Passer au contenu principal

Zeitlang im Dezember: Geheimtipp-Japaner & Harry-Potter-Urlaub in York

Zum Jahresende darf es auch mal ein wenig cheesy werden, oder? Ich saß in den letzten Wochen auf mehreren Weihnachtsfeiern, und jedes Mal war mein Herz ganz voll. Mich berührt das immer sehr, dieses Zusammenkommen am Jahresende, Zurückschauen und mal kurz Innehalten. Das machen wir sonst viel zu wenig, hetzen von einem Projekt zum nächsten und fragen uns dann, wo eigentlich das Jahr schon wieder hin ist.

Ich saß in den letzten Wochen auf mehreren Weihnachtsfeiern, und jedes Mal war mein Herz ganz voll. Mich berührt das immer sehr, dieses Zusammenkommen am Jahresende, Zurückschauen und mal kurz Innehalten.

Auch deshalb sind die Weihnachtsferien immer wieder magisch für mich, weil gefühlt die Welt stillsteht – und dann kann ich es mir endlich erlauben, mal gar nichts zu tun. Ich wünsche euch eine wunderbare Pause, wenn ihr sie braucht, eine tolle Reise, wenn ihr eine macht. Dass ihr in den nächsten Wochen genau dem nachgehen könnt, wonach ihr euch gerade sehnt. Und apropos cheesy: Wir machen diesmal eine kleine Harry-Potter-Tour nach Nordengland. Bis bald, wir lesen uns im neuen Jahr!

Mitani Restaurant

Japanisch essen im Mitani: Kleiner Geheimtipp in Haidhausen

Meine innere München-Karte hat einige Lücken. Kennt ihr das? Selbst wenn man in einer Stadt aufgewachsen ist, gibt es einige Straßen, Lokale oder Plätze, die man ein Leben lang konsequent umfährt. So ging es mir bis vor Kurzem auch mit der kleinen Rablstraße in Haidhausen: Obwohl ich rund um den Rosenheimer Platz viel Zeit verbracht habe, bin ich noch nie durch diese Straße spaziert. Deshalb hatte ich keine Ahnung, dass sich hier ein toller Japaner befindet – und zwar schon seit über 20 Jahren.

2004 hat das Mitani (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) wohl eröffnet – einige Möbel könnten noch aus dieser Zeit sein, aber das macht nichts. Es passt irgendwie zum Konzept: Das Restaurant ist ein wenig aus der Zeit gefallen, dabei aber gemütlich und authentisch. Hier verkünstelt sich niemand an einem modernen Lichtkonzept oder instagramablen Tapeten, und das ist auch gut so. Der Fokus liegt auf dem fantastischen Essen, auf hochwertigem Fisch und japanischen Köstlichkeiten. Wer die J-Bar (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) mag, wird das Mitani lieben!

Der Fokus liegt auf dem fantastischen Essen, auf hochwertigem Fisch und japanischen Köstlichkeiten. Wer die J-Bar mag, wird das Mitani lieben!

Da wäre zum Beispiel das Torikara, eines der besten frittierten Hühnchen, die ich jemals gegessen habe. Oder das Matcha-Eis mit Sesam, das hausgemacht sein muss, weil es so lecker schmeckt und eine besondere, festere Konsistenz hat. Ich bin weder Matcha- noch Eis-Fan, aber dieses Dessert könnte ich jede Woche essen! Auch das Sushi im Mitani hat mich überzeugt – so eine Qualität bekommt man sonst meist nur in hochpreisigen Restaurants wie dem MUN (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Das Nigiri punktet mit einer dicken Scheibe Fisch und genau der richtigen Menge Reis.

Bei dem Japaner kann man entweder à la carte bestellen oder ein Menü essen. Wir haben uns für das kleine Menü (für 38,50 Euro!) mit Miso-Suppe, Tagesvorspeise, Torikara, Tempura, Sushi und Nachspeise entschieden. Unsere anfängliche Sorge, nicht satt zu werden, war absolut unbegründet: Alle Portionen waren groß, im Tempura-Gang bekommt man verschiedene frittierte Gemüsesorten und Garnelen, beim Sushi gibt es drei Nigiri sowie sechs Rollen.

Für dieses japanische Hot-Pot-Gericht ist das Mitani wohl auch bekannt, zumindest hatten fast alle Leute an den Nachbartischen genau das bestellt.

Wer dazwischen tatsächlich noch Hunger bekommen sollte, kann sich Sushi oder Vorspeisen nachbestellen. Oder nimmt einfach das zweite Menü (49 Euro pro Person) mit Sushi, Sashimi und einem Gang Sukiyaki- oder Shabu-shabu-Eintopf. Für diese japanischen Hot-Pot-Gerichte ist das Mitani scheinbar bekannt, zumindest hatten beinahe alle Nachbartische das bestellt. Ein guter Grund also, dem kleinen Lokal bald wieder einen Besuch abzustatten!

Mitani Restaurant, Rablstraße 45, 81669 München (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Mitglied werden

Wer mehr lesen möchte, kann für einen kleinen Monatsbeitrag Mitglied von Zeitlang werden. Damit unterstützt du nicht nur meine Arbeit, sondern erhältst pro Quartal einen exklusiven Newsletter, der sich einem bestimmten Reiseziel oder Stadtviertel widmet. Bisher gab es fünf Mitglieder-Newsletter – einen zu Sri Lanka, einen zu Sendling, einen zu besonderen Winterhotels, einen mit Meran- und einen mit Marseille-Tipps. Alle Ausgaben kannst du unter „Posts“ nachlesen.

York & Umland

Harry-Potter-Urlaub in Nordengland: Ab nach York!

Eine meiner engsten Freundinnen wohnt seit vielen Jahren in England. Ich besuche sie leider nur selten, weil sie so oft nach München kommt, aber in diesen Weihnachtsferien ist es endlich wieder soweit: Wir fliegen nach Manchester und fahren dann mit dem Zug weiter in die kleine nordenglische Stadt York. Schon nach meinem ersten Besuch war ich verzaubert und konnte verstehen, warum es sie ausgerechnet hierher verschlagen hat!

Die Stadt selbst wirkt wie eine Filmkulisse, vor allem die bekannte Straße The Shambles (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), die mit ihren historischen Häuschen und dem Kopfsteinpflaster an die Winkelgasse aus Harry Potter erinnert. Früher gab es hier zahlreiche Metzgereien, heute reihen sich Cafés an Geschenkläden, darunter auch ein paar Harry-Potter-Stores, wie The Shop That Must Not Be Named (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), in dem man sich Zauberstäbe und passende Fan-Artikel kaufen kann. Vor dem Laden findet sich sogar ein Parkplatz für Besen!

York wirkt wie eine Filmkulisse, vor allem die bekannte Straße The Shambles, die mit ihren historischen Häuschen und dem Kopfsteinpflaster an die Winkelgasse aus Harry Potter erinnert.

In Deutschland wäre so etwas ganz nett, nach York passt es einfach perfekt! Denn hier passiert es auch, dass man von Tourist:innen gefragt wird, wo sich noch gleich der most haunted pub befindet. Man kann Butterbier trinken, wie man in München einen Cappuccino bestellt. Oder mit Kindern den beliebten Wizard Walk of York (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) buchen, bei dem ein Zauberer die magischen Ecken der Stadt zeigt. Auch der Bahnhof von York kommt in einem der Harry-Potter-Filme vor – er war Drehort für die King’s-Cross-Szene bei „Der Stein der Weisen“.

Von hier aus kann man mit dem Zug tolle Ausflüge machen, die natürlich nicht alle mit Harry Potter zu tun haben, aber um einmal beim Thema zu bleiben: Man ist schnell in London und damit sowohl bei der Platform 9¾ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) als auch in der passenden Harry-Potter-Ausstellung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) im Warner Bros Studio. Die Durham Cathedral (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) in der gleichnamigen Stadt ist eine Stunde von York entfernt und diente als Kulisse für den Hogwarts-Innenhof.

Meine Freundin schimpft mich schon, weil ich immer in der kalten Jahreszeit nach York komme, aber Winter und Nordengland ist nun mal echt magisch.

Der Bahnhof Goathland Station (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kann ebenfalls mit dem Zug erreicht werden – er war in den Filmen die Haltestelle von Hogsmeade. Auch Malham Cove (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) eignet sich gut für einen Tagesausflug von York aus: Die Kalksteinformation in den Yorkshire Dales war Kulisse bei „Die Heiligtümer des Todes“. Meine Freundin schimpft mich schon, weil ich immer in der kalten Jahreszeit nach York komme, aber Winter und Nordengland ist nun mal echt magisch.

York, Vereinigtes Königreich (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Über Zeitlang

Was ist Zeitlang?

Zeitlang ist ein unabhängiger und persönlicher Newsletter, in dem ich sowohl über Lieblingsorte in meiner Heimatstadt München als auch auf der ganzen Welt erzähle. Im Bayerischen bedeutet „Zeitlang“ Heimweh und Sehnsucht. Einmal im Monat schreibe ich hier also über besondere Restaurants, Cafés, Hotels und Orte, nach denen ich Zeitlang habe. Das kann der kleine Park nebenan sein, genauso wie das Designhotel am anderen Ende der Welt.

Wer mehr lesen möchte, kann für einen kleinen Monatsbeitrag Mitglied von Zeitlang werden. Damit unterstützt du nicht nur meine Arbeit, sondern erhältst pro Quartal auch einen exklusiven Newsletter, der sich einem bestimmten Reiseziel, einem Stadtviertel oder Thema widmet. Bisher sind erschienen:

Wer schreibt hier?

Ich bin Anja Schauberger, geboren in München und arbeite seit über zehn Jahren als Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Regionales und Reise. Von 2016 bis 2019 habe ich als Redaktionsleiterin das Stadtmagazin Mit Vergnügen München aufgebaut. Seitdem schreibe ich frei unter anderem für die Kolumne „Hotel Europa“ im SZ-Magazin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) sowie über (Sterne)-Gastronomie bei München Tourismus (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Außerdem gebe ich Reise-Tipps im Merian (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und schreibe für das Werde Magazin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) sowie The Weekender (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf Torial (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) oder meiner Website (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Du hast Tipps, Wünsche oder Feedback? Schreib mir gerne eine Mail an anja.schauberger@gmail.com

Foto: Frank Stolle (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Design & Logo: Hennes Elbert (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Monats-Tipps

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Zeitlang et lancez la conversation.
Adhérer