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Eine Chronologie für die Zukunft

“Wir können den Krieg nicht stoppen, aber wir müssen die Fakten aufzeichnen, auf deren Grundlage später die Wahrheit wiederhergestellt wird. (…) Die Stimmen der Augenzeugen, der Ausdruck ihrer ‘verbotenen Gefühle’. Eine Chronologie, ohne die Gerechtigkeit in Zukunft unmöglich wäre.”

Das schrieb Anna Lachmatova –eine Theaterkritikerin über das russischsprachige Dramaturgie-Festival “Lubimovka” (im Exil) in Wien (Hier kannst Du den ganzen Artikel – mit meinen Illustrationen – auf Englisch lesen (Abre numa nova janela)). Was sie da sagt, findet eine tiefe Resonanz in mir bezüglich meiner Arbeit als Reportage-Illustratorin. Und so dokumentiere ich auf meine Weise weiter das Leben in diesen schwierigen Zeiten.

Danke, dass Du dabei bist!

10 Jahre OBERFETT

Mein Reportage-Jahr ging mit einer fetten Party los. Zum 10. Geburtstag der Galerie OBERFETT im Hadleys – einer Bar in Eimsbüttel – gab es Ausstellung und eine sehr schöne Party.

Es war kein Zufall, dass der Betreiber der Galerie – Christian Pfaff – an diesem Tag auch seinen Geburtstag gefeiert hat.

Gleichzeitig war es aber auch ein Abschiedsfest von den alten Galerieräumen in Altona Altstadt, die ich noch ein Paar Tage davor geholfen habe auszuräumen.

Clubaward in der Fabrik

Nach einem intensiven und fruchtbaren Jahr zusammen mit dem Clubkombinat Hamburg war ich sehr erfreut, eine Einladung zum Clubaward 2025 in der Fabrik zu bekommen.

Das Clubkombinat hat am 22. Januar die besten und nachhaltigsten Clubs und Veranstalter:innen des Jahres 2025 gewürdigt.

Bedankt habe ich mich mit Reportage-Zeichnungen der Redner:innen und der Gewinner:innen.

Zum besten Club und zur besten Nachwuchsförderin des Jahres wurde Hafenklang erwählt. Der Club befindet sich in der Großen Elbstrasse. Dort habe ich bereits die “Bachratten” und “Die Zigaretten” gezeichnet (hier ist der Bericht (Abre numa nova janela)). Der Hamburger Urclub hat schon einiges durchgemacht und stand mehrfach kurz vor dem Aus. Ich bin sehr froh, dass sie sich durchgeboxt haben. Die Würdigung ist mehr als verdient.

“Verbotene Gefühle” – es geht weiter

Auch das Projekt, das ich seit 2024 als Illustratorin und Mitautorin begleite, wächst und bekommt die Aufmerksamkeit, die er verdient. Seit der ersten Lesung am 22. Juni 2024 ist viel passiert. Letztes Jahr haben wir eine kleine Tour nach Wien und Strassburg gemacht und den Literaturpreis Hamburg in der Kategorie Lyrik/Drama/Experimentelles gewonnen.

Die nächste Lesung findet an einem für uns alle in der Gruppe sehr schwierigen Datum – 24. Februar 2026 – im Nachtasyl (über dem Thalia-Theater) statt. An dem Tag vor vier Jahren hat Russland die Ukraine überfallen. Dieser Krieg geht dann ins fünfte Jahr. Der damit verbundener Schmerz ist zu einem Bestandteil vieler Leben geworden. Auch zu meinem …

Diesen zweiten Teil der Lesung haben wir bereits letztes Jahr im Tonali und im Körberforum Bergedorf aufgeführt. Die Menschen berichteten anschliessend, dass sie sich nicht mehr so allein fühlten, nachdem sie erfuhren, wie es denen, die gegen den Krieg sind, in anderen Teilen der Welt geht.

Ich freue mich, wenn Du kommst:

Verbotene Gefühle. Der Krieg in mir – eine Lesung in drei Sprachen (mit Übersetzungen)
24.02.2026
19 Uhr
Nachtasyl, Alstertor 1-5, 20095 Hamburg
Eintritt: 8-10 €

INCAPE. Introvertierter Eskapismus in Kohle und Buntstift

Schon einen Tag nach der Lesung im Nachtasyl – am 25. Februar – möchte ich Dich zu meiner ersten kleinen Soloausstellung in diesem Jahr einladen.

Es gibt noch einen anderen Teil von Julia Zeichenkind, der ihre innere Unsicherheit in Zeichnungen ausdrückt.

Diese Zeichnungen sind langsam, detailreich und farbenarm. Man kann sich darin verlieren und alles um sich herum vergessen. Nicht nur beim Zeichnen, auch beim Betrachten ziehen sie mich (und andere) in undefinierbare, unaussprechbare Universen rein.

Ich habe noch keinen Namen für diese Art der Zeichnung gefunden. Fällt Dir etwas dazu ein? Dann schreibe mir gern Deine Gedanken oder komm zu der Ausstellung und sprich mit mir persönlich.

“Galerie ohne Namen” ist ein kleiner temporärer Kunstort inmitten einer Einkaufsstrasse direkt an der Haltestelle Othmarschen.

Die Ausstellung dauert nur vier Tage. Ich freue mich, Dich dort zu treffen. Wenn Du es zu den Öffnungszeiten nicht schaffst, kannst Du mir gern eine Mail schreiben und wir finden einen anderen Termin.

INCAPE. Introvertierter Eskapismus in Kohle und Buntstift

Eröffnung: Mi 25. Februar 2026, 16-21 Uhr
Finissage: Sa 28. Februar 2026, 13-20 Uhr
Öffnungszeiten Donnerstag und Freitag: 13-19 Uhr

Galerie Ohne Namen
von René Scheer

Waitzstraße 13 a
22607 Hamburg

Tschüss

Julia Zeichenkind

Tópico Reportage-Illustration

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