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Newsletter 11/2025

Gedanken…

Der November stand bei mir im Zeichen des Reisens. Leipzig, Stuttgart, Braunschweig, Hamburg. Immer hatten die Reisen mit meinem Buch “Kneten, Backen, gut!” (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und dem “Brot-Guide” (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zu tun und immer war es Freude und Anstrengung zugleich.

In Leipzig stand ich das erste Mal seit einigen Jahren wieder an meinem alten Stammsendeplatz bei “MDR um vier” vor der Kamera und habe Ciabatta gebacken. Das Studio wurde inzwischen umkonstruiert. Der restliche Ablauf blieb gleich: alle Teigzustände mussten binnen 17 Minuten vor die Kamera, also musste ich über den Tag verteilt insgesamt sechsmal den gleichen Teig ansetzen und mit nach Leipzig bringen. Das Team vom MDR war mir gleich wieder vertraut, insofern wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Die Teige haben das gemacht, was sie sollten. Da nach der letzten Sendesekunde (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) sofort der gesamte Strom im Studio abgestellt wird, bin ich schon damals dazu übergegangen, die reifen Teiglinge in den kalten Ofen einzuschießen, um das Prinzip zu zeigen. Das hat den Vorteil, dass der Teig nicht “teilgebacken” ist, sondern ich ihn als Rohling einfach wieder mit nach Hause nehmen und dort backen kann. Ich habe also bis auf die von zu Hause fertig gebacken mitgebrachten Ciabatta (die blieben als Team-Speisung vor Ort ;-)) den gesamten Teig in den verschiedenen Reifezuständen zusammengemischt, in eine Wanne gesteckt, während meiner Rückfahrt anreifen und dann über Nacht im Kühlschrank fertig reifen lassen.

Am nächsten Morgen kam der Teig auf den Tisch, wurde portioniert und nach einer kurzen Stückgare im Leinen abgebacken. So gab es keinerlei Abfall, sondern hervorragende Ciabatta für den nächsten Termin, der 12 Uhr im Freiberger Taschenbuchladen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) anstand. Dieser winzige Buchladen veranstaltet dienstags immer die “Kultur am Mittag”. Autorinnen und Autoren stellen dann für 10-15 Minuten ihre Werke vor, ohne dass das Publikum weiß, wer da kommt. Die Freiberger nutzen ihre Mittagspause, um bei Tee und Keksen neue Bücher kennenzulernen. In meinem Fall gab es natürlich keine Kekse, sondern Ciabatta. Der Laden war brechend voll und ich habe mit Heike Weniger, der Inhaberin, (zeitlich überzogen) gut 30 Minuten über mein Brotleben und das neue Buch gesprochen.

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