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Der FV Olympia bleibt “zu Hause”

Der Newsletter von und für Menschen aus Laupheim und Umgebung

6. Mai 2026, von Reiner Schick

Liebes Mitglied der CarlL-Community,
nach den Handballern im vergangenen Brief gilt unsere heutige Aufmerksamkeit einem weiteren höherklassig aktiven Sportverein in der Kernstadt: dem FV Olympia Laupheim. Die Pläne für einen Umzug des mehr als 120 Jahre alten Traditionsvereins von der Hasenstraße an den Grasigen Weg liegen längst in diversen Schubladen - da überrascht der Vorsitzende Dieter Seidler nun mit einer Nachricht, über die ich unter der neuen Rubrik “Thema des Tages” berichte.

Ebenfalls neu ist die Rubrik “Die gute Nachricht”, die es vielleicht nicht in jedem Brief, aber hoffentlich sehr oft geben und dort stehen wird, wo sie hingehört: ganz oben. Zum Auftakt geht es dabei um den “Europäischen Tag der Inklusion”, zu dem es am Dienstag auch Aktionen in Laupheim gab.

Am Dienstag war außerdem der “Tag des Lokaljournalismus” - und der ist nicht nur für mich als Herausgeber von CarlL wichtig, sondern für uns alle, auch in Laupheim. Denn “ohne Lokaljournalismus gibt es kein gemeinsames Fundament vor Ort, das die Demokratie braucht; kein Bewusstsein, dass es Menschen sind, die vor Ort das Leben lebenswert halten” - das sagt kein Geringerer als unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er findet auch, “dass Demokratie vom Machen und Mitmachen lebt, vom gemeinsamen Engagement, nicht von allfälliger Empörung. Lokaljournalismus ist nicht nice to have. Er ist eine der Säulen, die die offene Gesellschaft trägt und stabil hält.“ Die Rede im Wortlaut findest Du hier (Abre numa nova janela).

In diesem Sinne mein Wunsch an euch: Bleibt CarlL treu, empfehlt den Newsletter weiter, den man unter www.carll.de (Abre numa nova janela) abonnieren kann. Es wird sich lohnen, denn bald gibt es unter der genannten Adresse auch eine Website mit allen Berichten und Informationen rund um unsere schöne Stadt.

Die gute Nachricht

(Abre numa nova janela)
Foto: Laupheimer Leben, Thomas Haag.

Es ist eine tolle Idee der Inklusionssportgruppe des TSV Laupheim: Anlässlich des “Europäischen Tags der Inklusion” - offiziell “Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung” - protestierte die Gruppe des TSV nicht etwa, sondern machte an mehreren Orten mit schönen Aktionen auf sich und die oft gleichen Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Behinderung aufmerksam. Die Mitglieder besuchten Schulen, Senioreneinrichtungen, demenzkranke Menschen und packten im Jugendhaus und im Recafé, wo obiges Foto entstanden ist, mit an. Mehr darüber gibt’s im Bericht auf der Facebook-Seite von “Laupheimer Leben” (Abre numa nova janela).

Thema des Tages

FV Olympia: Der Traditionsverein bleibt seiner Heimat treu

Der FV Olympia Laupheim hat die Pläne für einen Komplettumzug von der Hasenstraße an den Grasigen Weg zu den Akten gelegt. Das habe man in einer Vereinssitzung beschlossen, teilte der Vorsitzende Dieter Seidler am Mittwoch mit - und erklärte ausführlich die Gründe. Diese sind vor allem finanzieller Natur. Aber nicht nur. Um alles zu verstehen, hilft auch ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Vereins.

Baumslalom und Bergläufe
Der am 4. April 1904 von elf jungen Fußballfreunden im Gasthaus “Paradies” als Fußball-Club “Olympia” Laupheim gegründete Verein war in den Anfangsjahren lange Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Sportgelände. Von einer Wiese auf dem heutigen unteren Festplatz zwischen Hasen- und Bühler Straße, mit dem “Wilden Mann” als Vereinslokal, ging’s wegen der “zahlreichen lästigen Bäume” schon bald auf ein neues Wiesengelände an der Bahnhofstraße. Weil dort gelegentliche landwirtschaftliche Nutzung den Spielbetrieb behinderte, war man dankbar, dass Schlossgutsbesitzer A. Muth Steiner seine Viehweiden “Im Grund” als “Spielplatz” zur Verfügung stellte. Das südwestliche Drittel des Platzes lag freilich am Hang, sodass man auch mit dieser Spielstätte nicht wunschlos glücklich war. Ein kurz nach dem ersten Weltkrieg gegründeter “Sportplatz-Fonds” sollte bei der Finanzierung eines neuen Fußballplatzes helfen, doch es dauerte acht weitere Jahre, bis dank einer erneut großzügigen Ackerland-Spende der Familie Steiner ein Sportplatz auf der Fläche hinterm Festplatz an der Hasenstraße gebaut und im August 1927 eingeweiht werden konnte. Im kommenden Jahr also feiert die heutige Olympia-Anlage ihren 100. Geburtstag. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb es manchem im Verein so schwer fällt, sich von der von den Vorvätern lange erkämpften Heimat zu trennen.

Das ist die Situation
Heute besteht das Gelände aus einem großen Gebäudekomplex mit Vereinsheim, Wohnungen und Geschäftsstelle, einer Tribüne und Umkleidetrakt, einem Hauptspielfeld, einem Trainingsplatz, einem Kleinspielfeld sowie einer Tennisanlage, alles in Eigentum des FV Olympia Laupheim auf städtischem Grund, der dem Verein mittels Erbpachtvertrag überlassen wurde. Dieser läuft noch bis ins Jahr 2041, kann aber einseitig vom Verein um weitere 50 Jahre verlängert werden, erklärt der Vorsitzende Dieter Seidler.

Olympia-Vorsitzender Dieter Seidler hat einige Ideen für das Olympia-Stadion. Foto: Schick

“Das Problem ist: Wir haben zu wenig Platz”, macht Seidler klar. Die zweieinhalb Rasenplätze reichen längst nicht mehr aus, um den Trainings- und Spielbetrieb für die Herrenmannschaft und alle Jugend-Altersklassen abdecken zu können. Erweiterungsmöglichkeiten gibt es nicht. “Es gibt zwei Fußballplätze am Flugplatz, die theoretisch für uns nutzbar wären”, sagt der Vorsitzende. “Man könnte sich hier auf dem Olympia-Gelände umziehen und rausjoggen, dann wäre man schon aufgewärmt.” Allerdings wäre fürs Training im Winter ein Flutlicht notwendig, für das es von der Bundeswehr wegen einer möglichen Beeinträchtigung des Flugbetriebs wohl keine Genehmigung gibt.

Ein Umzug steht schon lange im Raum
Seit vielen Jahren nutzt der FV Olympia vor allem in den Wintermonaten für Training und Spiele den Kunstrasenplatz am Grasigen Weg, den es mit anderen Vereinen der Stadt zu teilen gilt, und gelegentlich auch das Gretel-Bergmann-Stadion. Seit er im September 2024 den Olympia-Vorsitz übernommen hat, stehe ein möglicher Komplett-Umzug an den Grasigen Weg im Raum, um den Engpass zu lösen. “Die Älteren sagen, wir können unsere Heimat nicht aufgeben, die Jüngeren sagen, das ist ihnen egal, sie wollen alles an einem Ort haben, weil das den Zusammenhalt im Verein stärkt”, beschreibt Seidler den Zwiespalt.

“Je mehr wir im Verein darüber diskutiert haben, desto mehr wurde deutlich: Unser heutiges Gelände ist einfach unsere Heimat, die wir ohne gute Alternative nicht aufgeben sollten.”
Olympia-Vorsitzender Dieter Seidler

Was sind die Alternativen?
Den Traditionalisten zum Trotz habe man nach vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat im vergangenen Frühjahr signalisiert, dass man sich einen Umzug an den Grasigen Weg durchaus vorstellen könne - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören aus Sicht der Olympia zwingend ein zweites Kunstrasenfeld sowie ein Rasenplatz als Hauptspielfeld, ausreichend Umkleide- und Duschräume sowie ein eigenes Vereinsheim. “Die Stadt hat zwar eine gewisse Erweiterungsfläche in Besitz, müsste aber zusätzliche Flächen kaufen, zumal wir von Parkplätzen noch gar nicht gesprochen haben”, sagt Dieter Seidler. “Da müsste man wohl in die Höhe bauen, um alles unterzukriegen.”

Die Sportanlage am Grasigen Weg verfügt derzeit über einen Kunstrasenplatz. Zu wenig, sind sich die Nutzer einig. Im Hintergrund die Tennishalle. Foto: Schick

Zumal es weitere Interessenten gebe, die sich gerne am Grasigen Weg niederlassen würden. Neben dem zweiten Kernstadt-Verein FC Inter Laupheim hätten auch die American Footballer (Ravens) Ansprüche auf Platzbelegungen angemeldet, auch von einem Basketballfeld, einem Skatepark, Käfig-Fußball oder ähnlichen Angeboten sei die Rede. Zudem sei in den Gesprächen deutlich geworden, dass die Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage die notwendigen Investitionen kaum würde schultern können - zumindest nicht im Zeitraum von fünf bis sechs Jahren, den Seidler als sinnvoll betrachtet. Zwar hätte die Stadt bei einem Umzug des FV Olympia das alte Gelände an der Hasenstraße für Wohnbebauung vermarkten, mit den Einkünften die Maßnahmen am Grasigen Weg aber bei weitem nicht finanzieren können, ist sich Seidler sicher.

Viele Ideen im Kopf und drei Fördertöpfe im Blick
“Je mehr wir im Verein darüber diskutiert haben, desto mehr wurde deutlich: Unser heutiges Gelände ist einfach unsere Heimat, die wir ohne gute Alternative nicht aufgeben sollten”, macht der Vorsitzende klar. Deshalb habe man nun den Verbleib an der Hasenstraße beschlossen und Ideen im Kopf, welche die finanzielle Belastung für Stadt und Verein deutlich senken würden. “Es geht nur über eine Sanierung und Veränderungen an unserer bestehenden Anlage”, sagt Dieter Seidler und spricht von drei Fördertöpfen, die das Projekt finanzierbar machen sollen:

  • einen Fonds des Bundes, der die Sanierung von städtischen Sportanlagen mit bis zu 45% fördert. Dabei müsste die Investitionssumme mindestens eine halbe Million Euro betragen. “Das würden wir locker schaffen.” Einen Haken freilich gibt es: Im vergangenen Jahr sei der Fonds 21-fach überzeichnet gewesen, also nur eine verschwindend geringe Zahl an Antragstellern zum Zug gekommen.

  • Der Württembergische Landessportbund (WLSB) fördert Sanierungen mit 30%, allerdings nur bis zu einer bestimmten Investitionssumme.

  • Die Olympia darf mit einem zehnprozentigen Zuschuss aufgrund der Vereinsförderrichtlinien der Stadt rechnen

“Wenn wir alles abschöpfen könnten, wäre das eine Förderung von 85 Prozent - das wäre es cool”, sagt Dieter Seidler und rechnet vor: “Bei einer angenommenen Investition von drei Millionen Euro blieben noch 450.000 Euro als Restfinanzierung übrig - was immer noch ein Haufen Geld ist, das erstmal erwirtschaftet werden müsste.”

Weil er weiß, dass das Ganze schon sehr optimistisch gedacht ist, hat Seidler schon mal eine Prioritätenliste im Kopf:

  • Prio 1: Eine einfache Sanierung des heutigen Ansprüchen nicht mehr genügenden Hauptspielfelds (“Das ist 60 bis 70 Jahre alt und eine Wiese”): Für eine Teilabtragung des Bodens sowie eine Be- und Entwässerungsanlage müsse man grob 200.000 Euro veranschlagen. “Wünschenswert wäre natürlich auch eine Flutlichtanlage im Stadion”, fügt Seidler an. “Aber das wäre gar nicht förderfähig, weil es keine Sanierung ist.”

  • Prio 2: der Trainingsplatz. Der sei in ähnlich schlechtem Zustand wie das Hauptspielfeld und eine Sanierung folglich ähnlich teuer. Allerdings müsse man sich überlegen, den Natur- durch einen Kunstrasen zu ersetzen, um dort im Winter nicht nur trainieren, sondern die Heimspiele aller Mannschaften austragen zu können. “Damit könnte man die Punktspiele aller unserer Mannschaften auf dem Olympia-Gelände austragen und das gewünschte Zusammengehörigkeitsgefühl würde wieder gestärkt.” Die Kosten freilich würden wohl kaum unter einer halben Million Euro liegen.

  • Prio 3: eine Sanierung der Umkleide- und Duschräume. “Bisher können wir Spieler, die wir gerne nach Laupheim holen würden, mit der Aussicht auf die vielleicht ältesten Umkleideräume in ganz Süddeutschland locken”, scherzt Dieter Seidler. Eher ein Bonus wäre eine Aufstockung des Trakts, um weitere vier Umkleidekabinen einrichten zu können. Die wären aber nur dann nötig, wenn die Sportplätze am Flugplatz tatsächlich genutzt werden könnten. “Ganz habe ich das noch nicht aufgegeben.”

  • Prio 4 und 5: Als weitere Ideen nennt Seidler die Sanierung des Tribünendachs plus Installation einer PV-Anlage, die Umwandlung des Kleinspielfelds in eine Kaltsporthalle und die Errichtung eines dritten Spielfeldes für die Tennisabteilung. “Es gibt eine wenig genutzte Ecke, die man dafür verwenden könnte.”

Das Hauptspielfeld entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, ist man sich bei der Olympia einig. Foto: Schick

“Für die Bundesförderung müsste man alles auf einmal einreichen, für die anderen Töpfe ginge es auch etappenweise”, weiß Dieter Seidler. Für den Fall, dass man auf Bundesmittel verzichten müsste und nur Prio 1 und Prio 2 umgesetzt werden könnten, rechnet der Olympia-Vorsitzende bei insgesamt 40 Prozent Förderung durch Stadt und WLSB sehr grob überschlagen mit einem Eigenanteil von gut 300.000 Euro. “Das könnte man vielleicht über eine kurzfristige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge erwirtschaften. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es dafür Verständnis geben würde”, meint Seidler. Außerdem könnten Eigenleistungen und Unterstützungen durch Sponsoren aus der Baubranche helfen, die Kosten zu drücken.

Was der Oberbürgermeister dazu sagt
Bei der Stadtverwaltung und im Gemeinderat habe man die Entscheidung der Olympia sehr positiv aufgenommen, meint Dieter Seidler. Zwar müsse man dennoch am Grasigen Weg investieren und weiterhin dringend das zweite Kunstrasenfeld in Angriff nehmen, “aber die Stadt spart trotzdem viel Geld”. Letzteres könne man nicht gar nicht sagen, entgegnet Oberbürgermeister Ingo Bergmann auf Anfrage von CarlL, schließlich gelte es trotzdem, die Sportentwicklungsplanung für die gesamte Stadt fortzuführen. “Wir wissen noch gar nicht, wie teuer das wird.” Froh sei er freilich darüber, “dass wir nun eine Entscheidung der Olympia und somit Planungssicherheit haben.” Man werde sich auch für die weiteren Planungen mit der Olympia und anderen Vereinen zusammensetzen. Keinesfalls enttäuscht sei er darüber, dass der Stadt nun die Chance verwehrt wird, eine große Fläche in Innenstadtnähe neu zu überplanen und zum Beispiel dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. “Für uns steht das Wohl der Vereine, in diesem Fall der Olympia, im Vordergrund. Und es wäre wegen des Heimatfests in direkter Nachbarschaft und des Feuerwerks gar nicht so einfach gewesen, dort oben was zu planen”, sagt Bergmann.

Verein stellt ganz besonderes Trikot vor
Im nächsten Heimspiel des FV Olympia Laupheim am 16. Mai um 15.30 Uhr gegen den SV Reinstetten wird Bergmann übrigens im Stadion sein: Nicht etwa wegen der Aktion “Popcorn for free” und einer Verlosung, die geplant sind, vielmehr stellt das Stadtoberhaupt in der Halbzeitpause das neue Olympia-Trikot vor, das ein ganz außergewöhnliches ist. Ins strahlend blaue Shirt sind Laupheimer Motive eingearbeitet, die in hellerem Blau abgesetzt sind. Welche das sind, soll noch nicht verraten werden. Das Trikot sollen übrigens nicht nur alle Olympia-Teams in der kommenden Saison tragen, sondern möglichst viele Laupheimerinnen und Laupheimer, so der Wunsch des Vereins: Man kann es daher bald auch bei Harry’s Sportshop kaufen. (Text: Reiner Schick)

+++ Nachrichten aus Laupheim

  • Stadt plant Verbesserung im Bürgerservice - Schon jetzt regeln drei Ortsverwaltungen Anliegen auch ohne Termin
    Online-Termine, QR-Code, Aufrufsysteme: Das Einwohnermeldeamt der Stadt Laupheim erfüllt längst viele moderne, digitale Anforderungen. Doch nicht immer und überall sorgt das für volle Zufriedenheit. So beklagte das “Laupheimer Bürgerforum” am Sonntag in einem Post über die Social-Media-Plattformen von “Laupheimer Leben” die mangelnde Flexibilität und Transparenz. “Ein modernes Bürgerbüro sollte mehr bieten als reine Terminlogik”, heißt es. Kritisch werde es vor allem dann, wenn trotz freier Arbeitsplätze niemand früher drangenommen werde – nur weil der eigene Termin offiziell noch nicht „an der Reihe“ ist.
    “Da stellt sich schon die Frage: Ist das wirklich bürgerfreundlich?” Viele Anliegen dauerten oft nur wenige Minuten. “Eigentlich müsste es deshalb flexible Nachrückmöglichkeiten oder spontane Kurztermine geben. Stattdessen wirkt das System häufig unnötig starr – selbst dann, wenn Kapazitäten sichtbar vorhanden sind.” Hinzu komme die fehlende Transparenz: Durch die abgeschirmten Arbeitsplätze sei für Wartende kaum nachvollziehbar, ob gerade gearbeitet wird oder warum Wartezeiten entstehen. Das vermittle schnell den Eindruck unnötiger Verzögerungen, schreibt das Bürgerforum und nennt die Ortsverwaltung in Baustetten als Vorbild. Hier könne man seine Anliegen auch ohne Terminvergabe regeln. “Also ein echtes Bürgerbüro”.

    Eine Reaktion von OB Ingo Bergmann ließ nicht lange auf sich warteten. “Kleiner Blick hinter die Kulissen: Wir sind gerade dabei, ein neues Terminsystem einzuführen. Dieses macht es dann wieder möglich, spontan vorbeizukommen. Es gibt dann eine Mischung aus Terminvereinbarung und Spontantermin. Dauert noch ein bisschen. Kommt aber”, versprach Bergmann nur wenige Minuten später in einem Antwort-Post. Und noch etwas später fügte er an: “Ach ja. Noch eine Ergänzung: In Untersulmetingen und Bihlafingen kann man mittlerweile auch unter anderem Pässe beantragen. Wir haben den Service nach und nach ausgebaut.” Auf Nachfrage von CarlL präzisiert der OB: “Bürgerservice ist uns wichtig. Wir haben da in den letzten zwei Jahren schon einiges getan.” Die Angebote in drei der vier Teilorte, auch ohne Termin mit seinem Anliegen in den Ortsverwaltungen zu den Öffnungszeiten vorbeizukommen, werde rege angenommen von den Bürgern - auch aus der Kernstadt. Allein die Forderung nach mehr Transparenz durch transparente Wände zum Einwohnermeldeamt des Laupheimer Rathauses sei nicht sinnvoll umsetzbar. “Das geht nicht. Das Gebäude ist wie es ist und hat undurchsichtige Wände. Das kann man ja ändern, wenn feststeht, ob neu oder umgebaut wird”, sagt Bergmann. (Text: Reiner Schick)

  • Stadt veröffentlicht aktualisierten Mietspiegel
    Sinn eines Mietspiegels ist es, den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich über ortsübliche Mietpreise zu erkundigen. Gemeinsam mit einer sachkundigen Mietspiegelkommission sowie dem EMA-Institut für empirische Marktanalysen aus Regensburg hat die Stadt Laupheim nun einen neuen qualifizierten Mietspiegel für Laupheim und seine Ortsteile erstellt. Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt, schaffe man damit erneut eine transparente und verlässliche Mietpreisübersicht für den lokalen Wohnungsmarkt, die bis zum 31. März 2028 gültig ist. Mithilfe des Mietspiegels könne für eine Wohnung die ortsübliche Vergleichsmiete in Abhängigkeit von Baualter, Wohnungsgröße, Ausstattung und Wohnumfeld berechnet werden. Der Mietspiegel diene damit als wichtiges Orientierungsinstrument für eine rechtssichere Mietpreisfestlegung. Bei der neuen Ausgabe handelt es sich bereits um die dritte Auflage nach den Veröffentlichungen in den Jahren 2022 und 2024. Mit der turnusgemäßen Neuaufstellung erfülle die Stadt die gesetzlichen Anforderungen an einen qualifizierten Mietspiegel, der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt wurde.

    Die Stadtverwaltung dankt besonders den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Teilnahme an den Befragungen das notwendige Datenmaterial geliefert haben. Der neue Mietspiegel steht auf der städtischen Internetseite unter www.laupheim.de/leben-wohnen/bauen-und-planen/mietspiegel gebührenfrei zum Herunterladen bereit. Zudem werde dort ab Mitte Mai ein digitaler Mietpreisrechner zur Verfügung stehen. Für Beratungen in privatrechtlichen Mietfragen sind entsprechende Kontaktadressen im Mietspiegeldokument aufgelistet. Interessierte können sich darüber hinaus an die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses (gutachterausschuss@laupheim.de (Abre numa nova janela), Tel. 07392/704-169) wenden.

+++ Sport in Laupheim

  • FV Olympia gewinnt Derby 2:0

    Durch einen 2:0-Heimsieg im Derby gegen den SC Staig hat der FV Olympia Laupheim den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Landesliga IV behauptet. Dabei sah es die ersten zwanzig Minuten nicht nach einem Sieg der Olympia aus. Dann aber setzte sich Oliver Wlodarski am linken Flügel durch und grätschte den Ball in der 28. Minute ins Tor.             Die zweite Halbzeit begann nicht erfreulich für die Olympia. Eine schnelle Gelb-Rote Karte für Marko Kopanidis (50. Minute) bedeutete, dass die Olympia die Führung mindestens 40 Minuten lang verteidigen musste. Das gelang der Mannschaft von Team-Manager Andy Spann hervorragend. Die Abwehr stand sehr gut und trotz Unterzahl gelang der eine oder andere Entlastungsangriff. Eine knifflige Situation gab es, als Paulo Griebel Julian Rauner zu Fall brachte. Zum Glück für die Olympia entschied Schiedsrichter Kevin Schmidt, dass dieses Foul außerhalb des Strafraums passierte. Der Freistoß ging neben das Tor von Christian Hafner, der in Halbzeit zwei nicht allzu viel Arbeit hatte. Die Olympia kämpfte bis zum Ende, und in der Nachspielzeit war der eingewechselte Muhammed Tasdemir aufmerksam und gedankenschnell, klaute dem Gegner den Ball, legte ihn von der rechten Seite quer auf Philip Jelica und der sorgte mit dem 2:0 in der 93. Minute für die Entscheidung. Derbysieger! (Text: Otto Marx, FV Olympia Laupheim)

  • Tischtennis-Stadtmeisterschaften: jetzt anmelden
    Ein halbes Jahrhundert voller Spannung, Fairplay und unvergesslicher Ballwechsel – und das hier bei uns in Laupheim! Mit diesen Worten wirbt die Tischtennisabteilung des TSV Laupheim auf Instagram um Anmeldungen für die 50. Stadtmeisterschaften am 16. und 17. Mai. Auch in diesem Jahr heißt es wieder jeweils ab 9 Uhr in der Rottumhalle: Schläger bereit, Fokus an – und los geht’s! Ob jung oder erfahren, Anfänger oder Vereinsprofi – bei den Stadtmeisterschaften ist jeder willkommen. Anmeldungen werden angenommen per Mail an stadtmeisterschaften-tt@tsv-laupheim.de.

+++ VeranstaltungsCARLLender

Was läuft in nächster Zeit?

07.05.
14 und 15 Uhr, Museum Laupheim, kurz und gut, ein erster Blick ins Museum, 45-minütige Führung durch die Dauerausstellung. Tickets und Infos hier.

07.05.
15 Uhr, Recafé, Gesprächskreis für Frauen mit und nach Krebs. Rückfragen möglich unter 07392-10665.

07.05.
19 Uhr, Finnegan’s Pub, Tom Mittelbachs Live-Podcast “Auf zwei Bier mit…”. Zu Gast: Johannes Zykla, Lernbegleiter, Schulentwickler und Wissenschaftler aus Weingarten. Thema: „Schule? Geht auch anders“.

08.05.
17 Uhr, Baustetten, Skisport-Stüble im Mühlweg 25, 50 Jahre Skisport Baustetten, Party mit Spiel, Sport und Spaß, Turnauftritten, Aperolbar, Essen vom Grill, DJ-Party (ab 21 Uhr)

08.05.
18 Uhr, Mensa Rabenstraße, Auftaktveranstaltung zur Reaktivierung des Stadtjugendrings. Infos: Tim Rieger, städtische Jugendarbeit, Telefon 07392/704-304, E-Mail: tim.rieger@laupheim.de.

08.05.
18 Uhr, Lichthof Realschule, Frühjahrskonzert der Musikschule Gregorianum mit Kinderchor, Jugendchor und Orchester. Eintritt frei, Spenden willkommen. Es wird bewirtet.

08.05.
19 Uhr, Planetarium Laupheim, “Der tägliche Wetterbericht am (oberschwäbischen) Himmel”, Vortrag von Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried. Eintritt 12 Euro, Platzreservierung empfohlen, Infos hier (Abre numa nova janela).

09.05.
19 Uhr, Kulturhaus Laupheim, Akkordeonkonzert mit dem Akkordeonclub Gögglingen. Infos und Tickets hier (Abre numa nova janela).

10.05.
14 Uhr, Museum Laupheim, öffentliche Führung durch die Sonderausstellung “Laupheim im Herzen. Das Fotoarchiv von Theo Miller”. Tickets und Infos hier (Abre numa nova janela).

10.05.
18 Uhr, Kirche St. Ulrich Baustetten, Konzert “Rivers to cross” mit Gospelchor Wiblingen. Eintritt frei, Spenden willkommen.

13.05.
13.30 - 16.30 Uhr, Begegnungscafé Mittelstraße 49, Bastelnachmittag für Grundschulkinder, Anmeldung bis 8. Mai per Mail an Hermann.manne@laupheim.de (Abre numa nova janela)

13.05.
18 Uhr, rund um den Riffelhof in Burgrieden, 5. Firmenlauf Oberschwaben, Online-Anmeldung noch bis 5.5. möglich. Infos gibt’s hier (Abre numa nova janela).

13.05.
20.30 Uhr, Zeltfest Baustetten, Mallorca-Party, Zutritt nur ab 16 Jahren, Eintritt 5 Euro.

14.05.
ab 11 Uhr, Zeltfest Baustetten, Non-Stop-Blasmusiktag. Eintritt frei.

15.05.
ab 17 Uhr, Zeltfest Baustetten, After-Work-Burger-Night, Eintritt frei.

Eure öffentliche Veranstaltung fehlt?
Das Projekt
CarlL ist erst am Anfang, das gilt auch für den VeranstaltungsCARLLender. Veranstaltungstipps werden gerne angenommen per Mail an reiner@carll.de (Abre numa nova janela)

Liebe CarlL-Community,

um den kostenlosen Newsletter und künftig auch die Website mit Informationen zu füllen, ist die Mitarbeit von Vereinen, Unternehmen und Veranstaltern gefragt: Schickt eure Texte, Fotos, Termine an reiner@carll.de (Abre numa nova janela)

… und: macht Werbung für CarlL, leitet den Newsletter weiter und weist darauf hin, dass man sich jederzeit selbst als Empfänger registrieren kann. Und zwar hier:

Du möchtest die bisherigen Newsletter lesen? Dann hier klicken:

Einen schönen Tag wünscht Euch

Euer Reiner Schick

Zur Person:

Ich bin Reiner Schick, 60 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne (9 und 14 Jahre). Ich stamme aus Bronnen, wohne aber seit 20 Jahren in Laupheim. Die meisten von euch werden mich als langjährigen Redakteur der Schwäbischen Zeitung kennen, für die ich mehr als 30 Jahre lang tätig war - zunächst 18 Jahre in Biberach im Lokalsport, dann zehn Jahre in Laupheim und zuletzt sechs Jahre in Ehingen, jeweils als Redakteur für Lokales. Zum 1. Mai 2025 habe ich die SZ verlassen - um etwas Neues zu wagen: Das in Laupheim bislang einmalige Projekt CarlL.

Warum CarlL?

Die Antwort ist naheliegend: Der Titel ist eine Hommage an die wohl berühmteste Laupheimer Persönlichkeit, Carl Laemmle. Auch er hat mit der Gründung einer Filmstadt in den USA einst etwas Neues gewagt - und was daraus geworden ist, weiß jeder. Warum also nicht jemanden, der vor gut 100 Jahren Hollywood den Weg geebnet hat, zum Vorbild für ein Medienprojekt nehmen? Das zweite, große L in CarlL steht für Laemmle, Laupheim, Lokaljournalismus - sucht’s euch aus.

Tópico Laupheim