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Die FDP plant in Zürich den Grossangriff

Michael Baumer, Marita Verbali und Përparim Avdili – so heissen die Kandidatinnen und Kandidaten, mit denen die FDP Stadt Zürich laut einer Mitteilung ins Stadtratsrennen steigen will.

Baumer ist als Bisheriger und Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe keine Überraschung. Eher unerwartet ist jedoch, dass die Liberalen nicht nur den Sitz des nicht mehr antretenden Stadtrats Filippo Leutenegger verteidigen möchten. Die FDP geht mit drei statt zwei Kandidierenden ins Rennen. Gemeinderätin Marita Verbali sowie Gemeinderat und Parteipräsident Përparim Avdili haben im rot-grünen Zürich keine einfache Aufgabe vor sich.

Avdili will ausserdem nicht nur Stadtrat, sondern Stadtpräsident werden und damit die zurücktretende Corine Mauch (SP) beerben. Somit erhält SP-Stadtrat Raphael Golta erste Konkurrenz. Erst kürzlich haben die Delegierten der SP den Vorsteher des Sozialdepartements für das Stadtpräsidium nominiert.

Positiv fällt auf, dass die zwei neuen Kandidierenden im Gegensatz zu den SP-Bewerberinnen und SP-Bewerbern einen Migrationshintergrund haben. Insbesondere die Kandidatur von Përparim Avdili dürfte dem Wahlkampf guttun. Ob es aber beim geplanten Dreierticket bleibt, entscheidet am 4. September die Delegiertenversammlung der FDP.

Stadt nimmt Quartiervereine an die Leine

Am vergangenen Mittwoch wurde im Stadtzürcher Gemeinderat über die Subventionen an die insgesamt 25 Quartiervereine debattiert. Wie von Rathuus prognostiziert (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), folgte die Mehrheit des Parlaments dem Anliegen des Stadtrats und der vorberatenden Gemeinderatskommission. Die Quartiervereine bekommen zwar mehr Geld, müssen aber auch mehr Kontrollen über sich ergehen lassen. So muss jeder Quartierverein neu eine Subventionsvereinbarung mit der Stadt abschliessen. Immerhin können die Quartiervereine unter gewissen Bedingungen die Finanzrevision weiterhin durch Laien erledigen lassen.

Für die Dachorganisation Quartierkonferenz Zürich (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) als vermeintliches Sprachrohr der Quartiervereine ist der Ratsentscheid eine herbe Niederlage. Man hatte sich in einem offenen Brief im “Tagblatt der Stadt Zürich” klar gegen die Weisung des Stadtrats gestellt und versucht, in letzter Sekunde die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte umzustimmen. Offensichtlich vergeblich.

Diese Woche frisch erschienen

  • Zürcher Datenschützerin deckt Probleme auf
    Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hatte im vergangenen Jahr viel zu tun. 2024 standen Kirchgemeinden und Spitex­-Organisationen im Fokus ihrer Kontrollen. Die Datenschützerin hat dabei zum Teil erhebliche Mängel festgestellt. Zudem wird die Cloud-Lösung Microsoft 365 immer mehr zum Zankapfel, wie der Artikel von Pascal Turin zeigt. Direkt zum Artikel. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

  • Doppelt gemietet hält besser – Zürich zahlt für zwei Rathäuser
    Ab 2026 wird die Rathausbrücke – inoffiziell Gemüsebrücke genannt – saniert. Die Bauerei wird so laut, dass der Kanton Zürich der Stadt ab nächstem Jahr den Mietzins fürs historische Rathaus erlässt. Lorenz Steinmann erklärt warum die Stadt bis dahin weiter doppelt zahlt – fürs Rathaus und das Provisorium im Kreis 4. Direkt zum Artikel. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

  • Die steile Erfolgskurve der Frauen-Nati macht Freude
    “Die Fussball-Nati der Männer brauchte einige Jahrzehnte, um auf heutigem Niveau zu performen. Darum plädiere ich (59) dafür, an unser Frauen-Team zu glauben und mehr Freude, Geduld und Toleranz zu zeigen”, schreibt Lorenz Steinmann in seinem Kommentar. Direkt zum Artikel. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Viel Vergnügen beim Lesen und vielen Dank für deine Unterstützung.

Lorenz Steinmann und Pascal Turin

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