Der echte Salbei (Salvia officinalis) gehört, obwohl bei uns nicht heimisch, zu den beliebtesten und bekanntesten Heil- und Gewürzpflanzen in unseren Gärten. Wenn er Wärme bekommt gilt er als pflegeleicht. Bei einem entsprechenden Schnitt, einmal pro Saison, wächst er buschiger und bedankt sich mit üppiger Blüte. Wenn man der Literatur glaubt, braucht er im Winter einen Schutz. Darauf kann, je nach Lage und Temperatur, aber auch verzichtet werden.
Sieht man von der Sonne ab, tut er es so gut wie auf jedem Boden. Er verträgt es, wenn die obere Bodenschicht abtrocknet, komplett trockener Boden ist aber auch nichts für ihn. Er kann bis zu einem Meter hoch und 70cm breit werden. Wenn man sein Laub betrachtet, entdeckt man die typisch silbergraue Farbe.

Immerhin 30 Wildbienen profitieren vom Salbei. Er hat jede Menge Nektar, dafür nicht ganz so viele Pollen. Zu den zahlreich profitierenden Wildbienen kommen immerhin noch vier Raupen- und eine Schmetterlingsart.
Auch bei uns findet er in der Küche Verwendung. Nicht nur als Tee, oder Gewürz, sondern auch in Kräuter- und Salbeibutter, Saltimbocca, frittiert, in Gnocci, Pasta und als Sirup. Salbei hilft bei Halsschmerzen, und Verdauungsbeschwerden. Er ist antibakteriell, antiviral, pilz- und entzündungshemmend. Da er auch Zahnfleischentzündungen entgegenwirkt, findet man ihn oft im Mundwasser. Richtig ist aber auch, dass man ihn der Schwangerschaft meiden sollte, früher haben ihn die sogenannten “Engelmacherinnen” als Abtreibungsmittel verwendet.
Der Salbei wäre auch nicht der Salbei, wenn er in der Mystik keine Bedeutung hätte. Ein englischer Brauch beschreibt, dass einen das tägliche Essen von Salbei unsterblich machen würde. Dummerweise hat das bis heute noch nie funktioniert.
Quellen:
Echter Salbei / Salvia officinalis (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)