(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Er ist da! Unser erster Newsletter.
Und damit herzlich willkommen hinter den Kulissen des Selbstlaut Kollektivs! Wir sind ein Kollektiv aus freiberuflichen Journalist*innen. Wir denken Journalismus gemeinsam und machtkritisch, in Text, Bild und Ton.
Was dabei herauskommt, was wir uns gedacht haben und wie ihr euch einmischen könnt, das erfahrt ihr hier jeden Monat.
Hinter der Recherche: Jahresthema Femizide
Vor knapp einem Jahr trafen wir uns, um gemeinsam ein Jahresthema vorzubereiten. Ein großes Thema, an dem wir als Team arbeiten. Zu der Zeit geisterte gerade eine Zahl des BKA durch die Medien: 360 Femizide in nur einem Jahr, fast jeden Tag tötet ein Mann eine Frau. Auch wenn sich diese Zahl nicht als belastbar herausgestellt hat, sind alle anderen Belege zu dem Thema erschreckend: Hunderttausende Fälle häuslicher Gewalt gibt es jährlich in Deutschland. Jeden zweiten Tag tötet ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin. Jeden Tag versucht es einer. Seit Jahren sinken diese Zahlen praktisch nicht. Wie kann das sein?
In den vergangenen Monaten haben wir zu unterschiedlichen Aspekten dieses Themas recherchiert: Zur Frage, warum so wenige Täter in Präventionskursen landen, wie man erkennt, wann eine Frau akut gefährdet ist, - und was wirklich gegen Femizide hilft.
Es war eine kräftezehrende Recherche, auch emotional. Die Geschichten machen traurig und wütend. Es geht dabei nicht nur um die einzelnen Fälle, sondern um strukturelle Probleme: fehlende Unterstützung der Betroffenen, schlechte Absprachen der Behörden und mangelnde Verantwortungsübernahme. Doch es gibt Lösungsansätze.
Die Ergebnisse findet ihr auf unserer Website (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Wir freuen uns sehr über Feedback und Austausch dazu. Schreibt uns gerne. Und kommt am 6. Dezember zu unserer Fachtagung in Berlin. In diesem Jahr probieren wir etwas Neues aus: Unsere Recherchen mit euch, Betroffenen und weiteren Expert:innen aus Politik, Justiz, Täterarbeit und Medien diskutieren. Wir wollen wissen: Wo stehen wir in Deutschland? Und was müsste jetzt getan werden?
Für die Fachtagung anmelden könnt ihr euch hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Die Plätze sind begrenzt.
Empfehlungen aus dem Kollektiv
Punchlines für ein traumatisiertes Land
Die Situation in Syrien dürften die wenigsten aktuell mit Humor verbinden. Doch es gibt ihn natürlich! Wie der klingt, hat Theresa für uns in Damaskus rausgefunden (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
“Ich habe den Berührungen nicht zugestimmt”
So klingt Machtmissbrauch an Schweizer Unis. Aufgedeckt hat das Anina in einer umfassenden Recherche für das Schweizer Magazin Reflekt. Warum dahinter ein strukturelles Problem im Wissenschaftsbetrieb steckt, lest ihr hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Sie lässt nicht locker!
Die schrecklichen Nachrichten aus dem Sudan reißen nicht ab. Wer kann, flüchtet – und baut sich ein neues Leben auf. Wie Salma Awad, die erste Fahrradkurierin im Sudan. Helena und Laila haben sie in Kairo getroffen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
In Bildern
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Was machen die Kolleg*innen?
Wenn eins in unserer Branche ganz sicher fehlt, dann sind das die Perspektiven junger Menschen mit Migrationsgeschichte. Zum Glück ändert sich das (langsam). Olivias Mentees der Jungen Islam Konferenz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) haben in den letzten Monaten an ihren Podcasts gefeilt. Herausgekommen sind Stücke, nach denen sich Redaktionen sehnen (weil die meisten keinen Zugang dazu haben): Rechte in migrantischen Communities, Trauern in der Diaspora und die Hamburger Hip Hop-Tanzszene.
'Sprechstoff' ist raus auf allen Plattformen, auf denen ihr eure Podcasts hört (zB auf Spotify (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)).
Die wichtigste Frage zum Schluss: Was denkt ihr? Über die Themen, die euch unter den Nägeln brennen, über unsere Recherchen, über diesen Newsletter. Wir wollen es hören!
Wir freuen uns natürlich auch, wenn ihr diesen Newsletter weiterempfehlt.
Eine schöne Restwoche wünschen euch
Eva, Timo und das Selbstlaut Kollektiv
Das Selbstlaut Kollektiv sind Ann Esswein, Karolina Kaltschnee, Olivia Samnick, Anina Ritscher, Alicia Prager, Paul J. Hildebrandt, Bartholomäus Laffert, Sandra Singh, Laila Sieber, Helena Manhartsberger, Eva Hoffmann, Tamara Keller, Nora Börding und Timo Stukenberg. Mehr Infos und Links zu unseren Veröffentlichungen findet Ihr auf unserer Website (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), auf Instagram (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), LinkedIn (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und BlueSky (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
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