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Eduard Gieger: Der Knecht des Todes

In dieser Episode tauchen wir ein in einen schrecklichen Raubmord aus dem Mühlviertel des Jahres 1925. Der ehemalige Soldat Eduard Gieger, ein unscheinbarer Mann, der nur einen Monat zuvor bedingt aus dem Zuchthaus entlassen wurde, verübte auf dem Unterseppengut in Wolfgrub, Schönau im Mühlkreis, eine Bluttat mit fatalen Folgen. Was als Raubüberfall auf die Einnahmen aus einem Ochsenverkauf geplant war, eskalierte zu einem grausamen Doppelmord und einem versuchten Mord.

Zum Fall:

  • Täter: Eduard Gieger, Knecht am Unterseppengut, Wolfgrub 2.

  • Opfer:

    • Aloisia Lehner (Bäuerin) – starb an schweren Schädelverletzungen und Messerstichen.

    • Theresia Schwaiger (Mutter der Bäuerin, 79 Jahre) – starb vier Tage später an schweren Kopfverletzungen.

    • Theresia Mühlbachler (Magd) – erlitt eine Schnittwunde im Gesicht, überlebte.

  • Tatort: Unterseppengut, Wolfgrub, Schönau im Mühlkreis (Bezirk Freistadt, Oberösterreich).

  • Tatzeit: 10. März 1925.

  • Hintergrund: Gieger lauerte dem Bauernpaar auf, um 12 Millionen Kronen (etwa 6000 Euro) zu rauben. Sein bizarres Flucht- und Ausgabenkonzept umfasste eine "große Zeit" in Wien mit Prostituierten, Champagner und einem anschließenden Suizid mit Morphium, sowie einen Racheakt gegen einen früheren Dienstgeber.

  • Vorgeschichte: Gieger hatte bereits im Jahr 1924 einen Mordversuch und eine Erpressung an seiner Ex-Freundin Josefine Maierhofer in Wien verübt, wurde aber frühzeitig entlassen.

  • Prozess und Urteil (Landesgericht Linz, April 1925): Eduard Gieger wurde wegen teils vollbrachten, teils versuchten Raubmordes zu lebenslangem schwerem Kerker verurteilt, inklusive vierteljährlichem Fasttag und Dunkelhaft an den Jahrestagen der Tat. Giegers eigene Aussagen zur Todesstrafe sorgten für Aufsehen.

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