
Rückblick: Diemelradweg
Es hat funktioniert.
Der größte Teil von euch hat sich sehr über das Video gefreut und auch YouTube selbst war ziemlich zufrieden. In meinen Analytics stand nach wenigen Tagen:
"Die Aufrufzahlen sind 20 % höher als sonst. Mehr Abonnenten sehen sich dieses Video an und bleiben länger als sonst dabei. Dadurch wird seine Reichweite in den YouTube-Empfehlungen erhöht."
Kurz darauf wurde die Marke von 10.000 Aufrufen geknackt.
Diese Zahl könnt ihr öffentlich sehen.
Eine andere Zahl dagegen kennt normalerweise niemand.
Deshalb möchte ich sie euch heute einfach mal verraten:
Mit diesem Video habe ich bislang rund 200 Euro Werbeeinnahmen über YouTube erzielt.
Ich finde solche Zahlen selbst immer spannend, weil man als Zuschauer oft überhaupt kein Gefühl dafür hat, was hinter den Kulissen eines Videos passiert.
Falls ihr euch also jemals gefragt habt, was 10.000 Aufrufe auf einem Fahrradkanal ungefähr wert sind:
In diesem Fall waren es rund 200 Euro. Das schwankt aber stark.
Bevor jetzt jemand denkt, ich wäre reich geworden:
Wenn ich den kompletten Aufwand für Planung, Anreise, Dreharbeiten, Schnitt und Nachbearbeitung dagegenrechne, ist der Stundenlohn vermutlich eher Stoff für eine Comedy-Sendung.
Zum heutigen Video
Ich rechne heute ehrlich gesagt mit einer ordentlichen Portion Gegenwind.
Der Typ aus Köln, der kein Ingenieur und kein Zweiradmechaniker ist, erlaubt sich mal wieder eine Meinung zu einem Technikthema zu haben. Und zwar zu einem Thema, das viele Menschen überraschend emotional diskutieren.
Die Reaktionen kann ich mir jetzt schon vorstellen.
Dabei ist mir völlig bewusst, dass ich mit Titel und Thumbnail bewusst provoziere.
Ich schaue böse in die Kamera, benutze das Wort "Hass" und stelle eine steile These auf.
Warum?
Weil Aufmerksamkeit auf YouTube nun einmal nicht entsteht, indem man sein Video nennt:
"Eine differenzierte Betrachtung der Kettenschaltung eines Laien."
Das würde sich vermutlich niemand anschauen 😄
Mein Ziel ist aber nicht, die Kettenschaltung schlechtzureden oder irgendjemandem sein Fahrrad madig zu machen.
Ich habe nichts davon, wenn mehr Pinion- oder Rohloff-Systeme verkauft werden. Ich bin weder Händler noch Hersteller.
Ich möchte vielmehr eine Diskussion anstoßen.
Und ich möchte über etwas sprechen, das mich persönlich auf meinen Touren immer wieder beschäftigt.
Im Video konzentriere ich mich deshalb bewusst auf die Dinge, die mich an Kettenschaltungen stören.
Nicht, weil sie schlecht wären.
Sondern weil ihre Vorteile ohnehin jeder kennt.
Günstig in der Anschaffung. Einfach zu reparieren. Hohe Effizienz. Sportliches Fahrgefühl.
Deshalb fahren schließlich auch unzählige Rennräder, Mountainbikes und Trekkingräder mit Kettenschaltung herum.
Aus meiner Sicht als eher chaotischer Tourenfahrer sieht die Welt aber manchmal etwas anders aus.
Gerade wenn man wenig Lust auf Pflege, Reinigung und regelmäßige Wartung hat.
Ob meine Argumente überzeugen oder ob ich heute im Internet gegrillt werde?
Keine Ahnung.
Technikthemen bringen schließlich zuverlässig die größten Experten des Landes hervor.
Fast so zuverlässig wie eine Fußball-WM, die plötzlich 80 Millionen Bundestrainer hervorbringt 😄
Bis zur nächste Woche, ich freue mich auf euch!
https://www.youtube.com/watch?v=Nq2H5UWYvu4 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)