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Monkey Monday #36

High Noon im Rentenstreit

Foto: Janosch Lino

Mit dem Thema Rente gewinnt man keine Wahlen. Vermutlich ist dies der Grund, warum ein seit Jahrzehnten bekanntes Problem immer wieder auf die lange Bank geschoben wurde. Eine Bundesregierung nach der anderen übte sich im Vertagen wichtiger Reformen. Seit der Rentenreform von 2001 ist wenig passiert, um die Tragfähigkeit des Rentensystems in Deutschland zu sichern. Die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre, die im Jahr 2007 auf den Weg gebracht wurde, stellt die letzte wirksame Maßnahme in dieser Richtung dar. Verständlicherweise war sie auch damals schon sehr unbeliebt. Seitdem haben die folgenden Bundesregierungen sich nicht wirklich an weiteren Giftpillen für ihre Wähler versucht. Im Gegenteil, Projekte wie die sogenannte Mütterrente oder die Rente mit 63 sind seitdem eher in die andere - falsche - Richtung gegangen.

Aktuell versucht die gegenwärtige Bundesregierung erneut, sich über ein Paket mit verschiedenen Maßnahmen zur Rente zu einigen. Die Beschlussfassung im Kabinett erfolgte am 6. August 2025, die erste Lesung im Bundestag am 16. Oktober. Nun, vor der zweiten und dritten Lesung, äußert sich Unmut. Junge Abgeordnete der Unionsfraktion verlangen, das Einfrieren des Rentenniveaus bei 48 % (die so genannte Haltelinie) noch einmal mit der Opposition zu verhandeln. Diese lehnt das strikt ab.

In diesem Monkey Monday soll untersucht werden, um welche Inhalte es konkret geht, wie es um die Chance für einen Kompromiss bestellt ist und was passieren könnte, wenn beide Lager auf ihren Positionen beharren. Spoiler: Nichts Gutes. Besser, die Streithähne einigen sich.

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