Passa al contenuto principale

Die Natur hat einen Plan

Es freut mich, dass du heute wieder neugierig bist. Neugierig darauf, mehr über dich selbst und die Zusammenhänge in deinem Leben zu erfahren. Die Naturgesetze spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Wie geht es dir heute? Diese alltägliche Frage birgt weit mehr in sich, als wir oft glauben. Was sagst du wirklich aus, wenn du antwortest: „Mir geht es gut, danke“? Und was genau möchtest du mit deiner Antwort ausdrücken?

In diesem Brief werfen wir einen genaueren Blick auf die Bedeutung von „Gutgehen“ und „Kranksein“.

Schauen wir zunächst auf die Definition von Krankheit:
Krankheit ist ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht. Ausgelöst wird sie durch strukturelle Veränderungen von Zellen und Geweben.

Was heißt das konkret?

Krankheit bedeutet laut Definition, dass wir nicht mehr so funktionieren können wie gewöhnlich. Etwas läuft anders als im „gesunden“ Zustand. Sehr einfach ausgedrückt: Wir können nicht mehr so wie sonst. Es kommt zu einer Einschränkung oder Veränderung in dem, was wir normalerweise tun können.

Doch wie gehen wir damit um? Ist Krankheit gut oder schlecht? Oder ist sie vielleicht einfach ein momentaner Zustand wie so viele andere in der Natur?

Werfen wir einen Blick hinaus ins Leben:
Die Sonne geht auf und wieder unter. Tag folgt auf Nacht. Pflanzen gedeihen, verwelken und werden schließlich zu Erde. Ein Apfelbaum treibt im Frühling Blätter und Knospen, aus denen Früchte entstehen. Diese reifen, werden geerntet oder fallen zu Boden, verfaulen und werden von der Natur recycelt. Das alles erscheint uns normal, weil wir es kennen. Niemand würde sagen, der Baum sei krank, nur weil an seinen Ästen etwas wächst.

Horizontale Lebenslinie. Ab einem Punkt steigt eine Kurve nach oben, senkt sich nach unten, kreuzt die Lebenslinie um einen nach oben offenen Halbreis zur Lebenslinie zu machen.
In der nach oben führenden Kurve steht: Apfelwachstum. Es sind vier Äpfel abgebildet, die sich langsam vergrößern. Der zur Lebenslinie kreuzende Punkt ist mit Fall vom Baum beschriftet. in der nach unten gehenden Kurve findet die Zersetzung der Äpfel durch Mikroben statt.
Lebensphasen

Ähnlich verhält es sich im Jahr einer schwangeren Frau: Sie wird schwanger, ihr Körper verändert sich, wird dicker. Sie isst mehr als gewohnt. Es gibt Menschen, die eine Frau jetzt schonen, sie wie einen erkrankten Menschen behandeln. Andere regen sich über genau diesen Umgang mit Schwangeren auf.
Die Frau bringt nach ein paar Monaten ihr Kind zur Welt. Dann kehrt sie nach und nach in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Sie wird schlanker, weil sie wieder weniger isst. Darin erkennen wir einen vollkommen natürlichen Zyklus.

Diagnose

Wachsen unbekannte Dinge in oder an unserem Körper, reagieren wir schnell besorgt. Eine Schwellung, eine Geschwulst verleitet uns dazu, zum Arzt gehen. Ab diesem Moment gilt unser Zustand als Krankheit, denn die Krankenkasse braucht für unseren Zustand eine Kategorie, ein Etikett, eben eine Diagnose. Aus einer Schwellung auf diese Weise eine Erkrankung.

Wenn wir funktionieren und unser Körper „korrekt“ aussieht, gelten wir als gesund. Wenn nicht oder wenn wir uns schlapp fühlen, unsere Leistungsfähigkeit nachlässt, werden wir eben mal so krankgeschrieben. Mit der Aussage des Arztes fühlen wir uns erst recht krank. Je nach Diagnose kann sogar Angst entstehen, nämlich dann, wenn er mit der Diagnose einen Verdacht auf etwas Bedrohliches aufschreibt.

Kindheit

Vielleicht gehörst du zu der Generation, die als Kind erlebt hat, dass der Körper sich durch Krankheit eine Pause holt. Dass er Ruhe braucht, um etwas herauszuarbeiten. Ich erinnere mich selbst, wie herrlich es war, im Bett bleiben zu dürfen, nicht zur Schule zu müssen, zu lesen, zu schlafen. Niemand nannte mich faul. Krankheit bedeutete für einen Patienten, eine kleine Auszeit zu bekommen.

Krankheit als gesunde Regeneration?

Was wäre, wenn wir Krankheit (wieder) als etwas Natürliches betrachten würden? Als Regenerationszeit?
Mit dieser Überzeugung hätten wir weniger Angst.
Wir würden stärker auf unseren Körper hören. Ja, wir würden wahrnehmen, wann er wieder für den alltäglichen Einsatz bereit ist.
Wir würden unserer Intuition mehr vertrauen.
Nach einer krankheitsbedingten Pause könnten wir gestärkt, mit neuer Kraft weitergehen.

Der Internist Dr. Hamer beobachtete sich nach einer persönlichen Erkrankung. Dann verglich er Krankheitsgeschichten seiner Patienten. Er stieß auf natürliche Gesetzmäßigkeiten, welche zu nachvollziehbaren Krankheitsverläufen führten.

Da wir als Mensch auch zur Natur zählen, gelten Naturgesetze dementsprechend auch bei uns.
Durch seine Studien wurde erklärbar, warum und wie Krankheit entsteht.

Wir wachsen, reifen, verändern uns. Dafür brauchen wir Zeit, Ruhe und Kraft. Genauso gehört zum natürlichen Lebenszyklus alt zu werden, abzubauen, zu sterben und zu Erde zu werden.

Was ist also Krankheit?

Für mich ist sie ein vorübergehender Zustand, durch den ich wachsen kann. Sie bietet mir die Chance, mich besser kennenzulernen, neue Wege zu entdecken und innere Ruhe zu finden.

Und für dich?
Was bedeutet Krankheit für dich persönlich?
Was denkst du darüber?
Schreibe deine Ansicht in die Kommentare: Hier (Si apre in una nuova finestra)