
Ich hatte ja versprochen, noch einen Newsletter mit Downloads zu schicken. Der Downloadlink liegt am Ende hinter der Paywall und ist nur für Mitglieder zugänglich. Die restlichen Infos und Tipps sind für alle zugänglich. Ich möchte meinen Unterstützern etwas zurück geben deshalb habe ich euch vier Hintergrundbilder fürs Handy und zwei für das I-Pad mit viel Liebe erstellt.

In diesem Newsletter gebe ich euch außerdem ein paar Buch-, Film- und Serienempfehlungen. Das werde ich in Zukunft immer wieder einfließen lassen. Ich bin nämlich ein absoluter Film- und Serien-Nerd, höre viele Podcasts und liebe Hörbücher.
Bei meiner Arbeit wird mir schnell langweilig. Danke ADHS!
Also konsumiere ich ziemlich viel von allem, was ich interessant finde. Und ich bilde mir ein, dabei auch eine ganz gute Auswahl zu treffen. Deshalb möchte ich euch auf jeden Fall daran teilhaben lassen.
Schreibt mir gern in die Kommentare was ihr in letzter Zeit so gesehen oder gelesen habt.
Hier kommen meine ersten Empfehlungen für euch:
Wir haben seit vielen Jahren keinen Fernseher mehr. Mein Kind ist fast gänzlich ohne klassisches Fernsehen aufgewachsen, was im Rückblick eine ziemlich bewusste Entscheidung war. Stattdessen haben wir verschiedene Streamingdienste abonniert und stellen uns selbst zusammen, was wir schauen möchten. Zunehmend besser werden auch die Inhalte in der ZDF-Mediathek und in der Arte-Mediathek findet man immer etwas Besonders.
Ich mag daran , dass man sich nicht von einem Programm berieseln lässt, sondern selbst entscheidet, was einen interessiert. Über die Jahre hat sich so ein ganz eigener Mix ergeben. Wir sammeln Filmen, Serien und Dokus, die wir wirklich sehen wollten und schauen nicht einfach zufällig woran wir hängen geblieben sind. Mir ist dabei auch egal aus welcher Zeit ein Film ist. Vor kurzem habe ich z. B. mit meinem Mann “Casablanca” angeschaut und war erstaunt wie aktuell der Film war. Er ist kein Museumsstück, sondern ein geradlinig erzählter Film über Entscheidungen unter Druck und genau das macht ihn bis heute relevant. Die Mischung aus Romantik, Ironie und sehr politischem Subtext funktioniert immer noch. Viele Sätze sind legendär, aber auch ohne Nostalgie tragen sie die Geschichte.
Serien- und Filmempfehlungen in denen Frauen die Hauptpersonen sind:
“The Danish Woman” (2026) auf Arte (Abre numa nova janela)
Schwarzer Humor auf Island. Eine dänische Ex-Agentin versucht, ihre isländischen Nachbarn zu besseren Menschen zu erziehen. Doch die innerskandinavischen Befindlichkeiten sind, sagen wir, komplex. Ich war bei dieser Serie vor allem Fan von Vor- und Abspann. Die Hauptdarstellerin Trine Dyrholm singt und tanzt einfach ganz bezaubernd. ;)
“The Queen of fucking Everything” (2025) ZDF Mediathek (Abre numa nova janela)
Die finnische Serie zeigt menschliche Abgründe und stellt die Frage, wie weit ein Mensch geht, um den Schein zu wahren. Im Mittelpunkt steht eine Immobilienmaklerin, die in den Ruin rutscht und verzweifelt versucht, ihr altes Leben aufrechtzuerhalten.
Bei beiden Serien fand ich besonders bemerkenswert, dass Frauen jenseits der fünfzig die Hauptrollen so überzeugend tragen. Eine Entwicklung, die gern so weitergehen darf. Da ist man in Finnland und Dänemark schon ein Stück weiter als hier in Deutschland.
“The Veil” (2024) in der ZDF Mediathek (Abre numa nova janela)
Spannende Agentenserie mit Elisabeth Moss in der Hauptrolle.
Die actionreiche Thrillerserie „The Veil“ zeigt sie als MI6-Agentin, die ihr Handwerk perfekt beherrscht und sich gleichzeitig mit ihrem eigenen Geheimdienst, dem französischen Geheimdienst und der CIA anlegt. Im Zentrum stehen zwei Frauen, deren Beziehung die gesamte Handlung trägt und der Serie ihre eigentliche Spannung verleiht.
“Frances Ha” (2012) Film auf Amazon Prime Video (Abre numa nova janela)
Der Film ist, wie seine Protagonistin, ein wenig verschroben, liebevoll und bleibt absolut im Gedächtnis. Ein Film von Noah Baumbach mit Greta Gerwig in der Hauptrolle und einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Gemeinsam haben die beiden auch das Drehbuch geschrieben, und man spürt, dass ein großer Teil dieser entwaffnenden Herzlichkeit von ihr kommt. Das Porträt dieser Frau bewegt sich fast wie zufällig von einer Episode zur nächsten, getragen von einer Leichtigkeit, die den ganzen Film durchzieht. Eingefangen in wunderschönem Schwarzweiß.
Riding in Cars with Boys. (2001) Film auf Amazon Prime Video (Abre numa nova janela)
Ein biografischer Film aus dem Jahr 2001, der auf der gleichnamigen Autobiografie von Beverly Donofrio basiert. Die junge Teenagerin meisterte zahlreiche Herausforderungen, darunter die Rolle als junge Mutter, Ehefrau und Studentin, und erwarb später einen Master-Abschluss . Die 26 jährigen Drew Barrymore ist hier in einer ihrer ersten Hauptrollen zu sehen. Sehenswertes, emotionales Drama, das vor allem durch die schauspielerische Leistung getragen wird.
“Finding Vivian Maier” Dokumentaion auf Amazon Prime Video (Abre numa nova janela)
Der Dokumentarfilm erzählt die verblüffende Lebensgeschichte der außergewöhnlichen Fotografin und hochinteressanten Frau Vivian Maier, die als Kindermädchen arbeitete und erst nach ihrem Tod als brillante Fotografin entdeckt wurde.
Bücher die ich in diesem Jahr gehört oder
gelesen habe:
Hier kommen ein paar der Bücher die ich in der letzten Zeit gehört oder gelesen habe und ein paar Hintergrundinfos dazu.
Schreibt mir gern in die Kommentare was ihr in letzer Zeit so gelesen habt.
“Die letzten ihrer Art, eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde” Douglas Adams, Mark Carwardine
Früher ist Douglas Adams mit „Per Anhalter durch die Galaxis“ gereist. In diesem Buch zieht er gemeinsam mit dem Zoologen Mark Carwardine um die Welt, auf der Suche nach den vom Aussterben bedrohten Tierarten unseres Planeten. Dabei begegnen sie unter anderem der Komodowarane, dem größten und schwersten Papagei der Welt in Neuseeland und den nahezu tauben Delfinen im Jangtse.
Mit seinem unverwechselbaren Humor schafft Adams es, weit mehr als nur einen Reisebericht zu liefern und gibt einen lebendigen Einblick in diese besondere Expedition. Carwardine übernimmt dabei die Rolle des Fachmanns und erklärt Adams und damit auch dem Leser alles, was man wissen muss, um die Vielfalt des Lebens wirklich zu verstehen. Gerade durch dieses Zusammenspiel wird das Buch zu einer zugleich der informativsten und witzigsten Dokumentationen, die je über Artenschutz geschrieben wurden.
Funfact: Ich war einst in London und habe eigens das Grab von Douglas Adams besucht, um ihm selbst die Ehre zu erweisen. Auf seinem Grab stand ein Becher voller Kugelschreiber. Fans hinterlassen sie dort als Hommage an den Autor von „Per Anhalter durch die Galaxis“. Diese Geste spielt auf seine Geschichten an, in denen Stifte als wandernde Lebensformen durch Wurmlöcher reisen. Gleichzeitig würdigt sie Adams als kreativen Schöpfer, der selbst alltäglichen Schreibutensilien eine besondere, beinahe magische Bedeutung verlieh.
“Wer die Nachtigal stört” Harper Lee
Ein abslouter Klassiker, der im Jahre 1960 veröffentlicht wurde.
Ein zeitloser Klassiker über Rassismus, Gerechtigkeit und das Erwachsenwerden im Süden der USA der 1930er Jahre. In “Wer die Nachtigall stört” zeichnet Harper Lee ein einfühlsames Porträt einer idyllischen Kindheit, die von der brutalen Realität von Vorurteilen und Rassismus überschattet wird. Die achtjährige Scout und ihr älterer Bruder Jem wachsen behütet in Alabama auf, doch als ihr Vater Atticus, ein integrer Anwalt, die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der fälschlicherweise der Vergewaltigung eines weißen Mädchens beschuldigt wird, drängt sich die hässliche Wirklichkeit in ihr Leben.
Hintergrund:
Harper Lee war vom plötzlichen Ruhm überfordert, scheute Öffentlichkeit und hatte extrem hohe Ansprüche an sich selbst.
Sie schrieb zwar weiter, veröffentlichte aber lange nichts, was sie für würdig hielt. Sie bewegte sich klar in einer literarischen Welt, die stark männlich geprägt war. Frauen wurden oft weniger ernst genommen, und gerade ihr Thema, Rassismus im Süden, galt als „schweres“ politisches Feld. Dass sie sich dort durchsetzte, war also durchaus bemerkenswert.
Außerdem musste sie sich immer wieder rechtfertigen. Denn Zwischen Harper Lee und Truman Capote bestand eine enge Freundschaft seit Kindheitstagen. Während Capote bereits ein etablierter Autor war, trat Lee mit ihrem Roman erstmals in die Öffentlichkeit. Rund um den Erfolg von „Wer die Nachtigall stört“ hielten sich hartnäckige Gerüchte, Capote habe das Buch geschrieben oder zumindest maßgeblich daran mitgewirkt. Solche Vermutungen speisten sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass viele sich kaum vorstellen konnten, dass eine bis dahin unbekannte Autorin ein derart kraftvolles Werk vorlegt.
Für diese Behauptungen gibt es jedoch keine belastbaren Belege. Im Gegenteil zeigen erhaltene Manuskripte und Briefe eindeutig, dass der Roman aus der Feder Harper Lees stammt. Der Roman ist kein bloßes Zeitdokument, sondern ein Werk, das weiterhin Debatten auslöst und moralische Fragen stellt, die auch heute nichts an Schärfe verloren haben.
“Wenn die Tage länger werden” von Anne Stern
Ein berührendes Buch, das sich schnell weglesen lässt.
Zum ersten Mal seit sechs Jahren verbringt die alleinerziehende Musiklehrerin Lisa einen Sommer ohne ihren Sohn. Die gewonnene Freiheit fühlt sich ungewohnt an und bringt Zweifel mit sich: die Sehnsucht nach ihrem Kind und die Frage, wer sie eigentlich ist, wenn sie nicht Mutter ist. Auf der Suche nach jemandem, der ihre alte Geige restauriert, trifft sie auf die Obstbäuerin Ute. Eine Begegnung, die vieles ins Rollen bringt. Nach und nach merkt Lisa, dass ihre Suche nach sich selbst eng mit dem verbunden ist, worüber in ihrer Familie immer geschwiegen wurde. Ein Sommer zwischen Vergangenheit und neuer, flirrender Freiheit.
Fazit: Das Buch zeigt, wie sehr unausgesprochene Dinge Familien prägen und wie wichtig es ist, sich damit auseinanderzusetzen.
Kein anstrengender Plot, sondern ein entspannter, fein beobachteter Roman über Identität, Freiheit und das, was unter der Oberfläche existiert.
Außerdem:
“Menomorphosen” von Jule Ronstedt
Bücher über die Menopause sind ja im Moment sehr im Trend. Ich war neulich auf eine Lesung in der Buchhandlung Montag zum neuen Buch der Schauspielerin Jule Ronstedt. Sie hat es hervorragend und ausdrucksstark vorgetragen und ich fand die miteinander verknüpften Geschichten sehr unterhaltsam.
“Alt genug” Ildikó von Kürthy
Bieses Buch ist ganz neu Erschienen, ich höre es gerade als Audio-Book. Bisher finde ich es schon ziemlich gut, bin aber noch nicht ganz sicher ob ich es auch empfehlen kann. Das muss sich noch herausstellen.
“Der Donnerstags-Mordclub” Richard Osman
Klare Empfehlung! Ich habe dieses Jahr alle Bücher von Richard Osman durchgehört. Sie sind so lesenswert, weil sie ein Gleichgewicht schaffen, das man im Krimi selten findet. Im Mittelpunkt stehen keine klassischen Ermittler, sondern ältere Menschen, klug, widersprüchlich und oft unterschätzt, was dem Ganzen eine ganz eigene Dynamik gibt. Der Ton ist trocken, pointiert und nie aufdringlich. Selbst ernste Themen erzählt Osman mit einer leichten, fast beiläufigen Ironie. Das hat mich bei meinen letzten Auftragsarbeiten sehr gut unterhalten. Ich liebe es Krimis zu hören und zu zeichnen. Das ist eine Seite am ADHS die ich ausnahmsweise mal richtig gut finde.
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