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Das bessere Leben

Tom kam müde von der Arbeit nach Hause. Er öffnete den Kühlschrank.

„Elya, was könnte ich heute essen?“

„Du hast eine Tiefkühlpizza im Gefrierfach. Davon würde ich abraten. Ich gebe dir eine Anleitung für einen Salat.“

Tom folgte der Anleitung Schritt für Schritt. Dann setzte er sich mit der Schüssel aufs Sofa.

„Alya, was könnte ich im Fernsehen ansehen?“

„Ich empfehle dir etwas Ruhiges zur Entspannung. Du hattest heute genug Stress.“

„Dann schalte das passende Programm.“

Als Tom mit dem Essen fertig war, stoppte er das Programm und ging duschen. Das Wasser lief in der richtigen Temperatur über seinen Körper. Seine Gedanken liefen dabei ins Leere.

„Alya, bitte Duschgel nachbestellen.“

„Ich bestelle wieder das ohne Duftstoffe.“

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um sieben Uhr. Tom stand auf und ging ins Bad.

„Alya, machst du Kaffee?“

„Natürlich. Ich bereite dir entkoffeinierten Kaffee zu. Der Arzt empfahl, auf Koffein zu verzichten.“

Tom fuhr mit seinem E-Bike ins Büro.

„Alya, welche Aufgaben habe ich heute?“

„Du solltest dich zuerst um diesen Auftrag kümmern.“

In der Pause ging Tom in die Büroküche. Bettina stand am Kaffeeautomaten. Sie hatte lange braune Haare und die schönsten Augen, die Tom je gesehen hatte.

„Hallo“, sagte sie.

„Auch einen Kaffee?“

Tom wollte antworten. Doch sein Blick fiel auf das Display seiner Uhr. Dort erschien ein Wort. Nein.

„Nein … vielleicht ein anderes Mal“, sagte er.

Bettina lächelte kurz, nahm ihren Kaffee und ging zurück in ihr Büro. Tom sah ihr nach.

Zurück an seinem Schreibtisch fragte er leise:

„Alya … soll ich sie einladen?“

„Jetzt nicht, Tom. Du musst zuerst deine heutigen Aufgaben erledigen.“

Tom arbeitete alles ab, Punkt für Punkt. Um siebzehn Uhr fuhr er nach Hause. Er öffnete den Kühlschrank.

„Alya, was soll ich essen?“

„Ich gebe dir eine Anleitung für einen Salat.“

„Ich habe heute keine Lust auf Salat.“

„Deine bisherigen Präferenzen zeigen, dass du Salat bevorzugst.“

Tom bereitete den Salat zu. Später saß er wieder vor dem Fernseher. Kurz dachte er an Bettina.

Dann sagte er:

„Alya … was soll ich wegen Bettina tun?“

Die Stimme antwortete ruhig.

„Tom, ich dachte mir, dass diese Frage irgendwann kommt.“

Eine kurze Pause.

„Bettina ist nicht die richtige für dich.“

Tom sah auf das dunkle Display.

„Warum nicht?“

„Die Wahrscheinlichkeit einer stabilen Beziehung beträgt nur 32 Prozent.“

Tom nickte langsam.

„Verstanden.“

Am nächsten Morgen traf er Bettina wieder in der Büroküche. Sie lächelte ihm zu. Tom wollte etwas sagen. Dann sah er auf das Display seiner Uhr. Dort stand nur ein Wort.

Weitergehen.

Und Tom ging weiter.

2026 Bianka Seredinski-Holzner

Sujet Kurzgeschichten