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Fables Of The Reconstruction

Es muss immer alles komplett verwertet werden
Wenn es komplett verwertet werden kann
(kettcar)

167/∞

Good evening, Europe!

Ich hoffe, Ihr hattet einen schönen Sommer!

Zwar ist es noch zu früh, um mit Morten Harket „Summer Moved On“ (Abre numa nova janela) anzustimmen, aber der August, der ja gerne (Abre numa nova janela) mal weggesüppelt wird wie eine Flasche Wein, ist auch nur noch zu einem Drittel voll.

Wir haben die heißesten Tage des Jahres bei meiner Tante in Berlin verbracht, wie wir es seit 2018 (Abre numa nova janela) eigentlich jeden Sommer tun. In der U-Bahn war es auch diesmal wieder angenehm kühl und viel mehr brauchen wir ja eigentlich auch nicht.

Wobei das Kind jetzt in einem Alter ist, wo es schon mal „Ja“ sagt, wenn ich frage, ob wir in ein Museum gehen wollen. So haben wir uns die Dauerausstellung im ehemaligen „Tränenpalast“ (Abre numa nova janela) am Bahnhof Friedrichstraße angeschaut, die einen guten Einstieg in die Geschichte der deutschen Teilung darstellt. Unseren Versuch, zu verstehen, wie genau der Bahnhof Friedrichstraße in dieser Zeit zwischen BRD und DDR aufgeteilt war, würde ich immer noch nicht als komplett erfolgreich bezeichnen, aber das Modell und die schematische Zeichnung mit vielen, vielen Nummern und Erklärungen, die dort ausgestellt sind, haben uns einen großen Schritt weiter gebracht. Mit vergleichsweise wenigen Exponaten, die exemplarisch das Schicksal von Millionen Menschen erzählen, wird die Teilung auch für Kinder greifbar. Und das alles kostenlos und, wie ich finde, besser aufbereitet als im privaten Mauermuseum am Leipziger Platz.

Der Zufall wollte es so, dass wir wieder mal über den 13. August in Berlin waren, den Tag des Mauerbaus, der gleichzeitig auch der Todestag meiner Omi Nate ist, die 1932 in Berlin geboren wurde und im Ostteil der Stadt aufgewachsen ist. Es braucht nicht viel Phantasie, sich vorzustellen, wie meine Familiengeschichte ausgesehen hätte, wenn ihre Eltern die Hauptstadt nicht schon bald nach Kriegsbeginn Richtung Norddeutschland (und später dann: Ruhrgebiet) verlassen hätten: nicht existent.

Einen ähnlichen Hauch der Geschichte spürten wir auch, als wir am vergangenen Mittwoch auf dem Weg zu einem Abendessen noch Zwischenstopp am Gendarmenmarkt machten und dort zwei dunkle Hubschrauber in dichtem Abstand über die Stadt fliegen sahen: In einem davon saß Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, auf dem Rückweg von einem Termin (Abre numa nova janela) im Bundeskanzleramt, bei dem er sich mit hochrangigen europäischen Politiker*innen in einer Videokonferenz über eine gemeinsame Linie zum anstehenden Empfang von Wladimir Putin bei Donald Trump beraten hatte.

Die emotionale Aufgewühltheit, die diese Szene bei mir verursacht hatte, hielt zum Glück nur kurz an, weil ich danach damit beschäftigt war, mich darüber aufzuregen, dass die Zentralachsen des Französischen und des Deutschen Doms, die sich am Gendarmenmarkt „gegenüberstehen“, um ca. einen Meter verschoben sind.

Die Idee, einen absolutistischen Repräsentationsbau, der in der DDR gesprengt und durch ein eher symbolisches Parlamentsgebäude ersetzt worden war, wieder aufzubauen, kann man durchaus schwierig finden. Noch dazu, wenn es eigentlich nur drei Seiten der Fassade sind und das ganze Ding jetzt „Humboldt Forum“ (Abre numa nova janela) heißt und man selbst bei den verdientesten Intellektuellen des 19. Jahrhunderts immer etwas finden wird, was man aus heutiger Sicht kritisieren kann.

Aber ich mag es, wenn die Lage nicht einfach und klar ist (was sie eigentlich selten genug ist). Wenn man gezwungen wird, sich mit einem Ort, seiner Geschichte (und damit ja eigentlich direkt immer gleich der gesamten deutschen Geschichte) zu beschäftigen. Wenn das, was man sich in irgendwelchen halbakademischen Kritiken angelesen hat, auf die schlichte Wucht eines Gebäudes trifft, das so, in seiner sich selbst kommentierenden Form, die ganze Umgebung erstmal zu einer schönen, schlüssigen Kulisse vollendet und einen gleichzeitig zwingt - zumindest, wenn man sich nicht nur für die pittoreske Fassade interessiert -, sich intensiver mit dem zu beschäftigen, was einem da jetzt erstmal oberflächlich gefällt.1

Blick von der Dachterrasse des Humboldt Forums Richtung Reichstag.

Die Dachterrasse des Humboldt Forums, auf der wir erstmals waren, entpuppte sich jedenfalls sofort als einer meiner Lieblingsorte in Berlin: Anders als vom Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz oder vom Fernsehturm schaut man hier nicht Google-Earth-mäßig von oben auf die Stadt, sondern man ist genau oberhalb der Dächer der Stadt und auf Augenhöhe mit ihren zahlreichen Kuppeln. Hier, auf der Museumsinsel und in Sichtweite von Gendarmenmarkt, Synagoge und Alexanderplatz, bekommt man eine Ahnung, wie Berlin mal war, vor 100, 120 Jahren.

Weil man ja in Berlin keinen Pflasterstein werfen kann, ohne ein historisch bedeutsames Gebäude zu treffen, war auch der Besuch eines anderen Kulturortes bei mir mit mixed feelings verbunden: In einem ehemaligen besetzten Haus, dem autonomen Kulturzentrum Tacheles (Abre numa nova janela) an der Oranienburger Straße ist jetzt eine Dependance des privaten Stockholmer Photographiemuseums Fotografiska untergebracht.

Das ist natürlich das Humboldt Forum mit anderen Vorzeichen (also: im mathematischen Sinne) bzw. Gentrifizierung durchgespielt: Künstler*innen machen durch ihre Anwesenheit eine Gegend spannend, dann kommen die Investoren, vertreiben die Künstler*innen, bauen Luxusimmobilien und versuchen, irgendwie vom Vibe des Orts zu profitieren — zumindest in dem Rahmen, dass es die neuen Bewohner nicht bei ihrer Nachtruhe stört.

Und dann landet man eben bei einem kommerziellen Museum, das aus rein wirtschaftlichen Gründen (Abre numa nova janela) und unter rein ästhetischen Aspekten Kunst präsentiert — das Prinzip Spotify (nicht zufällig auch ein schwedischer Konzern) erobert den Markt. 

Das Problem: Das Fotografiska ist wirklich gut. 2016 war ich, als ich Song-Contest-bedingt in Stockholm weilte, im dortigen Stammhaus, weil es mir von vielen Seiten empfohlen worden war (und das zurecht) und auch in Berlin gab es mit Ausstellungen des italienischen Künstlerduos TOILETPAPER, der bosnischen Fotografin Šejla Kamerić und des amerikanisch-österreichischen Künstlerinnenduos Cooper & Gorfer Schauen, die untereinander sehr unterschiedlich, aber alle für sich eindrücklich, ausdrucksstark und optisch beeindruckend waren.

Nachdem man ausreichend lange vor den Bildern gestanden und den Kopf interessiert in verschiedene Richtungen geneigt hat, kann man durch das noch erhaltene Original-Treppenhaus des Tacheles, das mit seinen vielen Graffiti noch maximale Punk-Ästhetik ausstrahlt, die es selbstverständlich als kredibilitätsspendendes Detail zu erhalten und auszuweiden gilt, in den dazugehörigen Gastronomiebetrieb gelangen.

Treppenhaus im ehemaligen Tacheles, jetzt Fotografiska Berlin.

Er empfängt einen mit einem schon fast klischeehaften Williamsburger Loft-Chic und am Ende läuft es natürlich eh immer auf diese skandinavisch-amerikanische Ästhetik hinaus, die Du von „25 Hours“-Hotels bis zu kleinstädtischen Burgerbratereien auf jeder Ebene (und in jeder Preisklasse) angeboten bekommst: Wenn der Leuchtstoffröhrenschriftzug als Kunstinstallation nicht mehr vom Instagram/Tinder-tauglichen Gimmick der Zimtschneckenkette zu unterscheiden ist, wird es irgendwann beliebig und manchmal wünsche ich mir an einer Sehenswürdigkeit ein trutschiges Tantencafé mit Schwarzwälder Kirschtorte statt die zehntausendste third wave coffee bar. Schon allein, um mit meinem Cord-Hipster-Käppi und dem rosa T-Shirt mit Grafikprint nicht wie das Servicepersonal oder ein Möbel zu wirken.

Dort saßen wir auf der Terrasse, genossen Cappuccino und selbstgemachte Limonade zu für dieses Setting völlig okayen Preisen und ich hoffte darauf, dass mal jemand zu mir sagen würde: „Lukas, Du musst auch nicht immer alles so durchintellektualisieren und darfst Dich auch einfach mal freuen!“

Wir waren inzwischen so oft in Berlin, dass es langsam schwer fällt, Dinge zu tun, die wir noch nie zu vor getan haben. Manchmal kommen Einheimische mit einem verschwörerischen, strahlenden Blick auf uns zu und wollen uns Tipps geben, wenn sie hören, dass wir eine gewisse Begeisterung für Nahverkehr hegen: „Am Bahnhof Zoo fährt ein Bus Richtung Alexanderplatz, der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt abklappert!“ — Das ist wirklich sehr süß, Ulrike, aber der Hunderter steht nun wirklich in jedem Reiseführer und wir sind schon öfter damit gefahren als mit dem Autoscooter auf der Cranger Kirmes!

Insofern freue ich mich immer ganz besonders, wenn es tatsächlich noch Tipps gibt, von denen wir noch nie gehört haben. Eine Freundin meiner Tante empfahl uns den Bus der Linie 638, der vom Campus Jungfernsee in Potsdam (in seltenen Fällen auch vom dortigen Hauptbahnhof) zum S- und U-Bahnhof Rathaus Spandau fährt.

Dafür muss man natürlich erstmal in Potsdam sein, einer Stadt, die mich auf verstörende Weise an Wesel erinnert. Nichts, aber auch gar nichts, gibt einem das Gefühl, in einer Landeshauptstadt zu sein. Im Zentrum empfängt einen die hier schon zur Genüge beschriebene Wiederaufbau-Ästhetik, die noch ein bisschen Patina ansetzen muss, um nicht mehr allzu sehr an Disneyland zu erinnern. Das Holländische Viertel ist wirklich sehr charmant, hat in mir aber vor allem die Frage ausgelöst, warum ich gerade hier bin und nicht in den Niederlanden. 

Holländisches Viertel in Potsdam.

Andererseits ist die ganze Stadt eine ziemlich passende Antwort auf die (zugegebenermaßen selten gestellte) Frage, wie Holland wohl als Sowjetrepublik ausgesehen hätte: Obwohl das Stadtmarketing durchaus selbstbewusst ausstrahlt, die Stadt touristisch erschließen zu wollen, wirken die Gastronomiebetriebe wie jemand, den man um vier Uhr nachts wachgeklingelt hat, um mit ihm über Jesus zu sprechen. Hier gibt es sie noch, die viel gerühmte berlin-brandenburgische Grießgrämigkeit, die man in Berlin selbst kaum noch findet, seit die dortigen Bäckereien ihr Personal vor allem aus jungen, aufgeschlossenen Menschen mit Migrationsgeschichte rekrutieren! Wenn es irgendwo im Einzugsbereich einer Millionenmetropole noch Gaststätten gibt, in denen die ehemalige bundesdeutsche Losung „Draußen gibt’s nur Kännchen“ noch Bestand hat; wenn es überhaupt irgendwo außerhalb Bayerns und Baden-Württembergs (jenen westdeutschen Bundesländern, denen ich gerne mit einer gewissen Leidenschaft unterstelle, besonders rückschrittlich zu sein) noch Kännchen gibt, dann hier! 

Als ich mich in einer Instagram-Story empörte, dass jedes verdammte Café der Stadt einen mit „Cash only“-Schildern anschreie, als sei noch 1985, bekam ich auffallend viele Antworten, die mich darauf hinwiesen, dass das womöglich weniger mit einer von mir unterstellten Rückständigkeit der sogenannten Neuen Bundesländer zusammenhinge und vielmehr mit gewissen Steuervermeidungsstrategien. Nun ja: Die Stadt Potsdam kann es sich offenbar leisten, scheint sie doch ganz gut davon leben zu können, dass die zahlreichen Multimillionäre, die dort leben, sich als Mäzene und Förderer betätigen.

JEDENFALLS: Potsdam. Man will natürlich schnell wieder weg und erst wiederkommen, wenn der positive Rentenbescheid eingegangen ist (dann aber sehr gern und im Multifunktionswindbreaker!), und dafür ist der 638er eine ganz zauberhafte Wahl. Nicht, weil man damit besonders schnell wäre (die Fahrt dauert rund 40 Minuten), aber weil man einen guten Eindruck von der Landschaft zwischen Potsdam und Berlin bekommt: Die meiste Zeit fährt man quasi durch den Wald, manchmal passiert man malerische Seen, alles erinnert ein wenig an den topographisch ähnlich entspannten Niederrhein und dann gibt es noch ein paar Schlenker durch Gegenden, in denen man nahezu die gesamte Architekturgeschichte der letzten 150 Jahre inklusive all ihrer Missverständnisse rund um das Konzept „Eigenheim“ betrachten kann. 

Mit Erreichen der Berliner Stadtgrenze (die, wie einem dann sofort wieder eingehämmert wird, ja lange auch die „Zonengrenze“ war) kehren Farbe und Leben zurück in die Umgebung. Manchmal fängt eine Person ohne erkennbaren Grund an zu schreien und denkt sich auch als etatmäßiger Tourist: Dit is mein Balin!

Was macht der Garten?

Unsere Nachbarin hat unsere Pflanzen in unserer Abwesenheit sehr gut versorgt. Die Gurken sind sehr groß, aber was machen wir jetzt damit? Außerdem haben wir sehr viele Brombeeren.

Was hast Du veröffentlicht?

Ich war gestern bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Heidi Reichinnek von der Linken. Eigentlich wollte ich da privat hin, aber ich stand kaum auf dem Marktplatz, als mein Gehirn schon anfing, Sätze zu formulieren, also hab ich mein Smartphone rausgeholt und mitgeschrieben. Das Ergebnis ist dieser Text (Abre numa nova janela) im Blog.

Außerdem war ich vorgestern beim Prolog der Deutschland Tour auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen (nach zwei Wochen Berlin lacht einem die Erbärmlichkeit des sogenannten Nahverkehrs im Ruhrgebiet immer ganz besonders hämisch ins Gesicht) und habe mich dort als Sportfotograf versucht. Die Ergebnisse hab ich bei Instagram (Abre numa nova janela) gepostet (auch wenn Instagram natürlich einfach ein schrecklicher Ort ist, vor dem wir alle fliehen sollten; wo ist der digitale 638er?!).

Was hast Du gehört?

Der phantastische Pedro Pascal, vielleicht der größte männliche Filmstar unserer Zeit (zumindest in meiner peer group), war zu Gast bei „Fresh Air“ (Abre numa nova janela). Mit Gastgeberin Tonya Mosley spricht er über die Flucht seiner Familie aus der chilenischen Militärdiktatur, seine erfolglose Gastro-Laufbahn und seinen Auftritt bei „Saturday Night Life“. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich ihn noch sympathischer und toller finden könnte, aber hinterher ist man immer schlauer.

Was hast Du gesehen?

Bei „ORF ON“, der ehemaligen „TVthek“ des Österreichischen Rundfunks, kann man (nach 22 Uhr bzw. mit Anmeldung) noch bis 16. September das Comedy-Special „Ein bisschen Hass muss sein“ (Abre numa nova janela) des großartigen Michi Buchinger sehen. Mit seinem unvergleichlichen Charme und Humor erzählt Michi, dessen Schaffen ich jetzt auch schon seit zehn Jahren verfolge, aus seinem Alltag. Humor ist natürlich immer Geschmacksache (wie die für mich völlig unverständlichen Erfolge von Mario Barth, Dieter Nuhr und Jan Böhmermann beweisen), aber ich fand es sehr lustig!

Außerdem: Der erste Spieltag des DFB-Pokals ist immer ein Fest, an dem wir tagelang vor dem Fernseher hängen. Und zum ersten Mal seit ziemlich langer Zeit sind sowohl der VfL Bochum als auch Borussia Mönchengladbach und der FC St. Pauli in die zweite Pokalrunde eingezogen. 

Was hast Du gelesen?

Ann Powers, eine der klügsten Personen der Popkultur-Rezeption, hat im Newsletter von NPR Music (Abre numa nova janela) über das angekündigte neue Album von Taylor Swift, einer der klügsten Personen der Popkultur-Produktion, geschrieben. Oder genauer: Über die Ankündigung selbst, die ganzen easter eggs, die die Swifties überall im Schaffen ihres Idols suchen (und finden), und die gamification of everything.

In seiner Kolumne im „New Yorker“ (Abre numa nova janela) beschäftigt sich Kyle Chayka mit dem Song „Home“ (Abre numa nova janela) von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros aus dem Jahr 2009, der gerade sein Comeback als popkultureller Boxsack erlebt. Die ostentative Harmlosigkeit und positive Schlichtheit des Lieds tauge gut zur Abgrenzung von der optimistischen Ahnungslosigkeit der Obama-Jahre und tatsächlich ist da in der Zwischenzeit ganz schön viel passiert.

Apropos Weltuntergang durch Social Media: Eine Studie ist zu dem Schluss gekommen, dass es offenbar keine echte Lösung gibt, Soziale Medien so zu gestalten, dass sie nicht zu einer Blasenbildung und Belohnung von Negativität beitragen. Anders ausgedrückt: Das, was uns alle an Instagram, Facebook und den Twitter-ähnlichen Portalen so fertig macht, ist kein bug, sondern ein feature. Bei Heise (Abre numa nova janela) gibt es eine interessante Zusammenfassung, bei Ars Technica (Abre numa nova janela) ein Interview mit einem der Autoren der Studie.

Was hast Du zum ersten Mal gemacht?

Im Restaurant in Berlin saß am Nebentisch eine Familie aus Bayern, deren ca. 9-jähriger Sohn tiefsten Regiolekt sprach. Ich habe noch nie ein Kind Bayrisch reden gehört und hätte auch immer angenommen, dass Menschen unter 80 (oder wie alt auch immer Markus Söder ist) überall Hochdeutsch (oder zumindest einen stark verwässerten Regiolekt) sprechen, aber da saß jetzt dieser Junge und produzierte Glutturallaute wie Franz Josef Strauß.

Was hast Du gelernt?

Fußballnationalspielerin Linda Dallmann (Abre numa nova janela) wurde in Dinslaken geboren.

Was hat Dir Freude bereitet?

Mehr als 15 Jahre nach „Camp Rock“ standen Demi Lovato und die Jonas Brothers wieder gemeinsam auf einer Bühne und haben „This Is Me“ und „Wouldn’t Change A Thing“ gesungen (Abre numa nova janela).

Und jetzt: Musik!

https://vimeo.com/62191788 (Abre numa nova janela)

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Habt ein schönes Wochenende!

Always love, Luki

  1. Und ist es nicht auch irgendwie müßig, den verspäteten Wiederaufbau von Gebäuden zu kritisieren, die ja bei ihrer Entstehung schon historisierend - nämlich ein schwungvoller Rückgriff auf die Antike - waren?

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