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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“. Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Umfrage: So stehen die Österreich:innen zur Wehrpflicht
🔸 Schwierige Wirtschafts-Lage: Die Schwarzarbeit steigt
🔸 Neue Regeln: Das ändert sich bei der Deutsch-Förderung

Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Das denken die Österreicher:innen über die Wehrpflicht

Seit 70 Jahren gilt in Österreich die Wehrpflicht. Das bedeutet: Junge Männer müssen zum Militär gehen und werden dort sechs Monate lang ausgebildet. Das Militär heißt in Österreich Bundesheer. Wer nicht zum Bundesheer will, kann stattdessen Zivildienst machen. Beim Zivildienst hilft man zum Beispiel in Altersheimen oder bei der Rettung.

Das Bild zeigt eine Angelobung am Grazer Hauptplatz: Bundesheer-Soldatinnen und -Soldaten in olivgrüner Uniform legen gemeinsam die Hand auf die Truppenfahne. Im Hintergrund sind viele Zuschauer und historische Fassaden mit einer Statue zu sehen.
Die Wehrpflicht wurde in Österreich 1955 eingeführt. Sie gilt allerdings nur für Männer. Seit 2001 können sich aber auch Frauen freiwillig für die Miliz melden. Foto: Bundesheer/Pusch

Umfrage. Seit sechs Jahren werden Menschen in Österreich befragt, was sie über das Bundesheer denken und wie sicher sie sich in ihrem Land fühlen. Das Ergebnis von 2025 zeigt, dass 73 Prozent die Wehrpflicht gut finden. Das sind fast drei von vier Menschen. Im Jahr 2013 gab es eine Volksbefragung zu diesem Thema. Damals waren 60 Prozent für die Wehrpflicht.

70 Prozent der Menschen vertrauen dem Bundesheer. Sie finden es wichtig, dass die Soldat:innen auch bei Katastrophen wie Hochwasser oder Lawinen helfen.

Neutralität und Sorgen. Wichtig ist den Österreicher:innen auch die Neutralität. 75 Prozent finden es wichtig, dass Österreich neutral ist. Das bedeutet: Österreich ist in keinem Militär-
Bündnis und mischt sich nicht in Kriege ein.

Doch die weltweiten Konflikte bereiten vielen Menschen Sorgen. 53 Prozent sehen besonders die Spannungen mit Russland als Bedrohung. Daher wünschen sich 56 Prozent, dass Österreich mehr Geld für die Verteidigung ausgibt.

Frauen beim Bundesheer. Seit dem Jahr 2001 können auch Frauen freiwillig zum Bundesheer gehen. Für Frauen gibt es keine Wehrpflicht, aber sie können sich für die Miliz melden. Die Miliz ist Teil des Bundesheeres.

Frauen dürfen an Waffen-Übungen teilnehmen und verschiedene Aufgaben übernehmen, zum Beispiel als Sanitäterinnen, Fahrerinnen, im Funkdienst oder im Büro. Wenn eine Frau aufgenommen wird, gelten für sie die gleichen Regeln wie für Männer.

Immer mehr Schwarzarbeit

Es gibt endlich wieder bessere Nachrichten zur wirtschaftlichen Lage in Österreich: Im nächsten Jahr soll es wieder etwas besser laufen. Das sagen zumindest einige Expert:innen voraus.

Doch momentan spüren die Menschen vor allem, dass es der Wirtschaft schlecht geht. Viele Firmen haben Aufträge verloren und mussten in den letzten Monaten Mitarbeiter:innen kündigen. Im Oktober 2025 waren 388.000 Menschen ohne Job.

Gleichzeitig sind die Preise im Supermarkt noch immer hoch. Daher haben inzwischen viele Haushalte weniger Geld zur Verfügung. Das führt dazu, dass mehr Menschen versuchen, mit Schwarzarbeit etwas dazu zu verdienen.

Was ist Schwarzarbeit?

Schwarzarbeit bedeutet: Menschen arbeiten, ohne diese Arbeit offiziell anzumelden. Sie zahlen keine Steuern und keine Sozialversicherung. Das Geld bekommen sie bar auf die Hand, und der Staat weiß nichts davon.

Zahlen steigen. Eine Untersuchung zeigt: Die Schwarzarbeit steigt weiter. Derzeit werden in Österreich mehr als 40 Milliarden Euro verdient, ohne dass Steuern bezahlt werden. Am meisten Schwarzarbeit gibt es im Baugewerbe und bei Handwerks-Betrieben. Auch bei Dienstleistungen wie Reinigung, Nachhilfe oder Babysitting wird oft schwarz gearbeitet.

Das Foto zeigt einen roten Putzeimer mit violettem Tuch im Vordergrund. Im Hintergrund unscharf eine Person auf den Knien, die den Boden wischt.
Im Dienstleistungsbereich gibt es besonders viel Schwarzarbeit: Putzkräfte werden oft nicht angemeldet. Foto: iStock

Steuern fehlen. Der größte Verlierer ist der Staat. Ihm fehlen jedes Jahr zwischen 2 und 3,5 Milliarden Euro an Steuern. Auch die Sozialversicherungen verlieren viel Geld, besonders die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK).

Wer bei Schwarzarbeit erwischt wird, muss mit Geldstrafen rechnen. Diese reichen von einigen hundert Euro bis zu 5.000 Euro, wenn jemand wiederholt auffällt.

Arbeit billiger machen. Expert:innen schlagen vor, einen Handwerkerbonus von 2.000 Euro pro Haushalt und Jahr einzuführen. Damit könnten Menschen Handwerker offiziell bezahlen und würden einen Teil des Geldes vom Staat zurückbekommen.

Außerdem raten die Expert:innen, die Lohn-Nebenkosten zu senken. Dadurch würde offizielle Arbeit billiger werden.

Neue Regeln bei der Deutsch-Förderung

In Österreich gibt es über 48.000 Schüler:innen, die nicht gut genug Deutsch sprechen, um dem normalen Unterricht zu folgen. Seit 2018 müssen diese Kinder in eigenen Deutsch-Förderklassen lernen. Sie sind also getrennt von den anderen Kindern und lernen vor allem Deutsch. Nur in Fächern wie Sport, Musik oder Werken sind sie mit ihrer normalen Klasse zusammen.

Dieses Foto zeigt Kinder in einem Klassenzimmer, die an ihren Schulbänken sitzen und arbeiten. Im Vordergrund lächelt ein Mädchen mit lockigen Haaren in die Kamera.
Ab Herbst 2026 können die Schulen selbst entscheiden, wie sie das Lernen der deutschen Sprache bei Kindern fördern. Foto: iStock/skynesher

Schulen entscheiden. Die Regierung hat jetzt neue Regeln beschlossen. Ab Herbst 2026 müssen die Schulen nicht mehr unbedingt getrennte Deutsch-Förderklassen machen. Die Schulen können selbst entscheiden, wie sie den Kindern am besten helfen. Sie können die Kinder auch in der normalen Klasse unterrichten und dort extra fördern.

Bildungs-Minister Christoph Wiederkehr (NEOS) sagt: „Jede Schule ist anders und braucht andere Lösungen.“

Kein besseres Lernen. Viele Expert:innen und Lehrer:innen haben diese Deutsch-Förderklassen von Beginn an kritisiert. Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Außerdem lernen sie Deutsch nicht besser, wenn sie von den anderen Kindern getrennt sind.

Nur ein Test. Um zu prüfen, ob ein Kind gut genug Deutsch kann, gibt es einen Test. Er heißt MIKA-D. Bisher mussten die Schulen diesen Test zweimal pro Jahr machen. Ab Herbst gibt es diesen Test nur noch einmal im Jahr.

Kein Wiederholen. Bisher mussten viele Kinder die Klasse wiederholen, nur weil ihr Deutsch noch nicht gut genug war. Auch das ändert sich jetzt. Kinder können auch dann in die nächste Klasse gehen, wenn ihr Deutsch noch nicht perfekt ist. Sie bekommen auch Noten in anderen Fächern wie Mathematik oder Musik.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
13. November 2025.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“