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Vermischen verboten

Hallo und herzlich Willkommen zur vierzehnten Ausgabe „Mediapreneur“.

Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.
Das sind wir (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

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TrennerAutor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wow, wie herausragend toll hat denn diese Woche bitteschön begonnen? In der Heimat meiner Großeltern wurde gewählt und der größte Spaltpilz Europas – Viktor Orban – wurde endlich aus dem Amt gejagt. Ich werde das am Wochenende gebührend zelebrieren. Wie, erfährst du weiter unten.

Vorher möchte ich dir in der heutigen Ausgabe zwei ganz unterschiedliche Ansätze in der Werbefinanzierung vorstellen. Wenn Werbefinanzierung bei dir ein Thema ist (oder bald mal sein soll), solltest du unbedingt beide kennen. Andernfalls läufst du Gefahr, beide miteinander zu vermischen und damit deine komplette (Werbe)Finanzierung zu gefährden.

Ansatz 1: Der Lieferant

Ein Lieferant zeichnet sich dadurch aus, dass er klar definierte Werbeplätze anbietet. Die „Beziehung“ bleibt auf die jeweilige Buchung beschränkt und der Lieferant wird als ein austauschbarer Kanal innerhalb einer größeren Kampagne betrachtet. Im Lieferantenmodell verkaufst du also standardisierte Werbeplätze zu standardisierten Preisen.

Neben dem Werbeplatz steht hier die einfache, unkomplizierte Belegung im Mittelpunkt. Du definierst Formate, Preise, Verfügbarkeiten und den Weg zur einfachen Buchung, mit möglichst wenig Kontakt (und Aufwand auf deiner Seite). Werbetreibende buchen ihren Slot und erhalten die vereinbarte Leistung.

Vorteile:

  • geringerer Aufwand

  • wiederholbare Abläufe

Nachteile:

  • geringer Einfluss auf die Performance der Werbung

  • kleinere Budgets und kaum Möglichkeiten, dem Kunden zusätzliche Leistungen (über einzelne Werbeplätze hinaus) anzubieten

Ansatz 2: Die Feinmanufaktur

Im Feinmanufaktur-Ansatz verkaufst du keine einzelnen Werbeplätze. Stattdessen arbeitest du mit deinem Werbekunden auf Augenhöhe an individuellen Kampagnen durch dein Medien-Ökosystem, basierend auf den Bedarfen und Zielen deines Partners. Du kannst Inhalte, Verteilung und Einbindung steuern, woraus sich weitere Leistungen (und Umsätze) ergeben können. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Ausspielungen in weiteren Kanälen oder die Nutzung bestehender Inhalte in anderen Formaten. Hier kannst du deinem Partner Lösungen anbieten, die über eine einfache Integration in deinem Medium hinausgehen (z.B. Nutzungsrechte) und so den Umsatz pro Kunde steigern. Im Gegensatz zum Lieferanten-Ansatz entsteht hier eine engere (und meist auch längerfristige) Zusammenarbeit, die dir Planungssicherheit gibt. Bedeutet im Endeffekt: Du kannst mit wenigen ausgewählten Partnern zusammenarbeiten.

Vorteile:

  • mehr Umsatz pro Kunde, da du nicht nur einen einzelnen Werbeplatz, sondern eine komplette Kampagne durch dein Medien-Ökosystem verkaufst

  • längere und engere Zusammenarbeit mit Werbetreibenden

  • höherer Einfluss auf Inhalte und Ausspielung

Nachteile:

  • höherer Aufwand

  • komplexere Prozesse in der Umsetzung

Für Werbetreibende unterscheiden sich beide Ansätze in der Rolle, die DU einnimmst. Im ersten Fall bist du ein Werbe-Kanal, der schnell und einfach zur Verfügung steht. Im zweiten Fall bist du ein Partner, der aktiv in die Kampagne eingebunden ist und bessere Ergebnisse liefern kann.

Beide Ansätze funktionieren. Entscheidend ist, dass du dich klar für einen Weg entscheidest. Denn sobald du beide vermischst, verlierst du die Vorteile beider Ansätze, musst aber weiterhin mit den Nachteilen leben.

Was du nicht machen solltest:

  • Du bietest feste Werbeplätze und -preise an, möchtest aber nur mit ausgewählten Partnern zusammenarbeiten

  • Du hast Fest-Preise für deine Formate, entwickelst aber individuelle Integrationen und betreust jeden Kunden einzeln

In beiden Fällen hast den den erhöhten Aufwand aus dem Manufaktur-Ansatz, kombiniert mit den Begrenzungen eines Lieferanten (kaum Möglichkeiten, dem Kunden zusätzliche Leistungen anzubieten + kein Einfluss auf die Ergebnisse).

Falls du dir unsicher bist, ob du beide Ansätze vermischt hast:

  • Du lässt deine Kunden allein auswählen, welche Formate und Platzierungen sie buchen?

  • Dein Kunde ist für die inhaltliche Ausgestaltung der Werbemittel zuständig?

  • Du berechnest nach Reichweite oder arbeitest mit Festpreisen, die jeder einsehen kann?

Lieferant

  • Du betreust jeden Kunden persönlich?

  • Du bist in die Content-Erstellung involviert?

  • Deine Preise hängen vom Umfang und der Tiefe der Zusammenarbeit ab?

→ Feinmanufaktur

Falls du dir trotzdem noch unsicher bist, ob du beide Ansätze in deinem Werbevertrieb vermischst, schick mir gern einen Link zu deiner Publikation und ich prüfe das für dich. In diesem Sinne wünsche ich dir schonmal die schönste April-Woche des Jahres. Abschließend noch drei kurze Meldungen:

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🔴 Livetalk: Diesmal sprechen wir mit Mathias Janutsch vom gemeinnützigen Podcast-Festival „Leipzig lauscht“. Mathias bringt Einblicke und Herausforderungen mit aus seinem Alltag rund um das Festival. Falls du

  • mal hinter die Kulissen eines Podcast-Festivals schauen willst

  • nach einem Grund für deinen (nächsten) Leipzig-Besuch suchst

oder

  • du dich rund um das Festival einbringen willst (um z.B. für dein Podcast/Buch/Workshop etc. zu trommeln)

... dann ist dieser Call inkl. Q+A-Runde genau das Richtige für dich.

Wann? 📅 DO, 16.04. ab 20:15h

➽ Schalte dich mit ein:

https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Über diesen Link (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).

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Bye Bye, Spaltpilz: Zur Feier des Tages habe ich mich am Montag etwas auf Chefkoch.de (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) umgesehen und mir (und euch) für das Wochenende das mit Abstand beliebteste Rezept für ungarisches Gulasch rausgesucht: Klick (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Guten Appetit.

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Last but not least, David und ich haben am Montag unser erstes Mediapreneur-Produkt gelauncht: Einen Guide, mit dem du den kompletten Prozess der Ansprache von Werbepartnern Schritt für Schritt selbst Nachbauen kannst. Mit dabei ist auch das E-Mail-Template, mit dem wir Werbepartner nicht nur ansprechen, sondern auch verlässlich Antworten bekommen. Alle Infos zu unserem allerersten Produkt findest du unter diesem Link: Klick (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Erster Launch, kein Ad-Budget, jede Empfehlung hilft uns gerade sehr. 🙏 Wenn das also für dich oder für Jemanden in deinem Umfeld relevant ist…

Frische Grüße
sendet dir
Sören

🎒 Mediapreneur ist Ambassador der Berliner Mitgliedschafts-Plattform Steady. Wenn du dich über unseren Affiliate-Link anmeldest (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), können wir dir eine 60-minütige, individuelle Beratung zu deiner Community-Finanzierung anbieten. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Du sparst sogar die Steady-Provisionen in den ersten drei Monaten nach Launch.

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