In der japanischen Kleinstadt Kurouzu stürzt eine mysteriöse Besessenheit von Spiralen das Leben der Bewohner ins Chaos. Die Teenager Kirie Goshima und Shuichi Sato bemerken nicht nur überall in der Umwelt die unheimlichen Spiralen, selbst die Menschen werden von diesem seltsamen Grauen erfasst. "Die Spirale" ist eine mysteriöse Entität, die an Lovecrafts Farbe aus dem All erinnert und die Umwelt und die Biologie der Menschen zu verändern in der Lage ist.
Nach Uzumaki - Out of this World (2000), der ersten Filmadaption, wurde der Stoff nun als Anime-Serie verfilmt. Die vierteilige Mini-Serie von Hiroshi Nagahama und Yūji Moriyama aus dem Jahr 2024 basiert auf der legendären Manga-Serie “Uzumaki - Spiral Into Horror” (jap. うずまき, Uzumaki, dt. "Spiralen") des Horrormeisters Junji Itō, die in Japan von 1998 bis 1999 lief.
Ich habe mich darüber gefreut, dass auch mal ein echter Manga-Klassiker als Anime adaptiert wurde. Im unüberschaubaren Anime-Angebot sticht die Serie zwischen der gängigen Dutzendware heraus. Uzumaki - Spiral Into Horror ist keine dieser bunten und lauten Nervositätsquellen für Kinder, sondern eine ästhetisch recht nahe am Ursprungswerk inszenierte und in Schwarz-Weiß gehaltene Horrorserie.
Wie schon im Manga wird die Geschichte auch hier episodenhaft erzählt und ist geprägt von den irrwitzigen, originellen und unheimlichen Ideen von Junji Itō, wie den Schneckenmenschen, den schwangeren Mosquito-Zombiefrauen und den Plazentaspiralpilzen. Herausgekommen ist ein sehr bedrückend-atmosphärisches und alptraumhaftes Werk, was nahe am Wahnsinn gebaut ist und auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.
https://www.imdb.com/de/title/tt10905902/ (Abre numa nova janela)