Saltar para o conteúdo principal

Deine Angst will dir nichts Böses

Kurz vor einer Lesung ist sie unserer Autorin stets ein treuer Begleiter.

Tss, manche Leute kommen auf Ideen… Am Montag rief meine Nachbarin Petra an und lud uns zum Dinner für Mittwochabend ein. „Mittwochabend?“, schnauzte ich meinen italienischen Schwaben fassungslos an, als er den Kopf in mein Büro steckte, um den Termin mit mir abzusprechen. Mittwochabend könne ich nun wirklich nicht. Schließlich hätte ich am Donnerstagabend eine Lesung in München, heißt: 24 Stunden vorher bin ich zu nichts zu gebrauchen. Ich muss mich mental und emotional auf meine Vorstellung einstimmen, mich präparieren, fokussieren, was übersetzt so viel bedeutet wie: keine Verabredungen, keine Ablenkung, keine Termine. Das gilt nicht nur für den Tag davor, sondern auch den davor und den davor und den davor. Schon seltsam, dass ich nichts so liebe wie aus meinem Buch zu lesen und mich nichts so fertig macht wie aus meinem Buch zu lesen. Als mich die Kanzlei Zirngibl in München einlud zu der Lesung, war noch Sommer und ich tiefenentspannt. Solche Termine in ferner Zukunft sind für mich immer total fantasy. November, das klang wie ein anderer Planet.

Diese Woche war der Termin dann aber plötzlich da und ich: nervös wie vor einer Examensprüfung. Ich könnte ja was verbocken. Zu schnell lesen, mitten in meiner kleinen Ansprache den Faden verlieren, oder meine Leser enttäuschen. Ist das normal, haben das alle? Ich weiß auch nicht, was das immer bei mir ist. Immer, wenn ein so großes Ereignis ansteht, schaltet mein internes Betriebssystem auf Alarm. Ein kleines Schwätzchen oder

2 comentários

Gostaria de ver os comentários?
Torne-se membro de Katjas Notizen para participar no debate.
Torne-se membro