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Wie wäre es mit einem Ausflug an den Gardasee?

Buchcover - Titel: Die Papierschöpferin - Autorin: Anna Thaler - Motiv: Zwei Menschen von hinten, im Hintergrund eine Wassermühle.

Anfang Februar 2026 ist es endlich soweit, und mein neuer Roman erscheint! “Die Papierschöpferin” entführt dich in das valle delle cartiere (Papiermühlental) um 1467/68.

Um was geht es?
Haus vor einer grün bewachsenen Felswand mit einem Fluss davor
Das Museum im Papiermühlental valle delle cartiere Toscolano-Maderno (Veneto, Italien)

Ich erzähle die Geschichte von Sofia di Maderno, der Tochter eines Papiermüllers aus einem kleinen Tal, durch das der Gebirgsbach Toscolano in den Gardasee fließt. Der Vater Corrado war von einer Reise nach Venedig nicht mehr zurückkehrt, die Mutter bereits bei der Geburt der jüngsten Tochter verstorben. Sofia muss sich ab sofort um ihre jüngeren Geschwister und die Mühle kümmern. Das erweist sich als schwieriger als gedacht, da der Vater ganz eigene Wege gegangen ist und sich damit angebliche Freunde zu Neidern gemacht hat …

Darüber hinaus ist es nicht nur eine Geschichte über das Papiermachen, sondern auch über den Buchdruck. Die Verbindung von beidem war sogar entscheidend dafür, dass ich den Roman überhaupt geschrieben habe!

Wie bin ich auf diese Idee gekommen?

Das Papiermühlental entdeckte ich 2013 in einem Urlaub und besuchte dort auch das wundervolle Museum. Die Idee, einen Roman über die Papierherstellung zu schreiben, war im Laufe der Jahre immer da, ohne dass sich daraus eine Geschichte entwickelte - dafür häufte ich immer mehr Wissen an.

Frau mit grünem Hut zeigt auf eine Druckerpresse
Diana vor einer Druckerpresse in Druckerkleidung im Plantin-Moretus Museum, Antwerpen (Flandern, Belgien)

Erst zehn Jahre später, im März 2023, machte ich den entscheidenden Schritt, und zwar hinein ins Plantin-Moretus-Museums in Antwerpen, das einer der europaweit bedeutendsten Drucker-Familien gewidmet ist. Nach dem Besuch begriff ich die Verbindung von Papier und Buch. Johanes Gutenberg verändert gegen Ende des 15. Jahrhunderts den Buchdruck, doch ohne das entsprechende Papier wäre seine Idee zum Scheitern verurteilt. Sogar die Schrifttypen (Bleisatz) spielten eine große Rolle.

Wissen, Zeitgeist, Möglichkeiten - und die Kulturrevolution konnte beginnen. Damals wie heute passte es - für mich, weil ich endlich die passende Geschichte gefunden hatte.

Als kleinen Vorgeschmack brachte ich in meinem phantastischen Roman “Die Legende vom letzten Bücherjäger” (September 2023) ein wenig über das Papiermachen unter (natürlich stark vereinfacht).

Warum eine Papiermühle? Was bedeutet Papier für mich?

Ich habe eine besondere Beziehung zu Wassermühlen. So besonders, dass ich 2020 einen kleinen Schauerroman über “Die alte Wassermühle” geschrieben habe.

Wasser ist wesentlich für die Papierherstellung, nicht nur als Antriebskraft , sondern auch für die Verarbeitung des Ausgangsmaterials Leinen (beziehungsweise Lumpen).

Darüber hinaus wusste ich immer schon viel über die moderne Papierherstellung, da mein Vater in einem Unternehmen für Papiermaschinen gearbeitet und mich früher auf Werksführungen mitgenommen hatte. Diese Verbindung ist mir erst 2013 im Papiermühlental wieder bewusst geworden, wo ich die Brücke zwischen den heutigen Methoden und dem handwerklichen Prozess des Schöpfens schlagen konnte.

Papier hat eine große Bedeutung für mich. So gut und sinnvoll ich eBooks finde, ich lese lieber auf Papier, ganz ehrlich.

Welche Anteile an der Geschichte sind wahr?

Das Papiermühlental (valle delle cartiere), durch den der Toscolano fließt, gibt es wirklich. Die Region gehörte damals zur Republik Venedig, für die exklusiv produziert wurde.

Die Handelsbeziehungen zwischen Augsburg und Venedig bestanden schon damals, die Fuhrwerke und Kaufleute folgten dem alten römischen Fernstraßennetz. Augsburg war eine aufstrebende Handelsstadt, das goldene Zeitalter mit Jakob Fugger lag aber noch vor ihr. Er selbst wurde früh als Kaufmann ausgebildet und war schon als Jugendlicher in Venedig. In Venedig wiederum hatte das Dogen-Paar Cristoforo Moro und Cristina Sanudo das Sagen, und sie vermutlich kaum weniger als er. Die Dogaressa galt als einflussreich.

Das ist das wahre Gerüst der Geschichte. Der Rest ist eine wilde Mischung aus Dichtung und ein bisschen Wahrheit, es ist Fiktion!

Zuletzt: Der Klappentext
Klappentext zu "Die Papierschöpferin"
Knaur Verlag; 02.02.2026; Taschenbuch; 320 Seiten; ISBN 978-3426529645; Preis 13,99 Euro.

Erscheint außerdem als eBook (alle gängigen Formate, 9,99 Euro) und Hörbuch (audible exklusiv), Sabine Arnhold, die bereits die Südtirol-Saga eingelesen hat, verleiht Sofia ihre Stimme.

Sujet Historisches

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