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Friedrich und die große Koalition

Foto: privat

Der Sommer neigt sich zum Ende, und im Vergleich zur Zeit vor den Ferien hat sich eines nicht verändert: Die Welt ist und bleibt in Aufruhr. Ich selbst bin im Urlaub in einem kleinen Thomas Mann-Museum über diese bemerkenswerte Publikation des Literatur-Nobelpreisträgers gestolpert: “Friedrich und die große Koalition”. Zwar habe ich die Buddenbrooks, den Zauberberg und Felix Krull gelesen, aber dass der große Schriftsteller derart prophetische Gaben besaß, war mir neu. Klar: ein Schelm, wer ein solches denkt. Denn natürlich hatte Thomas Mann bei seiner Abhandlung nicht den heutigen deutschen Bundeskanzler im Sinn, dessen Geburt er im Jahr 1955 wegen des eigenen Ablebens um 91 Tage verpasste. Sondern er blickte auf Friedrich den Großen, der sich bekanntermaßen im Dreißigjährigen Krieg einer Koalition aus Feinden Preußens gegenüber sah. Und so nehme ich die vermeintliche Parallelität lediglich zum Anlass, um der heutigen großen Koalition (die in Wahrheit ja keine große mehr ist) auf den Zahn zu fühlen, und bei der Gelegenheit der Berliner Parteienlandschaft insgesamt. Wie ist es um das Regierungsbündnis und seine bisherige Bilanz bestellt? Und: Steht die heutige große Koalition dem heutigen - zumindest nach Körperlänge - Großen Fritz tatsächlich feindlich gegenüber?

Schauen wir zu Beginn auf die 100 Tage-Bilanz der Regierung, anschließend auf potenzielle Stolpersteine im Umgang mit Merz’ Koalitionspartnern SPD und CSU, sowie zum Abschluss kurz die sonstigen Spieler im Berliner Politikbetrieb.

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