Saltar para o conteúdo principal

Arm das Land, das Helden braucht

Bertolt Brecht

😀 Jeden Dienstag wird hier die Kunst lebendig und lädt dich ein, durch kurze Geschichten zum Experten zu werden. Denn Kunst ist für den, der sie wirklich genießt und sich traut, sie mit neuen Augen zu sehen.

🔥 Dieser Newsletter ist auf Leser wie dich angewiesen. Wenn er dir gefällt, teile ihn. Wenn er dir wichtig ist, unterstütze ihn. Dahinter steht kein Verlag, sondern das Engagement von Menschen, die glauben, dass es wichtig ist, Wissen zu teilen.

💡 Werde noch heute Mitglied und erhalte vollen und exklusiven Zugang. Hilf mir, diese Community weiter aufzubauen und zu vergrößern. Vielen Dank! 🙏🏽

Liebe Kunstfreundin, lieber Kunstfreund,

die Legende des Heiligen Georg und des Drachen ist besonders reizvoll, da sie in allen Epochen der Kunstgeschichte dargestellt wurde. Sie erzählt, wie ein christlicher Ritter in eine Stadt kommt, die von einem Drachen bedroht wird, der Menschenopfer fordert. Als die Prinzessin des Königreichs als Beute angeboten wird, greift der Ritter ein, tötet den Drachen und rettet die Prinzessin. Daraufhin bekehren sich alle Einwohner zum Christentum. (Die Kirche hat das Drehbuch immer wieder für ihre Zwecke umgeschrieben).

Die Geschichte basiert auf der historischen Figur des Georg von Kappadokien, einem römischen Soldaten, der im 4. Jahrhundert wegen seines Glaubens hingerichtet wurde. Da dies auf wenig Interesse stieß, fügte man antike Geschichten über Kämpfe mit Ungeheuern hinzu und machte daraus eine der besten Geschichten, die je erzählt wurden. So gut, dass ihr Tausende von Kunstwerken gewidmet wurden.

Im Mittelalter wurde der Heilige Georg sehr berühmt, denn seine Geschichte erschien in der sogenannten „Goldenen Legende“, dem Bestseller jener Zeit, der die Geschichten vieler Heiliger verherrlichte. Er wird oft als Krieger zu Pferd dargestellt, der ein Schwert oder eine Lanze schwingt, während im Hintergrund eine Prinzessin seine Heldentaten bezeugt. Seit dem 10. Jahrhundert schreibt die Kirche vor, dass das Pferd weiß sein muss, als Symbol des siegreichen Evangeliums.

Am 23. April wird in Katalonien das Fest des Heiligen Georg gefeiert, das mit dem Tag des Buches zusammenfällt. Es werden Bücher und Rosen verschenkt, wobei die roten Rosen das Blut des Drachen symbolisieren. In der Stadt Montblanc in Tarragona soll der Ritter den Drachen getötet haben, und ihm zu Ehren werden zehn Tage lang mittelalterliche Feste gefeiert. Sankt Georg ist auch der Schutzpatron Englands, Portugals, Georgiens, Äthiopiens, Bulgariens und anderer Länder.

Der heilige Befreier

(Abre numa nova janela)
Bernat Martorell. St. Georg tötet den Drachen. 1434-35. Art Institute of Chicago.

Dieser Heilige Georg stammt von Bernat Martorell (1390-1452), dem bedeutendsten Maler des damaligen Königreichs Aragon, und war Teil eines Altarbildes, das sich heute im Louvre und im Art Institute of Chicago verteilt ist. Der Ritter ist gerade dabei, den Drachen mit seiner Lanze zu durchbohren und zu besiegen. In der Festung beobachten Neugierige seine Heldentat, während sich die Prinzessin über seine Rettung freut. Beachte die auf dem Boden verstreuten Überreste früherer Opfer.

Martorell war ein gotischer Maler, der sich Altarbildern und der Illuminierung von Manuskripten widmete. Er hatte eine sehr erfolgreiche Werkstatt in Barcelona. Er beherrschte die erzählerische Sprache mit stilisierten, wenn auch hieratischen Figuren, leuchtenden Farben und vielen Details. Sein mediterraner Stil war von Frankreich und Flandern beeinflusst. Mit dem Aufkommen der Renaissance geriet er etwas in Vergessenheit, obwohl sein Werk heute in der ganzen Welt verbreitet ist.

Dieses Altarbild war für die Kapelle des Palau de la Generalitat in Barcelona bestimmt, da der Heilige bereits der Schutzpatron der Stadt war. Der höfische Geschmack zeigt sich in den goldenen Verzierungen der Rüstung, des Pferdegeschirrs und der Kronen der Hauptfiguren. Die Dynamik der Handlung wird durch die wehenden Gewänder und die erhobene Haltung des Pferdes unterstrichen.

Der Ritter der Renaissance

(Abre numa nova janela)
Rafael Sanzio. Der heilige Georg und der Drache. 31 × 27 cm. 1504. Louvre, Paris.

Der Maler Rafael (1483-1520) malte dieses Bild des heiligen Georg im Alter von nur 21 Jahren und bereits in der Renaissance. Vergleicht man es mit dem Gemälde von Martorell, so stellt man fest, dass Rafael, während Martorell eine mythische religiöse Szene darstellt, die einer gläubigen Gemeinschaft gewidmet ist, hier die Figur des Helden hervorhebt und ein ritterliches Ideal darstellt. Er malt kein Wunder, sondern einen Mann, der in der Lage ist, eine monströse Kreatur zu besiegen.

Tópico Ikonografie - Mythologie

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Keine Angst vor Kunst e comece a conversa.
Torne-se membro