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Wir schreiben!

Das Logo von women & arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort "arts" liegt ein orangefarbener Kreis.

Der Sammelband mit 27 Beiträgen. Über das Schreiben und was es uns bedeutet.

Als ich aus einer spontanen Eingebung heraus den Schreibaufruf “Über mein Schreiben” gestartet habe, habe ich nicht damit gerechnet, wieviel Resonanz er erzeugen würde.

Der Schreibaufruf wurde nicht nur auf Substack zigfach gerestackt und weitergeleitet; auch auf LinkedIn machte er die Runde, wurde geteilt, gelikt und kommentiert; mich erreichten vom ersten Tag an E-Mails mit Beiträgen – aber auch mit Rückmeldungen von Menschen, die mir einfach sagen wollten, wie toll sie die Aktion fanden.

Den ursprünglichen Schreibaufruf findest du hier.

Offensichtlich hat dieser Aufruf einen Nerv getroffen.

Nicht darauf zu warten, von anderen “entdeckt” zu werden, sondern sich selbst die Erlaubnis zu geben, sich mit dem eigenen Schreiben zu zeigen – das ist ein befreiender Schritt in Richtung Selbstermächtigung.

Aus den eingegangenen Beiträgen habe ich nun unseren inoffiziellen Sammelband zusammengestellt – mit dem Titel: Wir schreiben!

Vorwort

Frühe Liebe oder späte Erkenntnis – die Wege zum Schreiben sind vielfältig. So vielfältig wie die Texte, die auf den Schreibaufruf “Über mein Schreiben” im Juni 2026 entstanden sind.

27 Texte haben sich eingefunden. 27 Texte, die vom Schreiben erzählen und von so viel mehr. Von Einsamkeit, turbulenten Lebensphasen, kleinen Freuden, Fluchtphantasien und unerwarteten Wendungen im Leben.

Wenn ich ein Fazit unter all diese unterschiedlichen Beiträge setzen sollte, dann dies: Schreiben und leben gehören zusammen. Sie sind verwoben, miteinander verknüpft. Manchmal – oft – in Widerstreit miteinander, aber doch unlösbar verbunden.

Mich hat beim Lesen der Beiträge sehr berührt, wie wesentlich das Schreiben für uns alle ist. Und wieviel Mut es gleichzeitig braucht, sich dem zu stellen. Weil Schreiben aufwühlt. Weil es Dinge zu Tage fördert, die wir sonst nicht sehen würden. Weil es tagtäglich gegen Selbstzweifel und äußere Hürden ankämpfen muss.

In den Beiträgen dieses Sammelbands geht es nicht darum, was jeder Einzelne mit seinem Schreiben erreicht hat. Wieviel Aufmerksamkeit und Applaus jeder bereits geerntet hat. Dennoch spricht aus vielen Texten der Wunsch danach, gelesen, gesehen, wahrgenommen zu werden. Dabei geht es nicht um Erfolg, sondern um Verbindung. Wer schreibt, öffnet sich. Und wer sich öffnet, hofft auf eine wohlwollende Antwort.

Ich hoffe, dass die folgenden Beiträge eine solche Antwort finden.

Die Beiträge sind chronologisch sortiert – in der Reihenfolge, wie sie bei mir eingegangen sind. Ich habe mir erlaubt, meinen eigenen ganz unten anzufügen.

Im Juli 2026, die Herausgeberin

Miriam Schaan

Eine kleine Bitte noch: Wenn du dich durch diese digitale Sammlung liest – mit viel Muße und Genuss, so hoffe ich –, dann hinterlasse gerne Spuren deines Lesens: ein Herz, einen freundlichen Kommentar. Die Autor:innen werden es dir danken.

27 Beiträge zum Thema “Über mein Schreiben”

1️⃣ Schreibanlässe lauern überall, stupsen wie freundliche Hummeln oder drängeln wie ungeduldige Kunden in der Kassenschlange. Targya Cursorherz geht der Frage nach, wann sie eigentlich schreibt und warum die Antwort komplizierter ist, als sie scheint.

Targya Cursorherz: Vielleicht komme ich morgen zum Schreiben (Abre numa nova janela)

2️⃣ In diesem Text nimmt Birgitt euch mit auf ihre Schreibreise. Wellensittichdetektive und heldenhafte Deutschlehrer, Batman gegen Boygroup und schließlich eigene Geschichten und der große Wunsch: Gefunden werden, Gelesen werden. Die Menschen durch Texte berühren.

Birgitt H: Der Weg meiner Worte (Abre numa nova janela)

3️⃣ Mash reflektiert über das Schreiben, kreative Prozesse, Ringen mit Worten und Blockaden.

Mash: Gedankengang und Übergang (Abre numa nova janela)

4️⃣ Swantje Frank zeigt, was passiert, bevor überhaupt ein Stift das Papier berührt. Und welche Arbeit hinter jedem Wort steckt.

Swantje Frank: Wenn der Film schon läuft bevor der Stift da ist (Abre numa nova janela)

5️⃣ Anna Olsen schreibt über die Stimmen in unserem Kopf – beispielsweise über Herrn Zensor, der sich zuverlässig meldet, sobald die ersten Worte auf dem Blatt stehen.

Anna Olsen: Lieber Herr Zensor, halt die Klappe! (Abre numa nova janela)

6️⃣ Cora Albrecht schreibt darüber, wie sien Schreiben immer mehr an Herzblut verlor und dennoch unverzichtbar blieb.

Cora Albrecht: Schreiben für Geld und schreiben gegen den Wahnsinn (Abre numa nova janela)

7️⃣ Carolin wollte sich schon immer mit anderen verbunden fühlen. Durch das Schreiben hat sie ihren Weg gefunden, sich gesehen und vielleicht auch verstanden zu fühlen.

Carolin: Was ich werden will (und was ich bin) (Abre numa nova janela)

8️⃣ Emma Bloom schreibt, was andere lieber umgehen – Gedanken, die viele fühlen, aber kaum jemand ausspricht. Direkt aus dem echten Leben, ohne abstrakte Theorien. Mit Herz und Klarheit verbindet sie Tiefe mit überraschender Leichtigkeit.

Emma Bloom: Warum ich schreibe (Abre numa nova janela)

9️⃣ Wenn ich erzähle, dass ich schreibe, bekomme ich ein Lächeln. Sage ich, warum, wird es still. Ein Text über Flucht, über Figuren die ihre Freiheiten haben und über das alltägliche Duell Schreiben vs. verfügbare Zeit.

Stabenwelt: Wenn man Buchstaben atmet (Abre numa nova janela)

1️⃣0️⃣ Rebi konnte lesen bevor er schreiben konnte, und protokollieren bevor er erzählen durfte. Dieser Text ist die ehrliche Bestandsaufnahme dazwischen.

Rebi: Das Schreiben kam zuletzt (Abre numa nova janela)

1️⃣1️⃣ Noa Leven schreibt darüber, wie sie nach Jahren analytischen Schreibens eine andere Sprache wiederfand: eine, die nicht ordnet, sondern zuhört.

Noa Leven: Die andere Sprache (Abre numa nova janela)

1️⃣2️⃣ Manche Menschen werden vom Wecker geweckt. Brigitte Bauch gelegentlich von einem Satz. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie das Schreiben erst nach einem langen Berufsleben zu ihrer Leidenschaft wurde. Und warum manche Gedanken einfach nicht bis zum Frühstück warten wollen.

Brigitte Bauch: Wenn das Schreiben früher aufsteht als ich (Abre numa nova janela)

1️⃣3️⃣ Zwischen getackerten Kinderbüchern, erfundenen Halbgeschwistern und einem bis heute uneingelösten Buchversprechen erzählt Beke von der Lust am Ausdenken - und davon, was ein Buchstabe einer Zahl voraushat.

Beke: 8 gegen B (Abre numa nova janela)

1️⃣4️⃣ Mario Achilles schreibt darüber, wie er einen Reiseblog starten wollte – und stattdessen herausfand, dass seine kleinen Fluchten auch anderen eine kurze Auszeit schenken.

Mario Achilles: Ferien im Kopf. Ohne Gepäck. (Abre numa nova janela)

1️⃣5️⃣ Sascha Büttner schreibt darüber, wie man morgens um sechs in einer Stadt sitzt, die kein Feuilleton kennt, an einer Maschine, auf die niemand wartet — und warum gerade das ein Grund ist, nicht aufzuhören.

Sascha Büttner: kein anruf, also schreibe ich weiter (Abre numa nova janela)

1️⃣6️⃣ Christina Jessel schreibt darüber, wie das Schreiben ihr ständiger Begleiter ist und es ihn in der Einsamkeit geholfen hat. Vor allem aber schreibt sie darüber, warum ihre Geschichten so selten ein Ende haben.

Christina Jessel: Warum schreibe ich eigentlich immer und überall?!? (Abre numa nova janela)

1️⃣7️⃣ Wenn sie nicht schreibt, fehlen Lisa Schubeius die Worte. Hier erzählt sie von achtundzwanzig Schreibjahren zwischen Stolz und Scham und wie sie ihre Beziehung zum Schreiben versucht zu heilen.

Lisa Schubeius: Mir fehlen die Worte (Abre numa nova janela)

1️⃣8️⃣ Louisa Light: Write-light-free (Abre numa nova janela)

1️⃣9️⃣ Dr. Tanja Bernsau schreibt darüber, warum sie trotz allem nie aufgehört hat zu schreiben — und was ein Bild eines Scheunentors, ein Goldfisch im Meer und ein Krimiworkshop damit zu tun haben.

Dr. Tanja Bernsau: Ich kann nicht mehr “Nicht-Schreiben” (Abre numa nova janela)

2️⃣0️⃣ Was bleibt vom eigenen Schreiben, wenn man zum Schreibprofi für andere wird? Sarah von Nahmen schreibt in “Gewuchert aus Mauerritzen” darüber, wie sich die eigenen Worte nach Jahren ihren Weg zurück ans Licht bahnen.

Sarah von Nahmen: Gewuchert aus Mauerritzen (Abre numa nova janela)

2️⃣1️⃣ Was hat Schreiben mit dem Lesen bis tief in die Nacht zu tun? Sarah Bux erzählt von ihrem Romanprojekt zwischen Vollzeitjob, Doomscrolling und Saug-Wisch-Roboter.

Sarah Bux: Nur noch ein Kapitel (Abre numa nova janela)

2️⃣2️⃣ Simon M. Jahr erklärt seine Schreibwelt, während die Welt das deutsche Sechzehntelfinale schaut.

Simon M. Jahr: Wie ich versucht habe in 30 Minuten zu erklären, warum ich schreibe, bevor das Deutschlandspiel begann... (Abre numa nova janela)

2️⃣3️⃣ Elfshine Lara hat unter dem Apfelbaum ihr Paradies gefunden und läßt sich von dort nicht mehr vertreiben.

Elfshine Lara: Das Leben als Entwurf (Abre numa nova janela)

2️⃣4️⃣ Warum die Leidenschaft von Designerin Miriam Lochner das Schreiben ist – und was Leidenschaft am Ende ausmacht.

Miriam Lochner: Kurz vorm Knallen! Warum ich schreibe (Abre numa nova janela)

2️⃣5️⃣ Manchmal ist Schreiben von Anfang an magisch und kompliziert zugleich. Inge Anders erzählt, warum.

Inge Anders: Geheimnis des Schreibens (Abre numa nova janela)

2️⃣6️⃣ Als Arbeiterkind ohne Vorbilder war "Autorin werden" keine Option für mich – bis das Leben mir Geschichten aufzwang, die erzählt werden wollen. Über späte Anfänge und den Mut zum Schreiben.

Babette F.: Wer schreibt, bleibt – Wie ich vom Tagebuchschreiben zur Autorin wurde (Abre numa nova janela)

2️⃣7️⃣ Auch eine frühe Liebe muss wachsen. Miriam Schaan erzählt von ihrem Schreiben mit metaphorischen Sonnenblumen, Sätzen, die wie Süßigkeiten schmecken, einem Tonband, dem es die Sprache verschlug und einer Cannabis-Anfrage, die alles veränderte.

Miriam Schaan: Der lange Weg zurück nach vorn (Abre numa nova janela)

🌿 Das war’s fürs Erste!

Aber das war sicher nicht das letzte Mal. Dieser Aufruf ist auf so viel Resonanz gestoßen und hat mir selbst so viel Freude bereitet, dass es in Zukunft sicher noch ähnliche Aktionen geben wird.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle fürs Mitmachen! Fürs Teilen, Weitersagen, Lesen, Liken, Kommentieren – und vor allem: fürs Schreiben! Eure vielfältigen Beiträge haben diesen Sammelband erst möglich gemacht.

DANKE.

Miriam

❤️

✍️ Wer hier schreibt

👩🏻‍🦱 Hi, ich bin Miriam. Autorin, studierte Literaturwissenschaftlerin und zertifizierte Schreibpädagogin. Im women & arts Newsletter teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.

  • In der Textsprechstunde (Abre numa nova janela) erhältst du von mir persönliches Feedback auf einen ausgewählten Text. Gemeinsam nehmen wir uns Zeit für dich, deinen Text und alles, was dich rund ums Schreiben bewegt.

  • Im 1:1 Schreibcoaching (Abre numa nova janela) begleite ich dich und deine Texte 3 Monate lang intensiv. Wir treffen uns in regelmäßigen Online-Calls, du schickst mir deine Texte und erhältst detailliertes Feedback. Dazu gibt es gezielte Schreibübungen für dich und unbegrenzten E-Mail-Support für all deine Fragen, die zwischen unseren Treffen auftauchen.

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