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Die unerforschte Krankheit PMDS

Schmerzen, Depression, Energieverlust: Mit PMDS gibt es ein Vor und ein Nach dem Eisprung. Über den Umgang mit der Krankheit, die bis zu acht Prozent aller Menstruierenden betrifft. Ein Text von Maiek Müller.

Tag 18. Die Schwere beginnt, in meinen Körper zu kriechen. Meine Gedanken werden umhüllt von einem dunklen Schleier, der es mir schwer macht, Schönes zu sehen. Verabredungen, auf die ich mich eigentlich gefreut habe, fühlen sich an wie Verpflichtungen. Das Aufstehen wird jeden Tag anstrengender. Zweite Zyklushälfte – here we go! Der letzte Zyklus war Horror, aber neuer Zyklus, neues Glück! Monat für Monat das gleiche Spiel: Wie lange gelingt es mir, meinen Ich-bin-gut-zu-mir-Modus aufrechtzuerhalten? Was genau da passiert, jeden Zyklus in meinem Körper, ist in der medizinischen Forschung bis heute nicht ganz geklärt.

„PMDS ist verbunden mit Scham. Auch wenn ich mittlerweile versuche, beide Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen, ist jede Beziehung ein Prozess der Demaskierung: Wann kann ich meine zweite Seite zeigen?“ – Missy-Autorin Maike Müller

Ich habe PMDS, kurz für Prämenstruelle Dysphorische Störung. Bekannt ist, dass das Gehirn von Menschen mit PMDS verändert auf die Hormonschwankungen während des Zyklus reagiert. Mein Leben ist unterteilt in zwei Hälften. Der Eisprung markiert den Turning Point: Innerhalb weniger Stunden verändert sich nicht nur mein Körper, sondern auch meine Psyche komplett. Mein Alltag, meine Gedankenprozesse, meine Wahrnehmung und meine Verhaltensweisen in den zwei Phasen haben nicht viel miteinander zu tun. Für mich bedeutet das Leben mit der chronischen Krankheit einen Spagat zwischen zwei Teilen, die ich lange als zwei voneinander getrennte Versionen von mir betrachtet habe.

Lies den ganzen etxt auf Missy Online. (Si apre in una nuova finestra)

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