Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“. Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Schnellere Verbindung: Koralm-Bahn geht in Betrieb
🔸 Geld für Reparaturen: Das ändert sich 2026
🔸 Vorsicht: Immer mehr Anlage-Betrug im Internet
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
In 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt
Ab Sonntag geht die Koralm-Bahn in Betrieb. Damit gibt es eine neue, schnelle Verbindung zwischen Graz (Steiermark) und Klagenfurt (Kärnten).
Bisher brauchte der Zug fast drei Stunden für die Strecke. Künftig dauert die Fahrt nur noch rund 45 Minuten. Für viele Menschen, die oft zwischen Graz und Klagenfurt unterwegs sind, ist das eine große Erleichterung.

25 Jahre Bauzeit. Mehr als 25 Jahre lang wurde an dieser neuen Bahnstrecke gebaut. Das wichtigste Stück ist der Koralm-Tunnel: Mit knapp 33 Kilometern ist er der längste Eisenbahn-Tunnel in Österreich.
Die gesamte neue Strecke ist 127 Kilometer lang. Viele Bahnhöfe auf dieser Strecke wurden ausgebaut oder neu gebaut.
Mehr Züge. Ab Sonntag startet der neue Fahrplan der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen). Von Wien nach Klagenfurt gibt es dann täglich 26 Zug-Verbindungen. Von Wien nach Graz fahren täglich 33 Züge.
Bisher mussten Reisende zwischen Graz und Klagenfurt oft umsteigen oder mit dem Intercitybus fahren. Dieser Bus wird jetzt eingestellt.
Güter-Verkehr. Die neue Strecke ist nicht nur für Reisende wichtig. Auch Güter-Züge werden die Strecke nutzen. Das Ziel ist, mehr Waren mit dem Zug statt mit Lastwagen zu transportieren.
Die Koralm-Bahn ist ein Teil der Baltisch-Adriatischen Achse. Das ist eine wichtige europäische Verkehrsverbindung von der Ostsee bis zur Adria.
Noch schneller ab 2030. Die Koralm-Bahn ist Teil einer größeren neuen Bahnstrecke von Wien nach Kärnten. Ab 2030 wird noch ein zweiter großer Tunnel fertig: der Semmering-Basistunnel zwischen Niederösterreich und der Steiermark.
Damit wird die Fahrt von Wien nach Klagenfurt dann nur noch 2 Stunden und 40 Minuten dauern. Von Wien nach Graz braucht man dann weniger als zwei Stunden.
Vorsicht vor Anlage-Betrug im Internet
Immer mehr Menschen in Österreich verlieren viel Geld durch Betrug im Internet. Dabei geht es um falsche Investments, also um falsche Geld-Anlagen. Das Bundes-Kriminalamt (BKA) zählte 2024 rund 3.400 Fälle. Der Schaden liegt bei 111 Millionen Euro.
Die Finanzmarkt-Aufsicht (FMA) geht davon aus, dass die echte Zahl der Fälle viel höher ist. Denn viele Menschen melden den Betrug nicht.
Im Durchschnitt verlieren die Betroffenen 53.000 Euro. Der höchste gemeldete Fall lag bei 1,6 Millionen Euro.

So funktioniert der Betrug. Der Betrug beginnt oft klein. Menschen zahlen zuerst 250 Euro auf einer Internet-Plattform ein. „Anfangs werden kleine Gewinne ausgezahlt. Das steigert sich, bis dann eine größere Summe eingezahlt wird. Irgendwann wird das Ganze abgedreht. Es ist dann eigentlich unmöglich, dass die Opfer ihr Geld zurückbekommen“, sagt Paul Marouschek in einem Interview mit dem ORF-Radio Ö1. Er ist stellvertretender Leiter des BKA.
Die Betrüger:innen nehmen auf verschiedenen Wegen Kontakt zu ihren Opfern auf. Oft über Social Media. Dort geben sie sich als erfolgreiche Anlage-Berater:innen aus, sogenannte Finfluencer. „Der Dividenden-Dagobert hat 200.000 Follower:innen. Es gibt Influencer:innen wie den Investingenieur, Aktien for Future, Börsen-Unterricht. Alle haben sehr viele Follower:innen und sie schaffen es, Vertrauen aufzubauen“, sagt Reinhold Schranz vom Europäischen Verbraucher-Zentrum Österreich (EVZ).
Falsche Versprechen. Besonders gemein ist der sogenannte Recovery Scam. Die Täter:innen suchen Menschen, die schon viel Geld verloren haben. Sie geben sich als Vertreter:innen von Behörden aus und versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen. Das ist aber nur eine weitere Betrugs-Masche.
Organisierte Täter-Gruppen und KI. Marouschek warnt: „Das sind gut organisierte Täter-Gruppen, die vorgehen wie eine richtige Firma, wie ein Konzern. In einer Abteilung ist man zuständig für die Geld-Wäsche, die anderen haben ein professionelles Call-Center, wo die Leute monatelang trainiert werden.“
Die Betrüger:innen werden immer besser. Sie nutzen künstliche Intelligenz (KI). Damit können sie perfekte Texte schreiben, Videos und Bilder herstellen und auch Stimmen nachahmen.
So kann man sich schützen. Das BKA, die FMA und Verbraucher-Schützer:innen haben eine Broschüre herausgegeben: „Anlage-Betrug erkennen (Si apre in una nuova finestra)“. Darin stehen wichtige Tipps:
Gib niemals deine Daten auf Trading-Plattformen ein, ohne die Plattform vorher zu prüfen.
Prüfe, ob das Unternehmen offiziell zugelassen ist. Die FMA führt online eine Unternehmens-Datenbank, in der alle zugelassenen Firmen stehen.
Schau auf die Investoren-Warnungen der FMA. Dort werden unseriöse Anbieter gemeldet. Auch hier (Si apre in una nuova finestra)findest du wichtige Informationen zu diesem Thema.
Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch nicht.
Neue Förderung für Reparaturen: Das ändert sich 2026
Viel zu oft landen kaputte Geräte im Müll, obwohl sie noch repariert werden könnten. So wachsen die Müllberge, und wertvolle Rohstoffe gehen verloren. Um das zu ändern, unterstützt der Staat Menschen, die ihre Geräte reparieren lassen. Dafür wurde der Reparatur-Bonus eingeführt, der bis Mai 2025 lief.
Ab 12. Jänner 2026 gibt es eine neue Förderung: die Geräte-Retter-Prämie.

Was ist anders? Ab 2026 zahlt der Staat weniger dazu, wenn ein Gerät repariert wird. Man bekommt maximal 130 Euro pro Reparatur. Beim alten Reparatur-Bonus waren es noch bis zu 200 Euro.
Außerdem ist die Liste der Geräte, die man mit dieser Prämie reparieren lassen kann, deutlich kürzer als in den vergangenen Jahren.
Was kann man ab 2026 reparieren lassen?
Waschmaschinen
Kühlschränke und Tiefkühler
Staubsauger
Akkuschrauber und ähnliches Werkzeug
Auch medizinische Geräte kann man ab 2026 reparieren lassen. Dazu gehören:
Rollstühle
Pflege-Betten
Beatmungs-Geräte
Blutdruck-Messgeräte
Was kann man mit dieser Prämie nicht mehr reparieren lassen?
Fahrräder und E-Bikes
Smartphones und andere Handys
Fernseher, Radios und andere Unterhaltungs-Geräte
Wellness-Geräte wie Massagesessel
So funktioniert die Förderung. Ab 12. Jänner 2026 kann man auf der Website geraete-retter-praemie.at (Si apre in una nuova finestra) einen Bon erstellen. Ein Bon ist wie ein Gutschein.
Diesen Bon bringt man zu einem Reparatur-Betrieb, der mitmacht. Der Betrieb repariert das Gerät. Der Bon ist drei Wochen lang gültig.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
18. Dezember 2025.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“