Meine Top 5- Tipps

Als erstes gilt: Schuhe anziehen, Jacke überwerfen, Haus verlassen. Das Beste, was du tun kannst, ist, in die Bewegung zu kommen. Denn mit jedem Schritt, den du gehst, wird dein Körper automatisch ruhiger. Spazierengehen wird immer noch unterschätzt. Joggen geht zu sehr auf die Gelenke und kann sich innerlich wie Stress anfühlen, während Spazierengehen uns beruhigt, Glückhormone ausschüttet und uns erdet. Idealerweise ziehen wir die Schuhe wieder aus und gehen barfuß, wenn möglich, denn dann findet ein Elektronenausgleich statt, der den Stress quasi in den Boden leitet.
Ich bin ein großer Fan von Unterstützung in Form von Mikronährstoffen. Und wer supportet den Körper von der kleinsten Zelle an als Schlüsselsubtanz? Genau: Q10 Ubiquinol! Grund: Es sorgt dafür, dass unsere Mitochondrien, die kleinsten Kraftwerke der Zelle, wieder richtig rund laufen. Kann man sich wie kleine Häuschen in uns vorstellen, in denen endlich der Hausmeister mit Superkräften vorbeikommt, um einmal klar Schiff zu machen. Mit der Konsequenz, dass bei uns genug Strom fließt. Haben wir zu wenig Q10, geht quasi das Licht aus. Wir fühlen uns müde und schlapp, der Körper bildet freie Radikale, die Entzündungen hervorrufen, und die Mitochondrien laufen im Notbetrieb. Q10 macht das Gegenteil: Es schmeißt den Turbo an, löscht den Zellbrand und sorgt für Ruhe im System. Deshalb setze ich neuerdings auf ein Q10- Ubiquinol- Spray. Schon nach 1, 2 Sprühstößen fühle ich mich besser. Ich merke richtig, wie die Kraft zurückkommt. Herz und Hirn lieben Q10, weil es die Dauerbelastung durch Stress ausgleicht. Außerdem ist Q10 ein Anti-Aging-Geheimtipp, denn es schützt die Telomere. Das sind quasi die Plastikenden an den Schnürsenkeln deiner DNA. Fransen sie aus, altern wir schneller. Und das wollen wir ja nicht. Ich sag´nur: Mehre Fliegen mit einer Klappe. Schon in meinem Buch „Mama ist tot. Und jetzt?“ hatte ich Q10 erwähnt, aber die To-Go-Variante in Sprayform habe ich erst diesen Herbst entdeckt.
Ebenfalls ein toller Stoff gegen Stress ist Quercetin, ein Flavonoid. Eigentlich quasi der chillige Cousin vom Q10. Ein Pflanzenfarbstoff, der das Blümchen vor UV-Strahlen, Bakterien und Umweltstress schützt. Nehmen wir den zu uns, macht er mit uns logischerweise das Gleiche. Sogar Histamin und Cortisol kann der kleine Freund dämpfen. Habe ich, unter uns, schon in hohen Dosen bei Flugangst getestet und hat mir sehr geholfen. Schon 500 mg können gut tun, meine 3000 muss man ja nicht nachmachen. Prinzipiell hat Quercetin bei mir meinen körpereignen Stress immer reduziert. In Kombination mit Vitamin C verstärkt es seine Wirkung sogar noch. Ich kann beides, Q10 und Quercetin, nur empfehlen. Das Versuchskarnickel war- wie immer- ich.
Iss, was dich nährt. Das kann auch der Lieblingsapfelkuchen des Verstorbenen sein. Hauptsache, du kommst gut durch den Tag. Ich bin in dieser Phase schon für emotionales Essen. Wenn du es allerdings schaffst, würde ich versuchen, Proteine einzubauen. Grund: Sie sind ein Energiekick und Nervenkitt in einem. Je mehr Zucker und Weizen du isst, desto mehr wandelst du im Brainfog. Folge: Du bist müde, durch den schwankenden Blutzucker, und am Ende noch instabiler und leidest unter mehr Stimmungsschwankungen und Heißhungerattacken. Idealerweise, bei Stress- und nichts anderes ist Trauer- startest du den Tag mit einem salzigen Frühstück. Beispiel gefällig? Eier, etwas Gemüse, Avocado. Wenn du deinen Körper bei dieser Herausforderung unterstützen willst, gibst du ihm als Hauptmahlzeit Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüssen und Gemüse, eben alles, was ihn stark macht. Und Aminosäuren sind ja nun mal die Gute-Laune-Vorboten. Und je mehr Glückshormone wir in uns bilden, desto resilienter werden wir.
Wie gesagt: Auch Ausnahmen dürfen sein. Aber wenn du dir selbst von innen etwas Gutes tun willst, Zucker, Weizen & Co eher zurückschrauben.
Übrigens: Auch Kaffee würde ich überdenken. In den 30ern habe ich den gerne morgens nüchtern getrunken, seit ich Mitte Vierzig bin, ist das die dümmste Idee. Mir rast das Herz eine halbe Stunde später, ich schwitze und fühle mich, als würde ich von einem Mamut gejagt. Einschlafen kann dann mitunter auch schwierig werden. Inzwischen lebe ich schon eine Weile koffeinreduziert oder trinke lieber grünen Tee- und das auch nur bis maximal 14.00 Uhr. Kaffee ist auf jeden Fall eine sehr indivuelle Kiste. Solltest du Zweifel haben, ob er dir guttut, einfach mal weglassen und beobachten. Es gibt so viele andere tolle Heißgetränke, um in den Tag zu starten und erwiesenermaßen macht die heiße Zitrone (siehe dazu auch das Interview „Müssen wir alle entgiften? Und wenn ja- wie?“) oder mein neuer Schlankdrink (s. Artikel) ja einen viel besseren Job.
Finde deinen Trauer-Buddy! Das muss nicht immer eine Freundin sein. Es kann auch ein Gespräch mit dem Pastor oder einem Trauerbegleiter sein. Vielleicht stellst du auch fest, dass dir in der Trauer ganz andere Menschen nah sind als sonst, weil ihre Art gut zu deiner passt. Daher mein Tipp: Wende dich dahin, wo du dich verstanden fühlst. Als ich auf einer Lesereise in Regensburg war, erinnere ich mich noch sehr gut an einen Abend, an dem ich vor vielen Trauerbegleitern gesprochen habe. Ich war positiv überrascht, wie viele Menschen andere in dieser schweren Phase des Lebens unterstützen und wie groß das Interesse an meinem Buch war. Ich ging mit einem warmen Herzen und leichter Gänsehaut nach Hause und war irgendwie erleichtert, dass es so viele liebevolle Mitmenschen da draußen gibt. Die einzige Aufgabe, die man als Trauernder hat, ist, seinen Trauerbuddy zu finden. Vielleicht sind es auch mehrere Menschen. Manchmal trägt dich auch nur ein Satz, der dir auf der Straße zufliegt, durch den ganzen Tag. Oder ein Foto, das jemand mit liebevollen Gedanken in den Briefkasten geschmissen hat. Oft kam bei mir Trost aus Ecken, die ich gar nicht erwartet hätte, wie etwa von unserer lieben Blumenhändlerin Frau Drechsler. Sie weinte kurz ein paar Tränen mit mir, wischte sie sich dann ab und sagte: „Ihre Mutter kriegt die schönsten Blumen. So wie sie es geliebt hat. Tulpen in allen Farben. Keine spießigen Gestecke, nur in Vasen. So machen wir´s!“. Selten hatte ich mich so verstanden gefühlt. Sie kannte meine Mutter gut. 34 Jahre Blumenkäufe lang. Wenn du also noch keinen Trauerbuddy hast, hast du jetzt etwas zu tun.
Rituale schaffen war mir immer ein Bedürfnis. Eigentlich muss man fast sagen, mein Haus ist ein heimlicher Schrein. Ich rahme Fotos, kaufe ihre Lieblingsblumen oder koche ihre Rezepte nach. Sascha und meine Mutter liebten beide Tulpen. Deswegen stehen bei mir ganzjährig Mama- und-Sascha-Gedächtnistulpen. Die sind nicht echt, aber tun mir gut. Ein Farbklecks in der dunklen Jahreszeit, in der sie beide gegangen sind. Erinnern funktioniert über alle Sinne. Manchmal trinken wir Saschas Lieblingswein oder hören Aretha Franklin für Mama. Ohne ein Armband von ihr, gehe ich nicht aus dem Haus. Und wenn es mir nicht gutgeht, führe ich gerne Zwiegespräche mit ihnen. Die Trauerforschung bestätigt: Rituale tun der Seele gut und helfen, die Trauer zu bewältigen. Wann bastelst du deinen Schrein?
Pausieren erlaubt! Wie für alles im Leben gilt: Pausen machen! Ich bin immer ein Fan von Konfrontation, aber Trauer verlangt uns einfach viel ab. Es ist die größtmögliche Herausforderung im Menschsein, seine Liebsten verabschieden zu müssen. Das kann man nicht 24 Stunden am Stück durchziehen. Als mein lieber Freund Sacha sich plötzlich totgefahren hat und ich in völliger Schockstarre war, habe ich sehr gerne mit seinen Freundinnen Frauke, Renate und seiner großen Liebe Stefanie telefoniert. Wir haben uns zusammen erinnert, auch zusammen Tränen vergossen, auf ihn geschimpft und gelacht und wieder geweint und dann hat sich jede wieder ihrem Leben gewidmet. Frauke in Düsseldorf, Renate in Berlin und Stefanie in Hamburg. Aber wir wussten: Wir haben uns!
Ich bin auch gerne mal mit meinem Mann ins Kino gegangen und habe mich von einem Film komplett absorbieren lassen. Auch arbeiten kann entspannend sein, wenn man nicht gerade Fluglotse oder Brückeningenieur ist. Oder eben das, was dich aus deinem Mikrokosmus herausreißt. Eine Runde Ablenkung nach zwei Stunden trauern, finde ich absolut gesund. Du darfst auch lachen, selbst wenn man sich danach schämt. Auch dieses Gefühl kenne ich. Dann denke ich mir immer: Unsere Toten hätten niemals gewollt, dass wir permanent traurig sind. Also weitermachen und auch mal aus vollem Herzen lachen. Die Trauer kommt auch wieder zurück. Wir müssen nur lernen, sie zu schultern.
PS. Ok, es sind Top 8 geworden. Auch nicht schlimm, oder? ;)
Mehr zum Thema Trauer, findest du in meinem ersten Buch, das ich geschrieben habe, als meine Mama gestorben ist:
https://amzn.to/4brEMUW (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Das Ubiquinol-Spray und Quercetin findet Ihr hier:
https://natugena.de/shop/Q10-Ubiquinol-20.aspx?r=15371 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)https://natugena.de/shop/Quercetin-C.aspx?r=15371 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
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