Es ist Donnerstag. Und das ist mein wöchentlicher Startup-Newsletter “Von Null auf Welt”.
Diese Woche hab ich auf LinkedIn über Mark Granovetter (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)geschrieben und sein Paper über strong und weak ties (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Wer’s nicht gelesen hat: Freunde sind super, aber fürs berufliche Weiterkommen sind weiter entfernte Menschen meist besser.
Der Beitrag hat Stand jetzt (4.2.2025, 20:15 Uhr) rund 4.900 Impressions bekommen. Vor ein oder zwei Jahren wäre das sehr wenig gewesen. Mittlerweile ist das für meine Reichweite (rund 57.000 Follower) ganz ok.
Sagt zumindest diese Tabelle von Shield Data und ihrem Index (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), die man in den letzten Wochen in einigen LinkedIn-Feeds entdecken konnte:
Daraus könnte man jetzt ableiten: Die Reichweite sinkt für die meisten Accounts (nur die ganz großen zwischen 250-500k Follower “gained reach across the board”) … also höre ich auf mit LinkedIn, das bringt doch eh nichts (mehr)?
Nein.
Don’t do it.

Die Grafik zeigt kumuliert mein Follower-Wachstum seit November 2023 bis heute. Aus dem Bild leite ich zwei Dinge ab:
- In diesem Zeitraum von über zwei Jahren habe ich 10.704 Follower dazu bekommen. Die Kurve wächst schön langweilig linear und nicht progressiv dahin. Es lohnt sich also, regelmäßig zu posten über einen längeren Zeitraum. Aber es gibt auch keinen Hockey Stick.
- Aber ich poste auf der Plattform regelmäßig schon seit etwa 2018. Also knapp acht Jahre lang. Und diese Zeit hat es auch gebraucht, um auf rund 57.000 Follower zu kommen.
Viele Gründer*innen wünschen sich Shortcuts.
Aber bis auf wenige Ausnahmen dauert es Jahre …
ein Startup
eine Personal Brand
Umsatz und Reichweite aufzubauen
Und jedes Mal, wenn man die Routinen schleifen lässt, dauert es noch länger.
Dabei ändern sich ständig die Umstände und die Algorithmen.
Aber das ist wie beim ETF-Sparplan: Wenn man jede Woche oder jeden Monat dran bleibt, dann sorgt der DCA-Effekt (Dollar Cost Average) dafür, dass man eben manchmal teuer … und in niedrigen Marktphasen günstiger einsteigt.
So ist das auch bei LinkedIn: Mal ist der Algorithmus gnädig, mal schwierig. Aber wer über Jahre postet, den kümmert das wenig.
Einfach weitermachen.
Dann muss man sich, analog zu den ETFs, auch keine Sorgen um die Reichweite machen. Über ein paar Jahre wird sich das schon alles ausgleichen.
Zum Abschluss noch ein Lesetipp: Es hat auch sehr lange, nämlich 20 Jahre gedauert, bis Lean Startup als Strategie anerkannt wurde (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Das schreibt Steve Blank auf seinem Blog. Und dort hat der Lean Methodology-Begründer auch eine Rede anlässlich einer Preisverleihung veröffentlicht, in der er nochmals die Gedanken hinter der Lean Methodology erklärt. Wer sich für Startups interessiert, der sollte den Post und seine Rede lesen (Okt 25). (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Bis nächsten Donnerstag!