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⟡Feerich 2026 - Die Community Challenge des Morgengrauens!⟡

Kleine Spoilerwarnung: Es kann durchaus sein, dass Fanarts, Geschichten oder Texte Spoiler zur Kampagne enthalten oder thematisieren!

Gääääähn, ist denn schon wieder Frühling?

Der Feerich ist vorbei und damit auch die kalte Jahreszeit. Die ersten Blumen haben bereits ihre Köpfe gen Sonne gereckt und das Morgengrau(en) erstreckt sich über den Himmel.

Unser Thema für die Feerich Challenge lautet Morgengrauen: Eine letzte Erinnerung an die Dunkelheit des Winters und ein Mahnmal für das, was sich in den langen Schatten eines anbahnenden Morgens verbirgt. Also lasst uns noch einmal einen Blick auf die Grauen werfen, welche die fantastischen Werke der Feerich Challenge aus den Schatten hervorgebracht haben!

Den Start bietet uns dieses Mal Svenskola nicht nur mit Kunst in Form einer Collage aus Aquarellbildern, sondern auch in der von Lyrik. Für mich persönlich ist das eine besonders schöne Kombination dieser Medien, denn auch ich habe in der Vergangenheit gern Lyrik mit Malereien oder Zeichnungen verbunden. Svenskola bringt uns nicht nur Sretniks, sondern vor allem auch Filous Grauen näher. Gefangen in dem Nichts des Selbst und verbunden durch Leid und Verzweiflung. Aber lasst mich nicht zu viel vorweg nehmen und lest selbst:

Nichts.

Dunkelheit. Kälte.

Wo bin ich?

          Nächstes Mal

Stimmen. Schreie.

Stille.

Wer ist da?

Namen.

Sretnik. Filou.

Wer bin ich?

Wut. Schmerz.

Leere.

Was will ich?

           Vollendung.

Fanart von Svenskola

Schaudert es euch auch, so wie mir? Vielleicht ist das aber auch nur die letzte kalte Winterbrise, wer weiß…

Denn von der absoluten Hoffnungslosigkeit werden wir nun von MikaSerpin zur ersten Hälfte des Wortes Morgengrauen geführt.

„Tara, die verzweifelt hofft, dass es noch reicht. Dass ihr die aufgehende Sonne Kraft spendet. Sie ihre Freunde, Familie retten kann. Dass sie den kommenden Tag gemeinsam überstehen und überleben. Dass sie all das Übel vertreiben…gemeinsam!“

Bei diesem fantastischen Werk darf ich damit angeben, dass es von meinem Text für diese Challenge inspiriert war, hehe. Aber vor allem sieht man wundervoll das Durchhaltevermögen unserer Helden und hier insbesondere von Tara. Ein Hoffnungsschimmer am Morgen, denn sobald die Sonne aufgeht, vertreibt sie unwiederbringlich das Grauen. Hoffentlich…

Fanart von MikaSerpin

Unsere wunderbare Esther Schiffer hat sich ebenfalls vom Text inspirieren lassen und hat in einem Geistesblitz ihre Idee bildnerisch aufleben lassen. Eine ruhende Truppe, ein erlöschendes Feuer und im Hintergrund die allbekannte Figur des Gremlins, der die aufgehende Sonne verdeckt und dessen langer Schatten beinahe bis zum aufgeschlagenen Lager reicht. Eine Bedrohung, die mit jedem vergehenden Moment näher kommt und auch hier zu einem wundervollen Beitrag verarbeitet wurde.

Fanart von Esther Schiffer

Als Nächstes beschenkt uns Dormin mit einem Wesen, das wohl bloß spielen will. Na bei ihrer Definition von Spielen will ich ehrlich gesagt nicht dabei sein…

Goldene Fäden und eine Puppe, bei der man nicht weiß, ob sie kontrolliert wird oder selbst die Fäden in der Hand hält. Was auch immer Phase ist, die arme Tara muss befreit werden, falls es nicht bereits zu spät ist. Wir wissen nicht, welches Grauen ihr bevorsteht und vielleicht ist es sogar besser, wenn wir es nie herausfinden. Wunderschön schaurig!

Fanart von Dormin

Konfetti fliegt und- Owei, Fastnacht ist vorbei. War das etwa der Gremlin? Im Werk von Lotosdragon war er das allemal! Wir werden zurückgeworfen zum Moment in Folge 14, als Ahri Angesicht zu Angesicht mit dem Gremlin stand. Sorry, Flemming! Daran wirst du jetzt dein Leben lang erinnert werden, denn Lotosdragon hat dein Schicksal mit meisterhafter Feder verewigt.

Fanart von Lotosdragon

Ryn schenkt uns gleich zwei Werke für die Challenge auf Leinwände gemalt! Nicht mehr lange und wir könnten eine TotS Galerie eröffnen. Da kann ich mit meinem Kunststudium dann zum ersten Mal in meinem Leben etwas Nützliches machen hüstel.

Die erste Malerei greift die goldenen Marionettenfäden auf und zeigt unseren liebsten Humarrun, der vom Gremlin an seine Grenzen gebracht wird.

„…verfangen in Fäden…wie die Marionette, die sie sind.“

Schreibt Ryn hierzu. Und was soll ich sagen? Chapeaux zu diesem Werk!

Fanart von Ryn

Beinahe noch dramatischer wirkt, zumindest für mich, die Malerei zu Sretnik, der wohl nicht nur an den Rand seiner Kräfte, sondern auch an den Rande des Wahnsinns getrieben wurde.

Fanart von Ryn

Als nächstes werden wir musikalisch bereichert, denn shino lion hat ein melancholisches Klavierstück komponiert, das den Morgen nach dem Untergang auf eine Art und Weise verkörpert, wie kaum etwas anderes. Lasst mich keine großen Worte schwingen, denn shino lion drückt es selbst am besten aus:

"Wallbruch. Das Erwachen, nach dem Untergang. Ein seichter Wind weht über die mit blutigen Leichen gesäumten Straßen. Krähen sitzen auf den Dächern zerstörter Häuser. Ihr Krächzen ist eines der wenigen Geräusche, welche an diesem Morgen von Leben in der Stadt zeugen. In den unteren Rängen ist in einigen finsteren Ecken noch immer ein hungriges Knurren zu hören. Katze und Ross sind bis auf die Grundmauern zerstört. Kleidungsfetzen werden von den letzten Ausläufern des Sturmes über den großen Versammlungsplatz vor der einst so prächtigen Feste geweht. Wer das Glück hatte, das heutige Morgengrauen zu erleben, wird sich beim Anblick der Stadt wünschen, weitergeschlafen zu haben."

Der Morgen bricht an und Erdbeerdrache packt die Aquarellpalette aus. In träumerischen Farben und beinahe surrealen Formen wird unsere Truppe vor der aufgehenden Sonne gezeigt. Wir werden eingesogen in eine fremde Welt, die in ihren fließenden Formen ein Echo dessen ist, was die Realität uns verwehrt. Träume zum Morgengrauen; die letzten Erinnerungen daran, wenn man wach wird. Oder interpretiere ich mal wieder zu viel hinein? Wer weiß das schon, aber ich finde es toll!

Fanart von Erdbeerdrache

Da hat jemand unser liebstes Fan Ship mitgebracht! Jahri, my beloved. Freyr hatte erst geplant, etwas kleines zu schreiben (Was ich wirklich gerne gelesen hätte. Aber vielleicht kommt es noch!), doch nach dem Gucken einer gewissen Folge wurde stattdessen dieses wundervolle Werk daraus. Ein bisschen Grauen, ein bisschen Angst. Anders kennen wir es von unserer Truppe (und vor allem Toni) nun wirklich nicht. Aber dafür lieben wir TotS doch und auch unsere wundervollen, talentierten Künstler und Künstlerinnen!

Fanart von Freyr

Zu guter letzt hat Janik Ley uns eine Kurzgeschichte mitgebracht, deren Inspiration nicht nur mein Intro Text, sondern vor allem Lovecraft’scher Horror war. Unabhängig von der Kampagne spielt sie zu irgendeiner Zeit an irgendeinem Ort in Vytra statt. Gefüttert von Lovecraft, Simon Beckett, und dem Nebel des Vortages schafft Janik Ley nicht nur diesen mysteriösen Text, sondern auch eine stimmige Vertonung dessen. Lehnt euch zurück, hört rein, und schaudert im letzten Grauen des Morgens.

Kalt. Schwer. Allein. Ich wage es kaum, den Blick zu heben. Ich scheue den eisigen Wind und das blanke Antlitz der Nacht. Mühsam schreite ich voran. Meine Stiefel waten durch diese Hölle aus Schnee und Eis, in die dieser schreckliche Winter das Land und meine einst so blühende Heimat getaucht hat.

Dies ist kein natürlicher Winter. Es war uns zunächst nicht klar. Wir merkten kaum, wie die Tage noch kürzer, noch kälter wurden als sonst und wie die Nächte emporstiegen zu erbarmungslosen Eisköniginnen, die uns vor ihnen in die Knie zwangen.

lacht

Es ist beinahe lustig. Man sagt, ein Frosch, der nur langsam genug in einem Topf gekocht würde, bemerke es nicht einmal – bis es dann zu spät sei. Und ebenso bemerkten wir es nicht. Ja, wir spürten die Kälte, doch ahnten wir nicht die Finsternis und das Grauen, die mit ihr einhergingen.

Unsere Sinne waren taub für den heimtückischen Griff des Nebels, welcher zunächst mit klammen, dünnen Fingern nach uns tastete, nur um uns im nächsten Moment erbarmungslos zu verschlingen. Wir sahen nicht, was geschah. Doch wir hörten es, beginnend in jener Nacht und fortwährend, mit jedem Sonnenuntergang auf’s Neue. Es begann mit der alten Erna, dem Großmütterchen des Dorfes, der guten Seele, die für jeden stets ein offenes Ohr und einen guten Rat bereithielt. Noch vor wenigen Wochen hatten wir ihren zweiundneunzigsten Geburtstag gefeiert, im alten Backhaus gleich neben der Kornkammer, welcher zu dieser Zeit prall gefüllt war mit den Gaben des Herbstes. Doch dann kam der Winter.

Als wir in jener Nacht ihre Schreie hörten, wussten wir sofort, dass es ihre letzten waren. Viele eilten zu Hilfe, doch eigentlich war uns allen klar, dass es dafür längst zu spät war. Dies waren nicht die Schreie einer Sterbenden. Dies waren die Echos einer Toten. Was wir fanden, waren lediglich ihre Kratzer auf dem Boden, blutig und tief im Holz der alten Dielen. Und ein Hauch des Bösen, das noch in der Luft hing.

Ein Ziehen in der Brust, Druck auf den Ohren und ein wildes Kichern, das irrwitzig von links nach rechts sprang und einen fast um den Verstand brachte, wenn man sich zu lange dort aufhielt. Wir fürchteten jenen Ort und die Schrecken, die sich hier zugetragen haben mussten. Und so verließen wir ihn und mieden ihn so gut wir konnten. Den Schrecken jedoch entkamen wir nicht.

Jeden Abend, sobald die Sonne hinter den fernen Wäldern und Gipfeln am Horizont versank und die Sterne am Firmament das Land in ein fahles Dämmerlicht tauchten, jedes Mal, wenn dieser scheußliche Nebel aufzog, hörten wir sie von Neuem: Die verzweifelten Schreie und das jämmerliche Wehklagen der Alten, das einem den Atem stocken und das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Und bald waren es nicht mehr nur ihre Schreie. Nein, das Unheil, welches in jener grausamen Dezerich-Nacht seinen Lauf genommen hatte, schlug weiter um sich und stahl Seele für Seele, Nacht für Nacht. Als es schließlich auch dich ereilte, mein Herz, wurde mir auf die grausamste Weise gewahr, dass es nur eine Rettung geben konnte. Flucht. So aberwitzig ein Auszug in die Kälte zu dieser Jahreszeit auch scheinen mochte. Ich musste um alles in der Welt das Letzte schützen, was von dir geblieben war.

Deine Spur des Lebens, die ich in mir trage. Trauer lastete schwer auf mir, als ich an diesem Sonnenaufgang aus dem Haus schritt, bepackt mit dem Nötigsten und so vielen Vorräten wie ich tragen konnte. Es waren mehrere Tagesmärsche bis zur nächsten Siedlung und ich würde nur wenige Stunden im Hellen voranschreiten können. Zunächst kam ich erstaunlich gut voran und für einen unschuldigen Moment beschlich mich das lichte Gefühl der Hoffnung.

Doch dann kam die erste Nacht und ich verstand, warum jegliche Fluchtversuche anderer bislang gescheitert waren und sie spätestens am Tage nach ihrem Aufbruch wieder zurückkehrten oder zitternd und kreidebleich auf den Straßen aufgefunden wurden. Es war dieser scheußliche Nebel, der die Gegend um unser Dorf seit jener Nacht heimsucht. Je länger ich mich durch ihn hindurchkämpfte, umso mehr kam es mir vor, als verlachte er mich, zerrte an meinem Geist und amüsierte sich dabei, mir Qualen zu bereiten.

Spukgestalten tauchten in den finsteren Schwaden vor mir auf, schnitten grässliche Grimassen und bedrängten mich. Dann die Schreie und das Wehklagen, welches im Dorf selbst in den Häusern zu hören gewesen war. Es gellte auch hier draußen über die Felder und ließ mich ihren Horror wieder und wieder miterleben. Das Schlimmste jedoch war jenes wahnsinnige Kichern, welches bereits die Hütte der alten Erna durchzuckt hatte – ein schrilles, manisches Lachen, das sich mit all den anderen Geräuschen und Sinneseindrücken zu einer unbändigen Kakophonie des Grauens auftürmte.

Ich rang mit meinem Verstand, versuchte mich auf meine Schritte und das Atmen zu konzentrieren, doch am Ende waren es allein die Gedanken an dich, mein Herz, und an unseren größten, gemeinsamen Schatz, die mich bei Sinnen hielten. Mutter sagte immer, nichts sei so stark wie mein Wille und dass er meine stärkste Waffe in dieser harten Welt da draußen sei. Vater lamentierte im Scherz, womit er denn gleich zwei solcher Sturköpfe wie uns verdient hätte. Vielleicht ist es also auch einfach Trotz, dass ich auch heute, in der dritten Nacht weiter voranschreite und mir NICHT von diesem wahnsinnigen Keifen und Klagen die Entschlossenheit rauben lasse, mein Ziel zu erreichen.

Ich bilde mir ein, dass der Nebel dünner geworden ist, die Schreie leiser und sogar der Wind weniger scharf auf meinen Ohren pfeift. Unser Dorf war verflucht worden – so viel ist klar – doch kein Fluch währt grenzenlos und hier draußen, in dieser trostlosen Einöde, scheint seine Macht abzunehmen.

Ich sehne mich nach einem Bett, nach Feuer und warmem Essen, nach Menschen. Nach einer Nacht voller Schlaf und vor allen Dingen – und es bricht mir das Herz – nach deiner Umarmung, oh ewig Geliebter, die mir jedoch nie wieder vergönnt sein wird. Ich wage es nicht, im Nebel zu schlafen und so ruhe ich lediglich für einige Stunden unter Juurs wachsamen Augen am helllichten Tag. Ich bin müde. Und dieser Wind so schrecklich kalt. Ob der Schnee wohl jemals tauen wird, wenn der letzte Wintermorgen bricht? Da!

Ist das… der erste Sonnenstrahl?

(Gelesen und geschrieben von Janik Ley)

Ob ich mit meinem Prompt die sadistische Ader der Kultisten getroffen habe? Vielleicht!

Ich bereue nichts!

Danke an alle Kultisten, an alle Unterstützer*innen und jede einzelne Person, die dafür sorgt, dass wir nicht nur das Grauen im Morgengrauen erleben müssen.

Ich kann nur von Herzen sagen, dass ich mir keine tollere und liebere Community vorstellen kann als diese hier. Jeder Tag ist voller Leben, kein Morgen ist grau oder trist, auch wenn man nur einen kurzen Blick in unseren Server wirft.

Das Jahr hat gerade erst begonnen und der Feerich ist schon vorbei. Und mit ihm die erste Staffel unserer Kampagne und ich bin vermutlich nicht die einzige, die das Gefühl hat, dass es erst ein paar Wochen her ist, als die erste Prologfolge auf YouTube hochgeladen wurde. Ich hoffe demnach sehr, dass ihr noch dabei sein werdet, wenn der neue Zyklus eingeleitet wird.

Von ganzem Herzen und mit dem Frühling vor der Nase sage ich also:

TotS of Love!

Eure Lou


Sujet Community/das Firmament

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