #MeToo-Vorfall rund um den ORF-Direktor Roland Weißmann gab. Eine Mitarbeiterin wirft ihm vor, sie 2022 sexuell belästigt zu haben. Er bestreitet das. Er ist zurückgetreten.

Kommen Fälle von sexualisiertem Machtmissbrauch ans Licht, entsteht ein gesellschaftliches Spannungsfeld, das viele Frauen nur zu gut kennen: Wie klar darf man über Gewalt von Männern sprechen, ohne sofort mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, man würde Männer pauschal verurteilen? Wenn Frauen über Gewalt sprechen, verschiebt sich die Diskussion schnell. Aus vielen Gesprächen über Gewalt werden Gespräche über die Gefühle von Männern. In unserer Gesellschaft gibt es eine Grenze, an die sich Frauen und Queers zu halten haben. Die Grenze setzen Männer - und Frauen, die ich gerne als Marionetten des Patriarchats bezeichne. Im Grunde lautet der Vorwurf: Wer Männer zu stark kritisiert, hasst sie.

Der Begriff „Männerhass“ hat sich zu einem rhetorischen Werkzeug entwickelt, das vor allem kritische Frauen mundtot machen soll. Kaum ein Begriff wird so reflexhaft benutzt, wenn strukturelle Gewalt benannt wird. Doch vielleicht sollten wir kurz innehalten und eine einfache Frage stellen:

Warum scheint die größte gesellschaftliche Sorge zu sein, dass Männer sich angegriffen fühlen und nicht, dass Frauen und Mädchen weiterhin angegriffen werden?

Sujet gayschrieben

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